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Objektorientierte Analyse

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Objektorientierte Analyse (OOA) bezeichnet die erste Phase der objektorientierten Erstellung eines Softwaresystems. Sie ist ein Teil der objektorientierten Modellierung, welche sich in den Teil der Domänenmodellierung (Analyse) und den Teil des Systementwurfs (Design) aufgliedert.

In der Analyse geht es darum, die Anforderungen zu erfassen und zu beschreiben, die das zu entwickelnde Softwaresystem erfüllen soll. Stark vereinfacht ausgedrückt sucht und sammelt man in dieser Phase alle Fakten, stellt diese dar und überprüft sie. Dies geschieht oft in Form eines textuellen Pflichtenheftes oder der Software Requirements Specification. Das darauf aufbauende Objektorientierte Analysemodell (OOA-Modell) ist eine fachliche Beschreibung mit objektorientierten Konzepten, oft mit Elementen der Unified Modeling Language (UML) notiert. Es hebt das Wesentliche hervor und lässt Unwichtiges weg. Ein Bezug zur Informationstechnik ist in dieser Phase ausdrücklich unerwünscht. Das OOA-Modell kann ein statisches und/oder ein dynamisches Teilmodell enthalten. Es kann auch einen Prototypen der Benutzerschnittstelle enthalten.

Inhaltsverzeichnis

Vorgehensmodelle

Hauptartikel: Vorgehensmodell (Software)

Mehrere Autoren und Hersteller kommerzieller Werkzeuge haben versucht, den Entwicklern durch die Beschreibung von Vorgehensmodellen eine Sammlung von Werkzeugen an die Hand zu geben, die dazu dienen soll, die Zusammenarbeit der an der Entwicklung Beteiligten zu verbessern, die Kommunikation mit dem Kunden zu verbessern, das Verständnis für den eigenen Entwurf zu vertiefen und die Dokumentation zu standardisieren.

UML

Der Erfolg stellte sich ein, als in der Firma Rational Software Corporation die drei dominanten Autoren James Rumbaugh, Grady Booch und Ivar Jacobson zusammen eine erste Version der vereinigten Modellierungssprache Unified Modeling Language (UML) erarbeiteten. Sie haben sich auf eine gemeinsame Notation zur Darstellung von Modellierungsergebnissen geeinigt. UML ist mittlerweile durch die Object Management Group (OMG) standardisiert und hat sich in der Praxis bewährt und durchgesetzt. Allerdings ist auch UML eher ein Werkzeugkasten als ein klares Vorgehensmodell.

Kritik

Zu Beginn der Verbreitung von Hochsprachen, die in besonderer Weise Objektorientierung unterstützen, gab es den beliebten Witz "Meine Katze ist auch objektorientiert", der sich darauf bezieht, dass es keine Sprache gibt, die nicht zur objektorientierten Programmierung geeignet ist. Allerdings zeichnen sich einige moderne Hochsprachen dadurch aus, dass sie dem Entwickler konsequent objektorientierte Entwicklung besonders einfach machen.

Literatur

  • Peter Coad, Edward Yourdon: Objektorientierte Analyse, München 1994 (Prentice Hall Verlag), ISBN 3-930436-07-8

Weblinks

Wikipedia
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