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Okklusion (Meteorologie)
Aus Kefk.
Als Okklusion bezeichnet man einen Vorgang in einem dynamischen Tiefdruckgebiet, bei dem dessen Warmsektor vom Boden gehoben wird. Bei dynamischen Tiefdruckgebieten in mittleren Breitengraden, der so genannten Ferrel-Zelle oder Westwindzone, kommt es im Zuge der Zyklogenese zur Ausbildung zweier Fronten, der Warmfront und Kaltfront. Hierbei drehen sich beide Fronten mit dem Tiefdruckgebiet mit, also gegen den Uhrzeigersinn auf der Nordhalbkugel bzw. im Uhrzeigersinn auf der Südhalbkugel. Die Warmfront, die in den Abbildungen dargestellte Grenze zwischen dem als rot gekennzeichneten Warmsektor und den rechts unten befindlichen Luftmassen, bewegt sich jedoch langsamer als die Kaltfront, die Grenze zwischen Warmsektor und den Luftmassen links unten. Schließlich wird die Warmfront von der nacheilenden Kaltfront eingeholt und beide vereinigen sich zur Okklusionsfront. Der Warmsektor wird hierbei aufgrund der geringeren Dichte wärmerer Luft über die Kaltluft gehoben. Nahe dem Okklusionkern herrschen schwach umlaufende Winde. Im Randbereich des Kernes kann der Wind Sturmstärke annehmen. Erst in größerem Abstand fällt die Windgeschwindigkeit wieder ab.
Okklusionstypen
Es können zwei grundlegende Arten von Okklusion unterschieden werden. Kollidiert am Boden kalte Luft aus der Luftmasse vor bzw. links der ehemaligen Kaltfront mit etwas wärmerer Luft aus der Luftmasse hinter bzw. rechts der ehemaligen Warmfront, so spricht man von einer Kaltfrontokklusion (erste Abbildung). Im entgegengesetzten Fall handelt es sich um eine Warmfrontokklusion (zweite Abbildung).
Da es sich bei dieser Unterscheidung lediglich um relative Temperaturunterschiede handelt, spielen deren Absolutwerte keine Rolle, wobei beide Temperaturen vergleichsweise zum Warmsektor kälter sind und sich untereinander nur geringfügig unterscheiden. Trotzdem reichen die Dichteunterschiede auch bei kleinen Temperaturunterschieden meist aus, um die Okklusion von einer der Fronten dominieren zu lassen. Ist dieser Temperaturunterschied jedoch zu klein bzw. nicht vorhanden, so kann es dazu kommen, das eine solche Dominanz nicht mehr festgestellt werden kann und man auch in der Folge keine begriffliche Unterscheidung mehr vornimmt. Dies kann man auch als dritten Okklusionstyp betrachten. In mittleren Breitengraden treten Kaltfrontokklusionen bevorzugt in den Sommermonaten und Warmfrontokklusionen dementsprechend bevorzugt in den Wintermonaten auf.
Bildbeschreibung
In der rechten Grafik sind die bisher erwähnten Begriffe, zusammen mit typischen Wolkentypen und Niederschlagsereignissen, zeichnerisch dargestellt. Eine Darstellung der Fronten vor der eigentlichen Okklusion befindet sich in der jeweils untersten Teilbereichen der Abbildungen bzw. in deren Artikeln. Eine Warmfront wird auf der Bodenwetterkarte (jeweils oberster Abbildungsabschnitt) durch Halbkreise an der Frontlinie dargestellt, eine Kaltfront durch Dreiecke und eine Okklusion durch Dreiecke und Halbkreise nebeneinander. In diesen Wetterkarten, die hier jeweils ein gesamtes Tiefdruckgebiet veranschaulichen, markieren die orangen, horizontalen Trennstriche bestimmte Bereiche des Tiefdruckgebiets, die in den darunter befindlichen Abbildungsabschnitten detaillierter dargestellt sind. Zu beachten ist hierbei, dass ein Tiefdruckgebiet nur in den mittleren Breitengraden und auch nur auf der Nordhalbkugel die dargestellte Form besitzt. Die jeweils zweite Abbildungen (a) stellt die Okklusion dar und die jeweils dritte Abbildung (b) zeigt einen Abschnitt vor der Okklusion, wobei das zugehörige Temperaturprofil am unteren Rand auf den jeweils zukünftigen Typ der Okklusion hinweist.
