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Olomouc

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Olomouc
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|155px|Olomouc auf der Karte von Tschechien
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px|Olomouc]]
Olomouc
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Olomoucký kraj
Bezirk: Olomouc
Fläche: 10336 ha
Geographische Lage: Koordinaten: 49° 35' N, 17° 15' O49° 35' N, 17° 15' O
Höhe: 219 m n.m.
Einwohner: 100.752 (2005)
Postleitzahl: 771 00 - 779 00
Kfz-Kennzeichen: M
Struktur
Gemeindeart: Statutarstadt
Ortsteile: 26
Verwaltung (Stand: 2007)
Oberbürgermeister: Martin Novotný
Adresse: Horní náměstí 1
771 27 Olomouc
Website: www.olomoucko.cz
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Olomouc [ˈɔlɔmouts] (deutsch Olmütz, neulateinisch Iuliomontium, hanakisch Olomóc oder Holomóc; ungarisch Alamóc; slowakisch Olomúc) ist eine Universitätsstadt in Mähren, Tschechien und Hauptstadt der Region Olomouc. Sie liegt an der Einmündung der Feistritz in die March.


Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft und Infrastruktur

Olmütz ist gleichzeitig neben Ostrava das wichtigste Wirtschafts- und Verkehrszentrum in Nordmähren. Olmütz war lange Zeit Hauptstadt von Mähren, bis diese Position von Brno übernommen wurde.

Verkehr

Die Stadt besitzt einen Flugplatz (Olomouc-Neředín, IATA-Code OLO, ICAO-Code LKOL)

Eisenbahn

Der Olomoucer Hauptbahnhof (hlavní nádraží, hl. n.) liegt auf einer Hauptlinie von České dráhy, der Strecke Prag-Ostrava. Weitere Linien führen nach in nördlicher Richtung nach Šumperk und Krnov und westlich nach Senice na Hané.

In Richtung Süden führten Hauptlinien in Richtung Brünn, Otrokovice/Zlín und Břeclav.

Weitere innerstädtische Bahnhöfe sind Olomouc město, Olomouc Nová Ulice, Olomouc-Smetan.sady., Olomouc Hejčín und Olomouc Řepčín, die alle an der Strecke in Richtung Prostějov liegen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Der innenstädtische Verkehr wird von sieben Straßenbahnlinien und zahlreichen Buslinien bewältigt, für die ein gemeinsamer Tarif gilt.

Ortsansässige Unternehmen

Olmütz beherbergt Fabriken, die u. a. Eisenbahnwaggons, Medikamente und Baumaterialien erzeugen.

Universität

In Olmütz befindet sich die 1573 gegründete Palacky-Universität.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Der ehemalige Palast des Erzbischofs (1664-1674 erbaut) beherbergt ein Museum mit einer Sammlung alter europäischer Kunst.

Gebäude

Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist der Wenzelsdom; er enthält den Sarg von König Wenzel III., der hier 1306 ermordet wurde, was das Ende der Přemysliden-Dynastie bedeutete. Die Kirche wurde 1107 bis 1131 in romanischem Stil erbaut. Im 14. Jahrhundert wurde sie im Stil der Gotik renoviert; im 19. Jahrhundert im Stil der Neugotik abermals. Auch das Rathaus, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und einen 78 m hohen Turm und eine astronomische Uhr beherbergt, ist eine Besichtigung wert. Am unteren Platz kann man das Haus besichtigen, in dem W. A. Mozart im Alter von 11½ Jahren (1767) seine 6. Sinfonie komponierte. Ebenfalls sehenswert ist die barocke Pestsäule der heiligen Dreifaltigkeit, mit 35 m[1] eine der bedeutendsten in der Tschechischen Republik.

Sonstiges

In Olmütz gab es auch eine Synagoge. Bevor diese 1938 zerstört wurde, hatten einige Gemeindemitglieder Teile der Inneneinrichtung ausgebaut und verkauft, um zu Geld für eine bevorstehende Flucht zu bekommen. 70 Sitzplätze davon befinden sich seit 2004 in der renovierten Synagoge in Krnov. Sie sollen an die nachweislich in den Konzentrationslagern umgekommenen jüdischen Bürger von Jägerndorf erinnern.

Kulinarische Spezialitäten

Von hier stammt der berühmte Olmützer Quargel, ein beliebter Käse mit strengem Geruch.

Bürgermeister

  • 1851-1865 Franz Kreilm
  • 1865-1866 Franz Hein
  • 1866-1872 Karl Boromäus Johann Nepomuk Alois Schrötter
  • 1872-1896 Josef von Engel
  • 1896-1918 Karl Brandhuber
  • 1918-1919 vakant
  • 1919-1923 Karel Mareš
  • 1923-1939 Richard Fischer
  • 1939-1941 Fritz Czermak
  • 1942-1945 Julius Schreitter
  • 1945-1947 Václav Stibor-Kladenský
  • 1947-1949 Jan Kučera
  • 1949-1950 Ladislav Bernatský
  • 1950-1956 Antonín Eliáš
  • 1957-1960 Josef Drmola
  • 1960-1970 František Řeháček
  • 1970-1986 Jan Tencian
  • 1986-1989 Josef Votoček
  • 1989-1990 Břetislav Baran
  • 1990-1994 Milan Hořínek
  • 1994-1998 Ivan Kosatík
  • 1998-2006 Martin Tesařík
  • 2006- Martin Novotný

Persönlichkeiten

Bekannte Söhne und Töchter

(Folgende Persönlichkeiten sind in Olomouc geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Olomouc hatten oder nicht ist dabei unerheblich)

In Olomouc lebten und wirkten

  • Antonín Boll, tschechischer Philosoph und Jesuit
  • Břetislav I. und Judith von Schweinfurt, heirateten und lebten hier seit 1029
  • Bruno von Schaumburg (Schauenburg) und Holstein, Erzbischof von Olmütz 1245 - 1281, Gründer von nahezu 200 Dörfern und Städten in Mähren mit deutschen Siedlern, Berater und Kanzler von König Přemysl Ottokar II. Geboren 1205 in Schaumburg bei Stadthagen (heute Niedersachsen), gestorben 1281 in Mähren
  • Ivan Blecha, leitet das Instituts für Philosophie an der hiesigen Universität
  • Josef Ignác Buček, tschechischer Universitätsprofessor sowie Autor volkswirtschaftlicher Werke, besuchte das hiesige Gymnasium
  • Ignác Cornova, italienischer Priester, Historiker, Pädagoge und Dichter
  • Gregor Mendel, altöstereichischer Mönch und Naturforscher
  • Karel Sabina, tschechischer radikaler Demokrat, Publizist, Schriftsteller und Literaturkritiker, war in Olmütz inhaftiert
  • Anton Cyril Stojan, Erzbischof von Olmütz
  • Bedřich Václavek, tschechischer Literaturkritiker und Theoretiker, arbeitete seit 1933 an der Universitätsbibliothek
  • August Olomoucký, böhmischer Humanist, Schriftsteller und Kunstsammler

Partnerstädte

Siehe auch

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Olomouc – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Weblinks

Quellen


hsb:Olomoucpms:Olomouc
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