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Nuba

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Nuba-Landwirtschaft auf den Hügeln...

Nuba ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Ethnien, die in den Nubabergen in der Mitte Sudans leben. Ihre Bevölkerungszahl liegt bei über einer Million.

Früher wurde oft nicht zwischen Nubiern und Nuba unterschieden.

Inhaltsverzeichnis

Sprachen und Kultur

Die Nuba sprechen verschiedene Sprachen, darunter die Kordofanischen Sprachen, die eine wichtige Rolle in der Afrikanistik spielen. Andere von den Nuba gesprochene Sprachen gehören zur bergnubischen Untergruppe der Nubischen Sprachen. Auch die Kenntnis des Arabischen als Zweit- und Verkehrssprache ist verbreitet.

Bemerkenswert sind ihre teilweise sehr kreativen Körperbemalungen. Daneben entfernen sich Männer und Frauen der Nuba ihre Schambehaarung. Bekannt sind auch ihre Ringkämpfe. Als Religionen sind sowohl Islam als auch traditionelle Bräuche – teils miteinander vermischt – und in manchen Gegenden das Christentum verbreitet.

Geschichte

Bild:Nuba farming 2.jpg
... und in tiefer gelegenem Gelände zwischen den Hügeln

Der Ursprung der Nuba ist nicht zweifelsfrei geklärt. Einer Theorie zufolge sind sie Nachfahren der Kuschiter. Wahrscheinlich ist, dass sie ursprünglich in tiefer gelegenem Gelände gelebt hatten, bevor sie sich, wohl um Überfällen von Sklavenjägern zu entgehen, in die Berge zurückzogen.

Lange waren die Nuba wenig von der modernen Welt beeinflusst. Seit den 1980er Jahren gerieten sie aber zunehmend zwischen die Fronten des sudanesischen Bürgerkrieges und waren von schweren Menschenrechtsverletzungen, Hunger, Vertreibung und der Verschleppung von Zivilisten als Sklaven betroffen. Auch wurden viele Nuba durch Bestrebungen der sudanesischen Regierung – oftmals zwangsweise – arabisiert und islamisiert, was zuweilen zur Zerstörung ihrer traditionellen Kultur führte. 1992 rief die Regierung den Dschihad gegen die Nuba aus, da sich Teile der Nuba-Bevölkerung den südsudanesischen SPLA-Rebellen angeschlossen hatten. In der Folge wurde der Regierung vorgeworfen, eine „ethnische Säuberung“ der Nubaberge bis hin zum Völkermord zu betreiben. 2002 beendete das Bürgenstock-Abkommen den Bürgerkrieg in den Nubabargen.

Den Deutschen bekannt wurden die Nuba seit den 1970er Jahren vor allem durch die Fotoarbeiten von Leni Riefenstahl. Eine bekannte Nuba ist Mende Nazer.

Wirtschaft

Die Nuba leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, insbesondere dem Hirseanbau. Daneben werden auch noch andere Feldfrüchte wie Mais angebaut und Viehhaltung betrieben. Traditionell nutzten die Nuba vor allem das fruchtbare Flachland zwischen den Hügeln für den Ackerbau. Dies wurde ihnen in der Zeit des Bürgerkrieges erschwert, da sie sich auf die Hügel zurückziehen mussten, wo sie nur wenig anbauen konnten. Auch versuchte die sudanesische Regierung, in dem Gebiet den Anbau auf Großfarmen zu fördern und hierzu die Nuba-Kleinbauern zu verdrängen.

Liste der Nuba-Ethnien

Weblinks

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