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Nunation
Aus Kefk.
Nunation (arabisch: تنوين
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tanwīn
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) ist ein sprachliches Phänomen im Arabischen.
Die arabische Hochsprache kennt zwei Sätze von Nominalendungen: -u, -i, -a für Nomina im bestimmten Status (determiniert durch Artikel oder Status constructus, d. h. Genitivverbindung) und -un, -in, -an für Nomina im unbestimmten Status. Die Setzung dieses zusätzlichen „n“ an unbestimmten Nomina wird als Nunation bezeichnet. Der Name kommt vom Buchstaben ن
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nūn.
Beispiel:
- al-bābu - die Tür (bestimmt)
- bābun - (eine) Tür (unbestimmt)
In allen modernen arabischen Dialekten sind die Kasusendungen und damit auch die Nunation verschwunden. In einzelnen Dialekten, die in der Tihama im Jemen gesprochen werden, dient sie ohne Bezeichnung des Kasus als Zeichen der Indetermination. In der gesprochenen arabischen Hochsprache ist die Verwendung von Kasusendungen optional und gilt als Zeichen besonders korrekter Aussprache.
In geschriebenen Arabisch wird die Nunation nicht mit dem gewöhnlichen Zeichen für „N“ geschrieben, sondern nur in wenigen Texten, wie etwa dem Koran durch später erfundene, über oder unter den Rasm gesetzte Sonderzeichen: ً
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-an ٌ
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-un ٍ
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-in
Literatur
- Werner Diem: Gedanken zur Frage der Mimation und Nunation in den semitischen Sprachen. In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG) 125 (1975), 239-58.
