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Opel Omega
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Der Opel Omega ist ein PKW der oberen Mittelklasse des Herstellers Adam Opel AG. Er kam 1986 als Nachfolger des Opel Rekord E auf den Markt.
Inhaltsverzeichnis |
Omega A (1986-1993)
Der Omega wurde als viertürige Limousine und als fünfttüriger Caravan angeboten. Er hat ein gegenüber den Vorgängermodellen völlig neu konstruiertes Fahrwerk, welches seinerzeit mit zu den besten in dieser Fahrzeugklasse zählte. Die Karosserie hat einen niedrigen cw-Wert von 0,28, was zusammen mit dem relativ geringen Gewicht sehr gute Fahrleistungen bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch ergibt. Von der Motorpresse wurde der Omega zum „Auto des Jahres 1987“ gewählt.
Anfänglich gab es Motoren mit 1,8 l Hubraum und 60 kW (82, 90 und 115PS) ohne Katalysator sowie den schon aus dem Kadett GSi bekannten 2,0 l mit 85 kW (115 PS, mit Katalysator) oder 90 kW (122 PS, ohne Katalysator). Hinzu kamen die noch vom Rekord stammenden 2,3 l 1986 Diesel- bzw. Turbodieselmotoren mit 73 bzw. 100 PS. Von September 1988 bis Oktober 1992 gab es einen 2,4l-Einspritzmotor mit 92 kW (125 PS), der ein weiterentwickelter Rekord-Motor war. Ab Oktober 1990 gab es Limousine und Caravan auch mit dem 2,6l-Sechszylinder C26NE. Der 1,8 l-Motor wurde jedoch später vom deutschen Markt genommen. Zum Modelljahr ´91 wurde dem Omega ein Facelift zuteil, mit wuchtigeren und mit mehr Chrom verzierten Stoßfängern und Schutzleisten, sowie getönten Rückleuchten.
Parallel wurde der Omega ab 09/86 in einer sportlichen Variante als „Omega 3000“ angeboten. Zunächst waren die aus dem Senator A bekannten 3,0 l mit 115 kW (156 PS mit Katalysator) oder 130 kW (177 PS ohne Katalysator) lieferbar. Ab Frühjahr 1987 stand dann ein modernisierter Dreiliter mit 130 kW (177 PS mit Katalysator) zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt wurde der 3,0 l mit 156 PS im Omega nicht mehr angeboten. Im Oktober 1990 kam der 3,0 l 24V-Motor mit 150 kW (204PS) hinzu. Dieser Motor hat zwei obenliegende Nockenwellen und ein Schaltsaugrohr (DUAL-RAM) und bot sehr gute Fahrleistungen bei relativ niedrigem Verbrauch. In der Caravan-Version hieß die stärkste Variante anfangs ´simpel` 3,0l, mit dem Facelift zum Modelljahr 1991 wurde auch dem Caravan der starke 3,0-24V Motor eingepflanzt, fortan hieß die stärkste Komi-Variante Omega Caravan 24V. Im letzten Produktionsjahr des Omega A (Modelljahr ´93) hieß auch die stärkste Variante des Stufenhecks nur noch Omega 24V. Es wichen sämtliche ´3000`-Anbauteile, man setzte bei diesem Modell auf understatement.
Ein noch stärkerer Omega wurde 1990/91 vorgestellt: Der Omega Evolution 500 3,0 24V war eine Rennmaschine, die zu Homologationszwecken eine Straßenzulassung erhielt. Der Motor (230 PS) wurde vom Tuner Irmscher durch Modifikation des 3,0 l 24V kreiert. Parallel zum Omega wurde von 1987 bis 1993 das damalige Top-Modell „Senator B“ angeboten. Der Senator wurde auf dem deutschen Markt zunächst nur mit den vom Omega A bekannten Sechszylinder-Reihenmotoren angeboten, für einige Auslandsmärkte gab es noch den 2,3-Liter-Turbodiesel. Die technische Verwandtschaft mit dem Omega A war sehr hoch.
Den bisher stärksten Omega gab es von 1989 bis 1992. Dieser Lotus Omega 3,6l 24V Bi-Turbo hatte 277 kW (377 PS) und kostete zuletzt ca. 125.000 DM. Gebaut wurde der Lotus Omega in England auf Basis des Omega 3000 in sehr geringen Stückzahlen von der Sportwagenschmiede Lotus, die seinerzeit zum GM-Konzern gehörte. In England wurde der Lotus Omega als Lotus Carlton verkauft.
Die Motoren im einzelnen:
1. Benziner:
- 1.8 (18NV) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit 2E3-Vergaser; 82 PS; mit U-Kat; von 9/86 bis 8/87
- 1.8 (18SV) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit 2E3-Vergaser; 90 PS; ohne Kat; von 9/86 bis 8/87
- 1.8S (E18NVR) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit 2EE-Vergaser; 88 PS; ohne Kat; von 8/87 bis 4/90
- 1.8i (18SEH) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit L3-Jetronic; 115 PS; ohne Kat; von 8/86 bis 7/92
- 2.0i (C20NEJ) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Motronic 1.5; 99 PS; mit G-Kat; von 4/90 bis 12/93 [nur Behördenfahrzeuge]
- 2.0i (C20NE) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Motronic 4.1/1.5; 115 PS; mit G-Kat; von 9/86 bis 12/93
- 2.0i (20SE) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Motronic 4.1; 122 PS; ohne Kat; von 9/86 bis 8/87
- 2.4i (C24NE) 4-Zylinder-CIH-Reihenmotor mit Motronic 1.5; 125 PS; mit G-Kat; von 8/88 bis 12/93
- 2.6i (C26NE) 6-Zylinder-CIH-Reihenmotor mit Motronic 1.5; 150 PS; mit G-Kat; von 9/90 bis 12/93
- 3.0i (C30LE) 6-Zylinder-CIH-Reihenmotor mit Motronic 4.1; 156 PS; mit G-Kat; von 9/86 bis 1/88
- 3.0i (30NE) 6-Zylinder-CIH-Reihenmotor mit L2-Jetronic, 177 PS; ohne Kat; von 9/86 bis 8/90
- 3.0Si (C30NE) 6-Zylinder-CIH-Reihenmotor mit Motronic 4.1/1.5; 177 PS; mit G-Kat; von 8/88 bis 12/93
- 3.0i 24V (C30SEJ) 6-Zylinder-DOHC-Reihenmotor mit Motronic 1.5; 200 PS; mit G-Kat; von 9/90 bis 12/93
- 3000 24V (C30SE) 6-Zylinder-DOHC-Reihenmotor mit Motronic 1.5; 204 PS; mit G-Kat; von 9/89 bis 12/93
2. Diesel:
- 2.3 D (23YD) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Verteilereinspritzpumpe; 73 PS; ab 9/89 mit U-Kat (vorher ohne); von 9/86 bis 12/93
- 2.3 TD (23YDT) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Verteilereinspritzpumpe und Abgasturbolader; 90 PS; ohne Kat; von 9/86 bis 8/88
- 2.3 TD (23DTR) 4-Zylinder-OHC-Reihenmotor mit Verteilereinspritzpumpe, Abgasturbolader und Ladeluftkühlung; 100 PS; ohne Kat; ab 8/88
Ausstattungsvarianten:
-LS -GL -GLS -GLT (ab Modelljahr ´93) -CD -3000 (´86-´90) -3000-24V (´90-´92) -24V (Caravan Modelljahr ´91 bis Produktionsende; Limousine nur Modelljahr ´93)
Sondermodelle:
-GL Diamant (?/88 bis 6/92) -GLS Diamant (ab ?/88 bis 9/90) -CD Diamant (?/88 bis ?/93) -Club (nur Caravan) -Travel (nur Caravan) -GL Sportive -CD Sportive
Ein zweites Leben erhielt der Opel Omega in Brasilien. Dort wurde er von 1992 bis 2000 als Chevrolet Omega produziert. Varianten: GL, GLS und CD. Der Caravan hieß dort Suprema. Als Motoren wurden der 2.0i und 3.0i verwendet, später ein veralteter, 4,1 Liter großer 6-Zylinder Reihenmotor. Die zweite Brasilianische Omega Generation wurde ab 2001 von Holden importiert. (Holden Commodore)
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Omega B
1994 erschien das Nachfolgemodell Omega B. Durch die steifere Karosserie konnte nun endlich auch ein Airbag-System im Omega realisiert werden. Auch das Fahrwerk wurde verstärkt. Als Basismotorisierung gab es weiterhin den bisherigen 2,0l-Motor mit 85 kW (115 PS), dazu kam eine 16V-Variante mit 100 kW (136 PS). Die bisherigen Reihensechszylinder-Benzinmotoren wurden durch neu entwickelte V6-Motoren ersetzt. Zunächst gab es den 2,5-Liter mit 170 PS, außerdem den 3,0 Liter mit 211 PS im Spitzenmodell MV6. Als Diesel gab es zunächst den von BMW zugekauften 2,5 l Turbodiesel (Reihensechszylinder), später einen 2,0l-16V Direkteinspritzer-Diesel mit 73 kW (100 PS).Einspritzpumpe und Nockenwelle werden bei diesem Motor durch zwei getrennte von der Einspritzpumpenwelle ausgehende Steuerketten(zur Kurbelwelle Duplex-,zur Nockenwelle Einfachkette) angetrieben.Trotz 16V verfügt er über nur eine Nockenwelle,welche die Ventile über reibungsarme Rollenschlepphebel antreibt. Die neuen V6-Motoren verfügten grundsätzlich über Leichtmetallzylinderköpfe mit vier Ventilen pro Zylinder. Hinzu kam das „Multiram-System“, welches die Länge des Ansaugweges in Abhängigkeit von der Motordrehzahl in mehreren Stufen variieren kann, was besonders im unteren Drehzahlbereich für mehr Drehmoment sorgte. Die kompakte und kurze Bauform der V6-Motoren machte sie auch für den Quer-Einbau in Fahrzeugen mit Frontantrieb tauglich. Entsprechend wurde der 2,5-l-V6 auch im Opel Vectra und Calibra angeboten.
Zum Modelljahr 2000 erhielt der Omega ein größeres Facelift. Sowohl die Front als auch das Heck wurden neu gestaltet, auch der Innenraum wurde weitgehend überarbeitet. Chromleisten entfielen nun zum größten Teil, dafür waren Stoßfänger und Seitenleisten in Wagenfarbe lackiert. Es gab neue Ausstattungslinien, der MV6 entfiel. Die edelste Variante nannte sich nun „Executive“. In ihr war fast alles enthalten, was die Aufpreisliste zu bieten hatte: Lederpolster, elektrisch verstellbare Sitze, Xenon-Licht, Tempomat, Radio mit CD-Wechsler und Telefon. Aufpreispflichtig waren bei dieser Ausstattung fast nur noch das Schiebedach und die Metallic-Lackierung.
2000 sollte wieder ein so genannter „Über-Omega“ mit einem 5,7l-V8 mit 315 PS (Motor von einer Corvette) gebaut werden. Er wurde aber wenige Wochen vor der geplanten Markteinführung zurückgezogen, weil Kühlungsprobleme beim V8-Motor nicht in den Griff zu bekommen waren. Es sollte ein Leichtmetall-V8 (LS1) zum Einsatz kommen, welcher im Gegensatz zu den bei den großen Cadillacs verbauten Northstar-V8-Vierventilern über mehr Hubraum, aber nur über eine zentrale Nockenwelle und zwei Ventile pro Zylinder verfügt. Auf dem amerikanischen Markt wurde der Omega als Cadillac Catera angeboten. Da er ebenfalls in Rüsselsheim gebaut wurde, sollte er vom guten Ruf (des „Made in Germany“) profitieren. Äußerlich unterschied sich der Cadillac vom Opel hauptsächlich durch einen anderen Kühlergrill sowie geänderte Rückleuchten, technisch waren sie praktisch identisch. Beim Catera kam ausschließlich der 3,0 bzw. später der 3,2 Liter V6 zum Einsatz.
Im gleichen Jahr kam ein 2,6l-132kW-Motor (180 PS), welcher den 2,5-l-V6 ersetzte. Ein Jahr später folgte ein 2,2l Diesel mit 88 kW (120 PS). Für alle, die vergebens auf einen stärker motorisierten Omega gewartet hatten, schob Opel 2001 einen 3,2l-160kW (218 PS) nach, der den 3,0-Liter ablöste und nur noch mit Automatik-Getriebe lieferbar war. Der erste Common Rail-Diesel kam 2001 mit einem von BMW zugekauften, durch Einbau einer anderen Nockenwelle leistungsgesenkten Motor als 2,5l-Sechszylinder mit 110 kW (150 PS) statt der 120 kW (163 PS) des BMW 525d.
Der Omega wird seit Mai 2003 nicht mehr gebaut. Damit ging bei Opel eine Ära zu Ende, denn der Omega war der letzte Opel in klassischer Bauweise mit Frontmotor und Heckantrieb. Seine Position wurde jedoch nicht wie geplant durch den Opel Signum eingenommen. Die Modellstudie Insignia zeigt eine mögliche Lösung zur Nachfolge des Omegas. Wenn eines Tages ein Omega-Nachfolger gebaut werden sollte, wird es nach Presseberichten keine Stufenhecklimousine mehr sein. Weiterhin ist nicht davon auszugehen, dass dieser Nachfolger in Deutschland gebaut wird. Ein Import aus Australien scheint nicht ausgeschlossen.
In England wurde das Auto als Vauxhall Omega verkauft. Auch die Vauxhalls rollten in Rüsselsheim vom Band.
In Australien (unter dem Markennamen Holden) wird der Omega in deutlich veränderter Form auch heute noch mit V6- und V8-Motoren gebaut. Dort heißt er allerdings nicht Omega, sondern je nach Ausstattung Commodore, Berlina oder Calais. Neben Limousine und Kombi werden auch noch weitere Karosserie-Varianten angeboten: Als Limousine mit verlängertem Radstand (Statesman/Caprice), als Allrad-Gelände-Kombi (Adventra), als zwei- und viertüriger Pickup (Ute/Crewman) und als zweitüriges Coupé Monaro. Der Monaro wird in leicht abgewandelter Form in Amerika als Pontiac GTO und in England unter dem Namen Vauxhall Monaro vertrieben. Das Coupé ist ausschließlich mit V8-Motor erhältlich.
Mögliche Nachfolge
Im Sommer 2006 wurde in Melbourne der Holden Commodore VE vorgestellt, der erstmals nicht auf einer Opel Plattform basiert. Damit wurden Spekulationen ausgelöst, dass dieser der Nachfolger des Omega sein könnte. Ein Import wird nicht ausgeschlossen, da sich Opel angeblich für den Commodore interessiert. Offiziell wurde noch nichts genaueres bekannt gegeben.
Weblinks
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<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Opel Omega – Bilder, Videos und/oder Audiodateien - http://www.senator-b.net/ - Senator-b.net
- http://www.senatorman.de/ - Mehr zum Omega und den anderen großen Baureihen Opels mit vielen Bildern
- http://www.evo500.net/ - Opel Omega Evo 500 und Lotus Omega Homepage (viele Bilder)
- Autobild Gebrauchtwagentest zum Opel Omega B (1994-2003)
Aktuelle Opel-ModelleCorsa | Tigra TwinTop | Astra | Vectra | Signum | GT | Zafira | Agila | Meriva | Antara | Movano | Vivaro | Combo
Nicht mehr produzierte Opel-ModelleKompaktklasse: Olympia A | Kadett (Modelle: A B C D E) | Astra (F G )
Mittelklasse: Olympia | Ascona | Manta | Calibra
Obere Mittelklasse: Olympia Rekord | Rekord (P1 P2 A B C D E) | Commodore | Senator | Opel Monza | Omega
Oberklasse: Kapitän | Kapitän P1 | Kapitän P-LV | Kapitän/Admiral/Diplomat (Serie A Serie B)
Sportwagen/Roadster: GT | Speedster
Vans: Sintra
Geländewagen/SUV: Monterey | Frontera
Historische Modelle: 5/12 "Doktorwagen" | 4/12 "Laubfrosch" | RAK2 | P4 | Kadett I/II | Super 6 | GT2
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