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Nutscheid

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Hohes Wäldchen
Höhe 378 m
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Besonderheiten höchste Erhebung des Nutscheid
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Nutscheid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Der Nutscheid ist ein Höhenzug zwischen den Flüssen Sieg und Bröl. Mit 1500 Hektar Fläche ist es eines der größten Forstgebiete im Bergischen Land. Bereits zur Zeiten der Römer im Rheinland führte ein Handelsweg von Köln, über Siegburg, durch den Nutscheid weiter ins Siegerland. Neben der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes wurde auch seit dem Mittelalter Erze abgebaut und an den Bächen des Nutscheids, unter Verwendung von in den Wäldern gewonnener Holzkohle, verhüttet.

Als Windecker Hochgericht wurde der Galgenplatz „Drei Eichen“ im Nutscheid bis ins 19. Jahrhundert genutzt. Durch seine Platzierung direkt an einer damals viel befahrenen Überlandstraße sollte fremdes und zwielichtiges Volk abgeschreckt werden. Die Galgenbäume sind heute noch ein Ausflugsziel für Wanderungen und geschichtlich Interessierte.

Während des zweiten Weltkriegs befanden sich Abschussrampen für V1-Raketen im Nutscheid. Ihre Standorte waren Hatterscheid, Kuchem, Wingenbach (alle Ruppichteroth) und Eitorf-Rankenhohn. Von dort wurde vom 11. oder 12. Februar bis zum 18. März 1945 Antwerpen beschossen.[1] Nach Kriegsende wurden die Anlagen von britischen Truppen zerstört. 2006 wurden die Reste (Bodenplatten und Wasserbecken) unter Denkmalschutz gestellt.[2]

Während des kalten Krieges wurden Patriot-Raketen im Nutscheid stationiert, die jedoch nach der Auflösung des Konfliktes wieder abgezogen wurden. Die ehemals amerikanische Militärbasis im Wald mit hohem Observationsturm ist jedoch heute noch vorhanden. Die Stadt Waldbröl, zu deren Gemeindegebiet das Gelände gehört, berät im Jahr 2006 über die zukünftige Nutzung.

Die höchste Erhebung des Nutscheids ist das Hohe Wäldchen mit einer Höhe von 378 m.

Anmerkungen

  1. Gückelhorn, Wolfgang und Paul, Detlev: V1 - „Eifelschreck“. Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft, Aachen 2004, ISBN 3-933608-94-S.
  2. nach rundschau-online der Kölnischen Rundschau vom 10.10.2006

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