Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Osmiumtetroxid

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Osmiumtetroxid
Andere Namen Osmiumsäure
Summenformel OsO4
CAS-Nummer 20816-12-0[1]
Kurzbeschreibung blassgelbe Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 254,23 g·mol-1[1]
Aggregatzustand fest
Dichte 4,91 g·cm-3[1]
Schmelzpunkt 40 °C [1]
Siedepunkt 130 °C[1]
Dampfdruck 10 hPa[1] (20 °C)
Löslichkeit

65 g/l in Wasser, gut in organischen Lösungsmitteln[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Bild:Hazard T.svg
T+
Sehr giftig
[1]
R- und S-Sätze R: 26/27/28-34[1]
S: 7/9-26-45[1]
weitere Sicherheitshinweise
MAK nicht festgelegt[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Osmiumtetroxid (auch: Osmium(VIII)-oxid, Osmiumsäure) ist das Oxid des Elementes Osmium in seinem höchsten Oxidationszustand (+8).

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Osmiumtetroxid bildet blassgelbe Kristalle mit einem sehr niedrigen Schmelzpunkt von 40 °C und einem Siedepunkt von 130 °C. Diese Verbindung besitzt einen durchdringenden ozonähnlichen Geruch (griechisch: osmos = Gestank), was die Namensgebung für das Metall Osmium erklärt. Osmiumtetroxid ist sehr flüchtig und sehr toxisch; es wird leicht durch organische Verbindungen zu einem schwarzen Oxid reduziert. Es löst sich nur zu einem geringen Teil in Wasser, ist aber sehr gut in Tetrachlorkohlenstoff CCl4 löslich.

Herstellung

Osmiumtetroxid wird aus Osmiummetall durch Oxidation von Osmiumlösungen mit Salpetersäure oder Natriumperoxodisulfat in Schwefelsäure hergestellt. Wegen der Flüchtigkeit und Giftigkeit kommt es in Ampullen eingeschmolzen in den Handel.

Verwendung

In der Transmissionselektronenmikroskopie wird es als Kontrastmittel zum Anfärben von biologischem Material verwendet. In der organischen Synthese kann es verwendet werden, um Alkene zu Dialkoholen zu oxidieren. Da das Reagens sehr teuer und giftig ist, wurden die Reaktionsbedingungen der Direktoxidation der Alkene so abgewandelt, dass das Osmiumtetroxid nur in kleinen Mengen als Katalysator zugesetzt wird und als Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid dient, dies ist die Sharpless-Reaktion, eine Namensreaktion.

Am 6. April 2004 berichtete die amerikanische Nachrichtenagentur ABC News, dass der britische Geheimdienst glaubte, einen Bombenanschlag unter Verwendung dieser Substanz vereitelt zu haben. Andere Quellen bezweifeln diese Darstellung, da Osmiumtetroxid trotz seines hohen Schadenspotenzials für die Verwendung als Giftgas zu teuer sei.

Quellen

  1. . a b c d e f g h i j k l Sicherheitsdatenblatt (Merck)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Osmiumtetroxid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge