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Olga Nikolajewna Romanowa

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die württembergische Königin. Für die gleichnamige Tochter Nikolaus II. von Russland siehe Olga Nikolajewna Romanowa (1895–1918).

Olga Nikolajewna Romanowa (* 11. September 1822 in Sankt Petersburg, Russland; † 30. Oktober 1892 in Friedrichshafen) war eine russische Großfürstin und als Ehefrau Karls I. Königin von Württemberg. Sie ging als Olga Königin von Württemberg in die württembergische Landesgeschichte ein. Heute steht ihr Name für zahlreiche Institutionen in Stuttgart und Umgebung.

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Olga Nikolajewna Romanowa

Leben

Olga war das dritte von sieben Kindern des russischen Zaren Nikolaus I. und seiner Ehefrau Charlotte von Preußen, die als Zarin den Namen Alexandra Zarin von Russland führte. Am 13. Juli 1846 heiratete sie in Sankt Petersburg den Thronfolger und späteren König Karl von Württemberg. Ihre Ehe blieb kinderlos. 1870 adoptierten Karl und Olga Wera Konstantinowna, die Tochter ihres Bruders Konstantin. Sie bewohnte unter anderem die Villa Berg und das Schloss Friedrichshafen.

Olgas Schwiegervater König Wilhelm I. erhoffte sich durch die Ehe seines Sohnes Karl mit Olga eine Erneuerung der dynastischen und politischen Verbindung zwischen Württemberg und Russland, die bereits durch die Ehe seiner Tante Zarin Maria Fjodorowna begonnen und durch seine eigene Ehe mit Katharina Pawlowna fortgeführt wurde. Die württembergisch-russische Verbindung hatte allerdings keinen Einfluss auf die europäische Politik des 19. Jahrhunderts. Olga widmete sich vor allem sozialen Aufgaben. Sie bestätigte bestehende und gründete neue soziale Einrichtungen, kümmerte sich um die Versorgung Behinderter und Kriegsverwundeter sowie um die Bildung und Erziehung von Mädchen. 1847 übernahm sie die Schirmherrschaft über die Stuttgarter Heilanstalt für Kinder. Die Anstalt wurde nach ihr Olgahospital („Olgäle“) genannt. 1872 richtete die Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins in Württemberg zusammen mit dem Württembergischen Sanitätsverein am Städtischen Krankenhaus Heilbronn eine Krankenpflegeschule ein, aus der die nach ihr benannte evangelische Olgaschwesternschaft hervorging. Die Olgaschwestern, deren Schirmherrin Königin Olga war, übernahmen die Pflege in Krankenhäusern und Gemeinden und verpflichteten sich, auch im Krieg pflegerischen Dienst zu leisten. Durch ihr soziales Engagement wurde Königin Olga sehr beliebt bei der Bevölkerung. In Stuttgart sind zahlreiche Einrichtungen auch heute noch nach Königin Olga benannt (zum Beispiel das Olgahospital, das Karl-Olga-Krankenhaus und das Gymnasium Königin-Olga-Stift); in vielen württembergischen Orten tragen Straßen ihren Namen.

Literatur

  • Sophie Dorothea Gräfin Podewils (Hrsg.): Traum der Jugend goldner Stern. Aus den Aufzeichnungen der Königin Olga von Württemberg, Pfullingen 1955
  • Friedrich Freiherr Hiller von Gärtringen: Olga Nikolajewna. in: Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 323-325
  • Sabine Thomsen: Die württembergischen Königinnen. Charlotte, Mathilde, Katharina, Pauline, Olga, Charlotte - ihr Leben und Wirken. Tübingen 2007, S. 176-237
  • Jetta Sachs-Collignon: Königin Olga von Württemberg Historischer Roman, Stuttgart 1991, Stieglitz-Verlag Mühlacker

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