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Nummuliten

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Nummuliten
Systematik

Reich: Protisten (Protista)
Unterreich: Rhizaria
Stamm: Foraminiferen (Foraminifera)
Klasse: Foraminiferen
Ordnung: Rotaliida
Überfamilie: Rotaliacea
Familie: Nummuliten
Wissenschaftlicher Name
Nummulitidae
de Blainville 1827
Bild:Nummuliten Fossil.jpg
Nummulitenkalk. Die Gehäuse zeigen die typische planspiralig gewundene, runde Gestalt und den durch Zwischenwände gekammerten inneren Bau der „Münzensteine“ (Bildausschnitt 3 x 4 cm)

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Wikipedia
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Die Nummuliten (lat. nummulus - kleines Geldstück), im Volksmund auch „Münz(en)steine“ genannt, sind kreisrunde oder elliptisch geformte Einzeller aus der Gruppe der Kammerlinge (Foraminifera), die eine Größe von bis zu 10 cm im Durchmesser erreichen können.

Die Nummuliten (Familie Nummulitidae) gehören in die große Ordnung Rotaliida und sind die bekanntesten Foraminiferen („schalentragende Amöben“). Bei Nummuliten handelt es sich um Großforaminiferen, die typischerweise 1 bis 2 cm im Durchmesser erreichen können, ausnahmsweise können es bis zu 10 Zentimeter sein. Diese für einen Einzeller ungewöhnliche Größe und die kreisrunde Gestalt der Gehäuse hat den fossilen Nummuliten zu ihrem Namen verholfen. Sie treten erstmals in der obersten Kreide fossil in Erscheinung und erlebten ihre Blütezeit im frühen Tertiär, hier vor allem im Tethysmeer. In den Sedimentgesteinen dieses Zeitabschnitts ist diese formenreiche Gruppe als Leitfossil von großer Bedeutung. Die rezenten (heute lebenden) Nummuliten bewohnen die Bodenregion (Benthal) tropischer und subtropischer Meere, bevorzugt im flachen Küstenbereich.

Die kalkigen Schalen der Nummuliten konnten sich nach ihrem Tod in erdgeschichtlicher Vergangenheit zu so großen Massen anhäufen, dass sie gesteinsbildend wurden, so beispielsweise bei den Nummulitenkalken aus dem Alttertiär. Steinbrüche in der Nähe lieferten die Blöcke aus eozänem Nummulitenkalkstein, mit dem annähernd 60 % der Pyramiden von Gizeh erbaut wurden. Als Herodot Ägypten besuchte, hielt er die Nummuliten für versteinerte Linsen, Reste der Mahlzeiten der Pyramidenarbeiter. Diese Deutung als steinerne Linsen ist auch in Mitteleuropa belegt, etwa in Guttaring in Kärnten, wo man sehr leicht unzählige Nummuliten im Lehmboden findet und ein sogenanntes Feld der steinernen Linsen ausgewiesen ist.

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