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Ostfalen
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Ostfalen bezeichnet den östlichen Teil des alten Sachsen im Bereich zwischen den Flüssen Weser, Elbe, Saale und Unstrut – nicht zu verwechseln mit Ostwestfalen. Obwohl die Bezeichnung veraltet ist und vornehmlich für historische Sachverhalte benutzt wird, gibt es auch Bestrebungen, sie für das Regionalmarketing zu verwerten.
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Heutige Verwendung des Begriffs
Während der westlich der Weser gelegene Landesteil Westfalen noch heute diese Bezeichnung führt, ist die Bezeichnung Ostfalen nicht mehr sehr geläufig. Der Name erhielt sich nur noch als Bezeichnung des Ostfalengaus, in welchem Hildesheim lag. In letzter Zeit gibt es jedoch in Südniedersachsen und im westlichen Sachsen-Anhalt Bestrebungen, sie wiederzubeleben. So haben die drei Landkreise Bördekreis, Helmstedt und Ohrekreis, die zwischen den Städten Braunschweig und Magdeburg liegen, den Verein „Deuregio Ostfalen“ gebildet und pflegen dort vor allem die ostfälische Sprache mit Schreibwettbewerben und hier und da auch im Unterricht.
Gleichwohl zählen alle Kreise, die um Braunschweig herum angesiedelt sind, zum historischen und sprachlichen Gebiet Ostfalen, also Wolfenbüttel, Goslar, Peine und Gifhorn, außerdem Halberstadt, Hildesheim und Teile der Region Hannover. Der Raum Braunschweig/Wolfenbüttel wird in einigen Mundartbeschreibungen als „kernostfälisch“ bezeichnet.
Der Begriff Ostfalen taugt allerdings kaum mehr zur Identifizierung der Region (anders als Westfalen, siehe oben). Er ist inzwischen doch zu sehr auf Sprachwissenschaft und Heimatkunde beschränkt. Als es 2004 darum ging, für die Region Braunschweig/Wolfsburg eine gemeinsame Bezeichnung zu finden, die auch deutschland- und europaweit trägt, ist man über Versuche wie „Region Mitte-Nord“ nicht hinausgekommen. Ostfalen spielte dort kaum eine Rolle, wohl auch, weil sich die Industrie- und Großstadtgebiete (vor allem Salzgitter und Wolfsburg) mit diesem Begriff nur wenig anfreunden können. Parallel dazu hält sich auch noch der Name „Braunschweiger Land“. Er bezieht sich auf die Grenzen des früheren Freistaates und vormals welfischen Herzogtums und ist politisch eher konservativ belegt.
Ostfalen scheint am ehesten im Gebiet zwischen Magdeburg in Sachsen-Anhalt und der Landesgrenze zu Niedersachsen gute Chancen zu haben. Als Beispiel sei der „Technologiepark Ostfalen“ in Barleben bei Magdeburg angeführt.
Nach der neuen Gebietsreform in Sachsen-Anhalt werden im Jahr 2007 der Ohre- und der Bördekreis zusammengelegt. Hier gibt es nun Bestrebungen den neu entstandenen Landkreis (Arbeitstitel "Börde") mit seiner Kreisstadt Haldensleben "Ostfalenkreis" zu nennen.
Literatur
- Theodor Müller: Ostfälische Landeskunde. Braunschweig 1952.
Siehe auch
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