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Norrland
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Norrland ist der nördlichste der heutigen drei schwedischen Landesteile (landsdelar) Götaland, Norrland und Svealand. Es umfasst die neun historischen Provinzen, auch „Landschaften“ (schwed. landskap) genannt, Lappland, Norrbotten, Västerbotten, Ångermanland, Medelpad, Gästrikland, Hälsingland, Härjedalen und Jämtland. Norrland macht etwa 59 Prozent der schwedischen Gesamtfläche aus und ist mit nur ungefähr 12,8 Prozent der Gesamtbevölkerung dünn besiedelt.
Im heutigen Schweden ist die Einteilung nach Landesteilen vom marginellem Interesse. Es wird hauptsächlich in der Meteorologie und in zusammenfassender Statistik verwandt, wobei Norrland aufgrund der Fläche oft in Övre Norrland (Norrbottens län und Västerbottens län) sowie Nedre Norrland (Jämtlands län, Västernorrlands län und Gävleborgs län) eingeteilt wird.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Nordschweden wird auch im Schwedischen oft umgangssprachlich Norrland genannt. Damit ist die Region bezeichnet, die aus den oben genannten historischen Provinzen beziehungsweise den heute gültigen Provinzen (schwedisch län) nördlich von Svealand besteht. Diese fünf Provinzen (län) sind Norrbottens län, Västerbottens län, Jämtlands län, Västernorrlands län und Gävleborgs län.
Norrlands historische Südgrenze im heutigen Schweden ist Ödmården, ein großes Waldgebiet zwischen Gästrikland und Hälsingland. Gästrikland gehörte früher zu Svealand und wird erst in den letzten Jahrhunderten zu Norrland gezählt.
Bis 1809 gehörte der nördliche Teil des heutigen Finnland ebenfalls zu Norrland, dieser wurde damals an Russland abgetreten. Die Grenze zwischen dem damaligen Österland und Norrland bildete der Fluss Oulujoki (schwedisch Ule älv'), der bei der Stadt Oulu (schwedisch Uleåborg) in den bottnischen Meerbusen mündet.
Wirtschaft
Norrland ist besonders wegen seiner Natur bekannt. Hier finden sich enorme Wälder, große Flüsse und noch unberührte Wildnis. Im 19. Jahrhundert wurde es daher zur Quelle für Schwedens wichtige Holz- und Papiermasseindustrie. Die norrländischen Flüsse werden bis auf vier Ausnahmen zur Gewinnung von Wasserkraft genutzt und erzeugen ungefähr 40 Prozent des gesamten schwedischen Energiebedarfs.
Norrland ist außerordentlich reich an Bodenschätzen, die für die lukrative Entwicklung der schwedischen Industrie von enormer Bedeutung waren. In den Bergwerken wird Eisenerz zur Erzeugung des berühmten Schwedenstahls, aber auch Gold, Silber und weitere Metalle gefördert.
Natur
Der höchste Berg von Schweden, Kebnekaise, mit einer Höhe von 2111 Metern liegt in Lappland in Nordnorrland.
Die Südgrenze Norrlands fällt grob mit dem limes norrlandicus zusammen, der einen tiefgreifenden Übergang in der Vegetationsstruktur beschreibt. Das Landesinnere besteht zu großen Teilen aus Wald- und Fjälllandschaften.
Weblinks
- Lexikoneintrag im Nordisk familjebok (schwedisch)
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