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Ohre

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem deutschen Fluss Ohre. Es gibt auch einen Fluss mit dem Namen Ohře in Tschechien, siehe Eger.
Ohre
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Die Ohre bei Calvörde

Daten
Lage Niedersachsen, Sachsen-Anhalt
Länge 103 km
Quelle bei Ohrdorf
Mündung bei Rogätz in die Elbe
Mündungshöhe 40 m ü. NN
Kleinstädte Haldensleben, Wolmirstedt
Gemeinden Brome, Calvörde
Das Deutsche Eck mit der Ohre

Die Ohre ist ein etwa 103 km langer, linker Nebenfluss der Elbe.

Flusslauf

Sie entspringt im niedersächsischen Landkreis Gifhorn (unweit der Grenze zu Sachsen-Anhalt) in der Altmark rund 6 km südöstlich von Wittingen. Ihre Quelle befindet sich in der kleinen Ortschaft Ohrdorf, auf dem Gehöft von Otto-Dietrich Beyer. Von dort aus fließt die Ohre in südöstlicher Richtung als natürliche Grenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durch das niedersächsische Brome. Danach erreicht ihr Wasser endgültig Sachsen-Anhalt und dort zuerst den Naturpark Drömling. Dort fließt sie weiter in östlicher Richtung und tangiert den Nordrand der Magdeburger Börde. Die Ohre fließt durch den Ohrekreis über Haldensleben nach Wolmirstedt und mündet bei Rogätz in die Elbe.

Von Oebisfelde-Buchhorst bis Glindenberg nutzt der Mittellandkanal das Tal der Ohre und verläuft parallel zu ihr.

Bis zum 13. Jh. mündete sie bei Wolmirstedt in den damaligen Elbarm.


Landschaftsbild

Die Ohre bildete zusammen mit der Aller nach der letzten Eiszeit im Bereich des heutigen Drömling große Feuchtgebiete und Moore. Dieses nahezu abflusslose ca. 300 km² große Gebiet wurde unter preußischer Herrschaft gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch den Bau zahlreicher Entwässerungsgräben urbar gemacht. Um den Erhalt der Landschaft zu sichern, schuf die Landesregierung von Sachsen-Anhalt im Jahre 1990 den Naturpark Drömling.

Interessantes

Die Ohre benutzt ab dem Drömling bis zur Einmündung in das Elbtal das Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal. Allerdings fließt sie entgegen der ursprünglichen Fließrichtung des Urstromtales (Ost nach West) von Westen nach Osten. Sie hat sich daher, von ihrer Mündung beginnend, rückschreitend in den alten Talboden eingeschnitten.

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