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Notebook-Klasse
Aus Kefk.
Notebook-Klassen beschreiben Schulklassen in denen jede Schülerin und jeder Schüler über einen Notebook im ganz normalen Unterricht verfügt.
Konzepte von Notebook-Klassen sehen vor, dass jede Schülerin und jeder Schüler in der Notebook-Klasse mit einem Notebook arbeitet und weitere Klassen aufgefordert werden am Notebook-Klassenmodell teilzunehmen. Die Notebooks werden in Notebook-Klassen in allen Unterrichtsfächern eingesetzt. Integrativ kann der Unterricht in anderen Klassen von den durch die Notebook-Klassen entwickelten Unterrichtskonzepten und Lernsituationen teilhaben.
Inhaltsverzeichnis |
Ziele mit Notebook-Klassen
Folgende Ziele können u.A. mit dem Notebook-Konzept verfolgt werden:
- Erhöhung der Lesekompetenz
- Produktion von mehr und besseren Texten
- Stärkung der Argumentationskompetenz
- Berufsqualifizierende Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien
- Entwicklung von Medienkompetenz
- Einsatz von Dokumentenmanagement zur Öffnung von Schule und zur Transparenz des Unterrichts
- Ermöglichung von Selbstlernsequenzen durch gezielte Selbstlernarrangements zur Ergänzung und zur Vor- und Nachbereitung von Unterricht
- Ausgleich ggf. von Wissensdefiziten in allgemeinbildenden Fächern durch EDV-Unterstützung (Rechtschreibprüfung, automatische Berechnung in Tabellen)
- Entwicklung von Präsentationstechniken
- Förderung des selbstständigen, eigenverantwortlichen Lernens.
Die [Notebook]s werden als Arbeitsmittel eingesetzt, u.a. zum Erarbeiten sowie Dokumentieren von Unterrichtsinhalten, zum Recherchieren, zum Präsentieren und zum Kommunizieren. In Notebook-Klassen werden können unter Anderem folgende Unterrichtsanteile möglich werden:
- Lerntagebücher,
- Portfolios,
- digitale Hefte,
- eigene Glossare
Beschaffung von/für Notebook-Klassen
In den Notebook-Klassen werden die Notebooks von den Eltern angeschafft. (Der Schulträger oder der Förderverein der Schule unterstützt z.B. die Eltern mit einem zinslosen Darlehen, welches während der Schulzeit besteht). Für einige finanzschwächere Familien werden Sponsoren aus der Wirtschaft hinzugezogen. Im dualen System sollten die Ausbildungsbetriebe in der Regel die Kosten für die Anschaffung der Notebooks übernehmen.
Die Ausstattung der Klassenräume mit Strom- und Netzwerkanschlüssen, Lehrer-PC, Drucker sowie Beamer wird aus Haushaltsmitteln der Schule oder Zuschüssen des Fördervereins finanziert. Ebenfalls aus dem Schuletat werden die Leitungskosten für den Internetzugang aufgebracht.
Wichtig für den Erfolg der Einrichtung ist es ein sozial abgefedertes Konzept anzubieten. Entweder können für Schüler ohne Notebook im Klassenraum eine Medienecke sein, noch besser ist es aber ein Ausleihpool von Notebooks, z.B. gegen Pfand, an der Schule anzubieten.
Vernetzung/Support von Notebook-Klassen
Alle Notebook-Klassenräume sowie Laborräume sollten am Lehrerarbeitsplatz mit einem PC und Drucker ausgestattet sein. An der Decke ist günstigerweise ein Beamer fest installiert, ein transportabler Beamer oder eine didaktische Präsentationssoft- oder Hardware sollte zwechmäßigerweise verfügbar sein. Über diese Präsentationsmittel können Unterrichtsgegenstände vom Lehrerarbeitsplatz oder einem Schüler-Notebook vorgeführt werden. Für jeden Schülerarbeitsplatz sind am besten jeweils Strom- und eine Netzwerksteckdose oder Drahtlose-Netzwerke der Schule vorhanden.
Unterstützung bei der Einrichtung des Netzwerkzugangs, Software- oder Virenproblemen erhalten die Schülerinnen und Schüler z.B. durch die Unterstützung des Schulträgers, unsere Netzwerkadministratoren oder kompetente Lehrerinnen und Lehrer. Hardwarefehler, Diebstahl oder Sabotage können nicht durch die Schule behoben werden und müssen deshalb ggf. beim Kauf durch entsprechende Garantieleistungen abgedeckt werden.
Partitionen von Schülernotebooks
Damit der Notebook ungestört privat und schulisch genutzt werden kann hat es sich bewährt mehrere Partitionen auf dem Rechner anzulegen. Sinnvoll erscheint eine Aufteilung wie:
- schulische Windows-Partition mit schulischer Software
- private Partition ohne Einflussnahme der Schule
- LINUX-Partition für Betriebssystemübungen und freie Software
- gemeinsame Datenpartition für alle anderen Partitionen
Fortbildung für den Einsatz in Notebook-Klassen
Lehrer, die in den Notebook-Klassen unterrichten, nehmen insbesondere in der Startphase regelmäßig an schulinternen Fortbildungen sowie an der Weiterentwicklung des Notebook-Konzeptes teil. In der Anfangsphase liegt der Schwerpunkt der Fortbildungen in dem Handling der eingesetzten Hard- und Software sowie in den Integrationsmöglichkeiten des Notebooks in lernsituativen Unterricht. Dies ist insbesondere für Lehrer wichtig, die normalerweise keine Datenverarbeitung in ihrem Unterricht einsetzen. Produkte selbst organisierter Fortbildungen können z.B. sein:
- Erstellung der didaktisch-methodischen Jahresplanung unter Einsatz von Notebooks,
- Entwicklung von Lernsituationen mit Notebooks ,
- Teilnahme an echtzeitkommunikativen Fortbildungen anderer Anbieter
