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Noricum-Skandal
Aus Kefk.
Im Noricum-Skandal wurden 1985 vom Journalisten Alfred Worm Waffenlieferungen des österreichischen VOEST-Tochterunternehmens Noricum an den Irak aufgedeckt. Drei Jahre später wurde bekannt, dass auch an den Iran Lieferungen erfolgt worden waren.
Von 1981 bis 1983 belieferte Noricum den Irak über das getarnte Empfängerland Jordanien mit Artilleriegeschützen des Typs Gun Howitzer Noricum (GHN-45). Dies war ein klarer Verstoß gegen ein gerade erst verschärftes Bundesgesetz, das Waffenlieferungen an kriegführende Staaten untersagte, und in der Folge auch gegen das Strafrecht.
Dies führte 1989 zur Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses und zum Rücktritt des Innenministers Karl Blecha.
Während die verantwortlichen Manager wegen Neutralitätsgefährdung 1993 vor Gericht schuldig gesprochen wurden, kamen die zuständigen Politiker (Bundeskanzler Fred Sinowatz, Außenminister Leopold Gratz, Innenminister Karl Blecha) ungeschoren davon.
