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Official Development Assistance
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Official Development Assistance (ODA) umfasst die Bereitstellung finanzieller (FZ), der technischer (TZ) und der personeller Leistungen (PZ) im Rahmen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit.
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Definition
Das Development Assistance Committee (OECD) definiert Official Development Assistance wie folgt: Zuwendungen in Form von Zuschüssen und Darlehen an die in Teil I der sog. DAC-Liste der Empfänger aufgeführten Entwicklungsländer, die:
- vom öffentlichen Sektor vergeben werden;
- in erster Linie der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Verbesserung der Lebensbedingungen dienen; und
- mit vergünstigten Konditionen ausgestattet sind, was im Falle von Darlehen bedeutet, dass diese Mittel ein Zuschusselement von mindestens 25% (lieferungebundene Finanzierungen) aufweisen müssen.
Diese Definition wurde 1972 vom Development Assistance Committee entwickelt und ist bis heute größtenteils unverändert. Allerdings wurden in den folgenden Jahren weitere Kosten als Official Development Assistance anerkannt. So seit 1979 Verwaltungskosten des Geberlandes, ab 1984 Kosten für Studienplätze von Studenten des Empfängerlandes im Geberland und ab den 1980er Jahren Kosten für Flüchtlinge im ersten Jahr ihres Aufenthaltes. Letztere Möglichkeit wurde erst seit 1991 in größerem Umfang genutzt. Auch der Erlass von Schulden kann als Official Development Assistance anerkannt werden. Der Erlass von Darlehen für militärische Zwecke wurde auf Initiative der USA von 1990-1992 anerkannt, danach aber zu den sonstigen öffentlichen Leistungen gezählt.[1]
Statistik
Die OECD veröffentlicht jährlich Statistiken, in denen das Finanzvolumen der Offical Development Assistance eines Landes in Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) ausgewiesen wird. Seit 2003 umfassen die ODA auch neue Aktivitäten der Friedenssicherung und Sicherheit sowie gewisse Schuldenstreichungen für Entwicklungsländer.
Für das Jahr 2004 hat die OECD die folgenden Zahlen veröffentlicht:
| Land | Betrag (in Mio USD) | jährliche Veränderung in % | Anteil am BNE in % | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | USA | 19000 | 16,4 | 0,16 |
| 2 | Japan | 8900 | -0,2 | 0,19 |
| 3 | Frankreich | 8500 | 16,8 | 0,42 |
| 4 | UK | 7800 | 24,7 | 0,36 |
| 5 | Deutschland | 7500 | 10,5 | 0,28 |
| 5 | Niederlande | 4200 | 6,4 | 0,74 |
| 5 | Schweden | 2700 | 12,7 | 0,77 |
Zusammen ergab sich eine Summe von USD 78,6 Milliarden, die sich wie folgt einteilen lassen:
- Die G7-Länder vergaben USD 56,7 Milliarden
- Die Länder der Europäische Union vergaben zusammen USD 42,9 Milliarden
- Die USA vergaben USD fast 19 Milliarden, was allerdings gemessen am BNE der kleinste Anteil mit nur 0,16% war
- Norwegen vergab zwar nur USD 2,2 Milliarden, war damit aber gemessen am BNE der relativ größte Geber (0,87%).
Siehe auch
Literatur
- Hans-Rimbert Hemmer, Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer, 2002, S. 934 ff, ISBN 3-8006-2836-8
Weblinks
Fußnoten
- ↑ Hans-Rimbert Hemmer, Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer, 2002, S. 934-935
