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Objektpermanenz

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Objektpermanenz ist ein von dem Schweizer Entwicklungspsychologen und Epistemologen Jean Piaget (* 9. August 1896 in Neuchâtel; † 16. September 1980 in Genf) entwickeltes Konzept. Es bezeichnet die kognitive Leistung zu begreifen, dass ein Gegenstand weiter existiert, auch wenn man ihn nicht (mehr) sieht. Piaget nahm an, dass für Säuglinge Gegenstände im „Nichts“ verschwinden, wenn sie sie nicht mehr sehen.


Entgegen unserem alltäglichen Verständnis sind Objekte, Piaget zur Folge, nicht von Geburt an gegeben, sondern müssen im Laufe der kognitiven Entwicklung des heranwachsenden Kindes konstruiert werden. Ein Objekt, das in den frühen Stadien der Entwicklung durch einen Sichtschutz vor den Augen des Kindes (!) verdeckt wird, scheint für das Kind förmlich zu verschwinden. Piaget erklärt dieses nahezu unglaubliche Phänomen mit unvollständiger Integration der unterschiedlichen kognitiven Schemata, die das Kind durch die Konfrontation mit der Welt ausbildet (Saug-, Greif-, Seh- und Tastschemata).

siehe auch: Kognitive Funktionen im Artikel Jean Piaget.

Objektpermanenz ist nach Piaget erst im Alter von 8 Monaten gegeben.

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