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Norwood Russell Hanson
Aus Kefk.
Norwood Russell Hanson (1922- 1967) war ein Wissenschaftstheoretiker.
Hanson war Professor für Wissenschaftstheorie an der Yale Universität. Er war ein Vertreter des epistemischen Holismus. Anders als deren anderer bekannte Vertreter Quine gibt aber Hanson die Dualität von analytischen und synthetischen Sätzen auf.
"Theorie-beladenheit" von Beobachtungen
In seinem Buch Patterns of Discovery argumentierte er, dass "Sehen" nicht einfach die Summe der Sinneseindrücke ist, die auf der Retina des Auges auftreffen. Sehen beinhaltet immer eine starke konzeptuelle Komponente. Sehen ist immer die Kombination aus Konzepten und Perzepten. Sehen ist immer theorie-beladen. Ein beliebtes Beispiel für diese Aussage sind Röntgenaufnahmen. Der Arzt macht mit Hilfe dieser Aussagen über den inneren Zustand des Patienten. Der Patient selbst - als Laie - sieht auf Röntgenaufnahmen vergleichsweise wenig. Hanson führte zahlreiche andere Beispiele vor allem aus der Gestaltpsychologie aber auch aus dem Alltag auf. Dabei weist Hanson den Einwand zurück, Beobachtungen würden, sozusagen post hoc, "interpretiert". Hanson zufolge sind Interpretation und Perzeption unzertrennlich. Hier ein weiteres eingängiges Beispiel: Für den Europäer sind Chinesische oder Arabische Schriftzeichen - ohne entsprechende Sprachkenntnisse - nichts weiter als eine unverständliche Ansammlung von Strichen auf Papier.
Thomas Kuhn griff Hansons Ansatz auf.
Publikationen
- Patterns of Discovery (1958)
- Constellations and conjectures, 1973
- Observation and explanation, 1971
- What I do not believe, and other essays, 1971
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hanson, Norwood Russell |
| KURZBESCHREIBUNG | Wissenschaftstheoretiker |
| GEBURTSDATUM | 1922 |
| STERBEDATUM | 1967 |
