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Nové Město nad Metují

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Nové Město nad Metují
Bild:Nove Mesto nad Metuji CoA CZ.jpg
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|155px|Nové Město nad Metují auf der Karte von Tschechien
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px|Nové Město nad Metují]]
Nové Město nad Metují
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Královéhradecký kraj
Bezirk: Náchod
Fläche: 2312 ha
Geographische Lage: Koordinaten: 50° 20' N, 16° 09' O50° 20' N, 16° 09' O
Höhe: 332 m n.m.
Einwohner: 10180 (2005)
Postleitzahl: 549 01
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Ortsteile: 4
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Bronislava Malijovská
Adresse: náměstí Republiky 6
549 01 Nové Město nad Metují
Website: www.novemestonm.cz
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Marktplatz von Nové Město

Nové Město nad Metují (deutsch Neustadt an der Mettau) ist eine Stadt mit 10.126 Einwohnern (01.01.2004) Einwohnern im Bezirk Náchod in Ostböhmen, Tschechien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Stadt und Herrschaft

Bild:Wappentafel schloss nove-mesto.jpg
Wappentafel am Schloss in Nové Město

Im Jahre 1501 gründete Johann Černčický von Kácov die Stadt und die gleichnamige Herrschaft und ließ einen rechteckigen Markt und ein Kastell anlegen. Auf der Südseite des Marktes entstand die Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit. Zwei Jahre später übertrug er die Privilegien des unweit gelegenen Städtchens Křcin, welches in den Hussitischen Kriegen zerstört und nicht wieder aufgebaut werden konnte, auf die neue Stadt und nannte sie Nové Město Hradište nad Medhují. Durch die Privilegien - zu denen das Marktrecht, das Recht Zoll zu erheben und Bier zu brauen gehörten - folgte eine rasche wirtschaftliche Entwicklung. Zu dieser Zeit gehörten 16 Dörfer zur Herrschaft.

Nach dem großen Stadtbrand von 1526 erwarben Stadt und Herrschaft die sehr reichen Herren von Pernstein (Pernštejn). Sie beriefen italienische Baumeister und gestalteten den Marktplatz mit einheitlichen Fassaden, Dachgiebeln und Arkaden im Stil der Renaissance um; auch das Kastell wurde erweitert und umgebaut. Die Pernstein verkauften jedoch den Besitz schon 1548.

Die nächsten Besitzer waren die aus der Steiermark stammenden Herren von Stubenberg (z Stubenberka) aus der protestantischen Linie dieser Adelsfamilie. Sie ließen das Kastell zu einem Renaissance-Schloss umbauen und erweitern, verloren jedoch Stadt und Herrschaft 1620 durch Konfiskation ihrer Besitzungen nach der Schlacht am Weißen Berge.

Stadt und Herrschaft gingen anschließend an Albrecht von Wallenstein (Valdštejn) über, der den Besitz jedoch schon bald an die Trčka von Leipa (Trčka z Lipý) veräußerte. Diese führten auf ihren Besitzungen eine gewaltsame Rekatholisierung durch, die 1628 einen Aufstand der bäuerlichen Untertanen zur Folge hatte.

Nach der Ermordung des an der Seite Wallensteins stehenden Adam Erdmann Trčka von Leipa schenkte Kaiser Ferdinand II. im Jahre 1634 Stadt und Herrschaft dem schottischen Adeligen Walter Leslie. Dieser ließ 1655-1661 das Schloss durch Carlo Lurago im Stil des Barock umbauen. Sein Sohn Jacob von Leslie gründete das Kloster der mildtätigen Brüder mit Spital und der Kirche Mariä Geburt.

Durch Erbfall gingen Stadt und Herrschaft 1802 auf die Adelsfamilie von Dietrichstein und 1858 an deren entferntere Verwandte (von Liechtenstein, von Waldstein-Wartenberg, von Lamberg) über, die jedoch nicht in der Stadt residierten, was sich für Stadt und Herrschaft negativ auswirkte. Das Schloss blieb unbewohnt bzw. diente anderen Zwecken und verfiel allmählich.

1908 kaufte der Textilindustrielle Josef Bartoň Schloss und Herrschaft. Im Jahre 1912 wurde er durch Kaiser Franz-Joseph I. mit dem Adelsprädikat z Dobenina nobilitiert. 1948 wurde die Familie Bartoň-Dobenin durch den kommunistischen tschechoslowakischen Staat entschädigungslos enteignet. Durch Restitution haben die Nachkommen von Josef Bartoň-Dobenin 1992 das Schloss Nové Město nad Metují zurück erhalten.

Gutsherrschaft Tscherbeney

Die in der ehemaligen Grafschaft Glatz liegende Gutsherrschaft Tscherbeney, die auch die Orte (Bad) Kudowa (Chudoba), Straußeney (Stroužné) und Jacubowitz (Jacubovice) umfasste, gehörte im 17. und 18. Jahrhundert ebenfalls zur Herrschaft Neustadt a. d. M. Sie wurde im Jahre 1785 durch die Familie von Leslie an die Grafen Stillfried auf Neurode verkauft und gehört seit 1945 zum polnischen Powiat Kłodzki.

Ortsteile

Zur Stadt Nové Město nad Metují gehören die Ortschaften Bradla (Barren), Krčín (Rodwald), Spy (Spie) und Vrchoviny (Werchowin).

Sehenswürdigkeiten

Neustadt an der Mettau zählt zu den den schönsten Renaissancestädten in Tschechien. Sie steht unter Denkmalschutz und liegt malerisch auf einem Felsenvorsprung, der von drei Seiten durch die Mettau (Metuje) umflossen wird.

Sehenswert sind, neben dem Schloss, das mit einem eigenen Eintrag beschrieben und dessen Geschichte weit gehend mit der von Stadt und Herrschaft identisch ist:

  • Der Marktplatz mit Laubengängen und dem Rathaus.
  • Die Kirche der Hl. Dreifaltigkeit in der Süd-Ost-Ecke des Marktplatzes wurde 1519 errichtet und erhielt 1540 ihre heutige Gestalt. Sie beherbergt alte Grabinschriften, eine Barockorgel, einen schönen Altar und Fresken.
  • Die Pestsäule aus dem Jahr 1696.
  • Statue der Hl. Dreifaltigkeit, die 1767 als Dank für die Beendigung des Siebenjähriges Krieges aufgestellt wurde.
  • Krčin (seit 1949 eingemeindet) gehört zu den ältesten Ortschaften in Ostböhmen. Die Heilig-Geist-Kirche mit dem Glockenturm stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Umgebung und Landschaft

Bild:Slavonov-holzkirche.jpg
Holzkirche von 1553 in Slavoňov

Neustadt an der Mettau liegt landschaftlich reizvoll am Fuß des Adlergebirges (Orlické horý). In der nächsten Umgebung finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, z. B.:

  • Die Holzkirche in Slavoňov wurde 1553 an der Stelle einer älteren Kirche erbaut und 1705 mit Wandmalereien ausgeschmückt. Zusammen mit dem Glockenturm und dem Friedhof stellt sie ein einzigartiges Ensemble dar, das als Weltkulturerbe in die UNESCO-Liste aufgenommen wurde.
  • Pekelské údoli (Teufelstal): ein Ausflugsziel im romantischen Tal der Mettau, mit einer ehemaligen Mühle, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Dušan Jurkovič zu einem Gasthaus umgebaut wurde.

Söhne und Töchter der Stadt

Partnerstädte

Bilder

Literatur

Weblinks


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