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Stromerzeugungsaggregat

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Ein Stromerzeugungsaggregat, auch Ersatzstromaggregat, Notstromaggregat, Stromerzeuger oder Aggregat, dient der Erzeugung von elektrischer Energie. Es besteht aus einem Verbrennungsmotor und einem Generator. Meist wird es als Ersatz für das Stromnetz der Energieversorgungsunternehmen eingesetzt, wo dieses kurzzeitig oder dauerhaft nicht verfügbar ist. Es gibt kleine Stromerzeuger mit einer Leistung unter 1 Kilowatt bis hin zu großen mit mehreren Megawatt in Industrieanlagen.

Bild:Heldsberg Notstromaggregat.jpg
Aggregat mittlerer Leistung

Kleinere Geräte werden meist mit Ottomotor angetrieben, während die größeren mit Dieselmotoren angetrieben werden. Neuere Verbrennungsmotoren können als Kraftstoff auch Biodiesel verwenden. Sie können entweder mit Seilzug oder mit elektrischem Anlasser ausgestattet sein. Etwas größere können aber schnell eingebaut und etwa in einem Feuerwehrfahrzeug mit dem Nebenabtrieb des Fahrzeuggetriebes betrieben werden.

In vielen Bauten wie Krankenhäusern oder auch Industriebetrieben werden stationäre Aggregate verwendet, die zuverlässig anspringen müssen. Die noch zulässigen Abgaswerte lassen es nicht mehr zu, Aggregate unter Last schnell anlaufen zu lassen. Daher ist inzwischen eine USV unerlässlich, um die vorgeschriebenen kurzen Umschaltzeiten der Notbeleuchtung einzuhalten. Aggregate werden aber weiter verwendet, um die reguläre Stromversorgung längerfristig zu ersetzen. Meist werden neben der Notbeleuchtung nur bestimmte Teile des ganzen Komplexes mit Strom versorgt, wie Aufzüge oder andere kritische Anlagen. Für eine Vollversorgung sind diese Anlagen meist zu schwach dimensioniert. Auch die Stromversorgungsunternehmen selbst haben große Aggregate, die sie einsetzen, wenn an Transformatorstationen Reparaturen ausgeführt oder vom Netz abgetrennte Kraftwerke abgefahren werden müssen.

Bild:Stromaggregat WWII Funkbetrieb.jpg
Aggregat für den Funkbetrieb, etwa 1945

Es gibt aber kleinere, mobile Geräte die tragbar sind oder auf Anhänger montiert werden. Diese werden vielfach im Katastrophenschutz, wie bei den Feuerwehren eingesetzt. Sie werden nicht nur bei Stromausfall, sondern auch in Gebieten, wo es keine Stromversorgung gibt, eingesetzt, zum Beispiel für mobile Wasseraufbereitungsanlagen von KHD oder THW oder dem Roten Kreuz.

Der Generator selbst kann entweder ein Synchrongenerator oder ein Asynchrongenerator sein. Der wesentliche Unterschied zwischen einem Synchrongenerator und einem Asynchrongenerator ist die Erregereinrichtung. Während Synchrongeneratoren mit einer Selbsterregereinrichtung ausgerüstet werden können und damit inselbetriebsfähig werden, sind Asynchrongeneratoren nicht inselbetriebsfähig.

Letztendlich ist ein Synchrongenerator geeignet, Elektrizität mit einer regelbaren Frequenz zu erzeugen, während der nicht vom Stromnetz abgetrennt betreibbare Asynchrongenerator sozusagen die vorhandene Netzfrequenz erhöhen will, was aber auf Grund der vollkommenen Übermacht der Großkraftwerke (geringer Netzinnenwiderstand) dann doch nicht passiert und er dann dafür elektrische Energie "ins Netz schiebt". Wird das Netz aber abgeschaltet und sind entsprechende Schutzeinrichtungen nicht vorhanden, bzw. versagen diese, geht die Maschine durch und zerstört sich selbst auf Grund von Überspannungen.

Eine heikle Frage ist vor allem bei mobilen Geräten immer, ob diese auch geerdet werden müssen, so dass keine Stromunfälle passieren. Es ist oft abhängig, welche Schutzmassnahmen (wie Sicherungen oder Schutzschalter) zwischen dem Notstromaggregat und dem Verbraucher geschaltet sind.

Notstromversorgungen haben vorgeschriebene Einspeiseinrichtungen, wie Netzabfallrelais, mit denen sie an das normale Stromnetz angeschlossen werden können, aber keinen Strom ins öffentliche Netz dazuliefern können. Was genau vorgeschrieben ist, hängt von dem jeweiligen Stromversorgungsunternehmen ab.

Im privaten Bereich war eine starke Nachfrage nach kleinen Notstromgeräten beim Jahrtausendwechsel aus Angst vor größeren Versorgungsschwierigkeiten zu verzeichnen.

Nicht zu verwechseln sind Notstromgeräte mit Stromerzeugern, auch wenn sie mit Verbrennungsmotoren betrieben werden, die für dauernde Stromerzeugung dienen, wie zum Beispiel für abgelegene Berghütten oder Mobilfunksender. Hier müssen sowohl der Generator selbst, als auch der antreibende Motor auf eine Einschaltdauer von 100 Prozent ausgelegt werden.

Siehe auch: Unterbrechungsfreie Stromversorgung, Generator, Hilfstriebwerk

Literatur

  • EN 88528: Stromerzeugungsaggregate mit Hubkolben-Verbrennungsmotoren
  • EN 60034-22: Drehende elektrische Maschinen - Wechselstromgeneratoren für Stromerzeugungsaggregate mit Hubkolben-Verbrennungsmotoren]]
Wikipedia
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