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Oberstleutnant

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Oberstleutnant des Heeres (Fernmelder)
Oberstleutnant des Heeres (Fernmelder)

Oberstleutnant ist ein militärischer Dienstgrad. In der NATO hat der Oberstleutnant den Rangcode OF-4. Die englische Bezeichnung lautet Lieutenant Colonel.

Inhaltsverzeichnis

Historisches

Der Name leitet sich ab von Oberst, einem sehr alten Dienstgrad und dem französischen "lieutenant" (Stellvertreter), ein Oberstleutnant war also ursprünglich Vertreter des Regimentskommandeurs im Rang eines Obersten.

Deutschland

Dienstgrad, Dienstgradgruppe und Laufbahngruppe nebst Besoldung in der Bundeswehr

Der Oberstleutnant (Oberstlt, OTL) ist der sechsthöchste Offizierdienstgrad in der Bundeswehr. Er ist ein Soldat beim Heer und Luftwaffe. Bei der Deutschen Marine heißt der äquivalente Dienstgrad Fregattenkapitän. Im Sanitätsdienst der Bundeswehr sind der Oberfeldarzt/Flottillenarzt, Oberfeldapotheker/Flottillenapotheker, Oberfeldveterinär ranggleich.

Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee, Unteroffizieren mit Portepee, Leutnanten und Hauptleuten Befehle erteilen.

Der Oberstleutnant gehört der Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere an, deren zweithöchster Dienstgrad er ist. Er wird nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A14 bzw. A15 besoldet. Oberstleutnant A14 ist das zurzeit von der Personalführung der Bundeswehr zugesicherte Laufbahnziel der Berufsoffiziere. Über 50 % aller Soldaten im Dienstgrad Oberstleutnant werden nach A15 besoldet. Von diesen Soldaten können ca. 25 % den Enddienstgrad Oberst (Besoldung A16) und ca. 5 % die Besoldungsstufe B3 erreichen, ohne den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr besucht zu haben.

Der Oberstleutnant trägt silbernes Eichenlaub mit zwei silbernen Sternen (auch Pickel genannt).

Besonderheiten des Dienstgrades

Der Oberstleutnant wird zumeist als Bataillons- oder Regimentskommandeur bis hin zu den verschiedensten Stabsoffizierverwendungen auf allen Führungsebenen (Brigade, Division, Korps, Amt, Ministerium oder in internationalen Stäben und Hauptquartien) eingesetzt. Außerdem wird er als Hörsaalleiter oder Inspektionschef an Schulen der Bundeswehr oder als S3/stellv. Bataillonskommandeur (Ausbildung, Planung und Operationen) eingesetzt.

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Oberstleutnant, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Nationale Volksarmee

Oberstleutnant der NVA
Oberstleutnant der NVA

Analog zur Bundeswehr bezeichnete der Dienstgrad des Oberstleutnants (hier OSL) in der NVA der DDR den mittleren Dienstgrad in der Gruppe der Stabsoffiziere. Den Dienstgrad konnte man in der Regel nur als Berufsoffizier erreichen. Die Verwendungen entsprachen in etwa denen der Bundeswehr.

Schweiz

In der Schweizer Armee steht der Oberstleutnant zwischen Major und Oberst und ist (in Friedenszeiten) der fünfthöchste Offiziersdienstgrad.

In Auslandeinsätzen wird er als Lieutenant Colonel bezeichnet (LTC/Lt Col). NATO-Code: OF-4.

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Andere Länder

Im österreichischen Bundesheer und im italienischen Heer ist der zwischen Major und Oberst stehende Oberstleutnant ebenfalls der sechsthöchste Offiziersdienstgrad.

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