Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Offensive gegen die Pelzindustrie
Aus Kefk.
Die Offensive gegen die Pelzindustrie (im Folgenden kurz: Offensive) ist eine seit dem Jahr 2000 laufende, länderübergreifende Kampagnengruppe mit dem Ziel, den Pelzhandel abzuschaffen. Die Offensive ist selbst keine Organisation, sondern ein strategischer Zusammenschluss von verschiedenen Vereinen und Gruppierungen aus dem Tierrechtsspektrum.
Die Offensive zielt außer gegen sogenannte Pelzfarmen hauptsächlich gegen Kaufhauskonzerne und Textilproduzenten, die Pelze oder Pelzapplikationen verkaufen. Mehrere dieser Konzerne sind aus dem Pelzhandel ausgestiegen, nachdem sie Ziel des Kampagnennetzwerks wurden. So erklärten z. B. die KarstadtQuelle AG, C&A, Zara in verschiedenen Kampagnenjahren den Verzicht auf Pelzprodukte. Der Otto-Versand verzichtete bereits im Vorfeld einer möglichen Kampagne auf Pelzverkauf. Nachdem sich die Kampagne gegen Peek&Cloppenburg (Nord bzw. West) gerichtet hat, verzichten sie nun im Geschäftsjahr 2007 auf Pelzwaren - nach Verhandlungen zogen bald darauf auch Appelrath-Cüpper und Pohland nach. Kurz nach der Bekanntgabe von Galeria Kaufhof als nächstem Ziel der Kampagne zog sich auch dieses Unternehmen aus dem Pelzhandel zurück. Am 11. Januar 2007 wurde von der Offensive bekannt gegeben, dass das neue Kampagnenziel in Deutschland und weiteren Ländern die Adler Modemärkte GmbH ist und dass die Kampagne am 27. Januar 2007 mit einem Aktionstag beginnen wird.
Ähnlich erfolgreich war die Offensive gegen die Pelzindustrie in Österreich. Nach dem Erfolg der Kampagne gegen Peek&Cloppenburg kündigten auch Schöps und die beiden Wiener Unternehmen Turek und Fürnkranz an, aus dem Handel mit Pelzen auszusteigen. Am 25. Oktober 2006 gab die Offensive gegen die Pelzindustrie bekannt, dass in Österreich das Unternehmen Kleider Bauer Ziel einer Anti-Pelz-Kampagne sein wird.
Der Schwerpunkt der Kampagne auf großen Kaufhausketten liegt darin begründet, dass diese im Vergleich zum Fachgeschäft, das bewusst aufgesucht werden muss, eine niedrigere Einstiegshürde beim Pelzkauf darstellen und so als Motor der zeitweilig wiedererstarkten Pelzindustrie dienten.
Bedingt durch den Zusammenschluss von verschiedenartigen Gruppen, ist die Art der Protestformen sehr vielfältig. Aktivisten der Offensive gegen die Pelzindustrie beteiligen sich ausschließlich an legalen Protesten, wie Demonstrationen, Infotischen, Flugblattaktionen und auch zivilem Ungehorsam. An den Kampagnen haben sich aber in der Vergangenheit auch immer wieder Zellen der weltweit im Untergrund agierenden Animal Liberation Front beteiligt und haben durch ihre Aktionen zum Teil beträchtlichen Sachschaden bei pelzverkaufenden Unternehmen verursacht.
Kritisiert wird von der Offensive gegen die Pelzindustrie, dass die Haltung von Pelztieren grundsätzlich nicht artgerecht durchgeführt werden könne. Zur Zeit werden z. B. Nerze, einzelgängerische Wasserbewohner mit einem natürlichen Revier von mehreren Quadratkilometern, in Reihen enger Drahtgitterkäfige ohne Zugang zum Wasser und über ihrem eigenen Kot gehalten. Darüber hinaus behaupten Sprecher der Offensive, dass die deutschen Pelzfarmen die Richtlinien der Veterinärämter oft nicht einhalten und nur durch Nächlässigkeit der zuständigen Gemeinden ihre Lizenz behalten können. Kritisiert wird auch der Fallenfang, da die herkömmlichen Fallen gefangene Tiere oft nicht sofort töten, sondern ihren Verletzungen und dem Verhungern preisgeben. Im Allgemeinen lehnt die Offensive, bedingt durch den Tierrechtsgedanken, aber die Tötung von Tieren in allen Lebensbereichen grundsätzlich ab.
Siehe auch
Weblinks
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Offensive_gegen_die_Pelzindustrie, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
