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Nordwestzentrum
Aus Kefk.
| Bild:FFM Nordweststadtzentrum1.JPG | |
|---|---|
| Nordwestzentrum | |
| Standort | Nordweststadt, Heddernheim |
| Eröffnung | 1968 |
| Mietfläche | 90.000 m² |
| Geschäfte | ca. 150 |
| Umsatz | ca. 192 Mio. € |
| Pkw-Stellplätze | ca. 3.500 |
Das NordWestZentrum (kurz NWZ) ist ein Einkaufszentrum der Wohnsiedlung Nordweststadt in Frankfurt-Heddernheim.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Das Nordwestzentrum wurde 1968 eröffnet und gehört heute der privaten NordWestZentrum Verwaltungsgesellschaft mbH. Der Geschäftsführer ist Georg Lackner. Neben 150 Geschäften, Fachkaufhäusern und Dienstleistungsbetrieben verfügt der Komplex über einen eigenen U-Bahn-Anschluss (U-Bahnlinie U1) und einen internen Busbahnhof für sechs Buslinien. Auch zahlreiche soziale Einrichtungen befinden sich dort.
Es befindet sich am östlichen Rand der Großsiedlung Nordweststadt und grenzt dort direkt an die Rosa-Luxemburg-Straße. Als großer Kreisverkehr führt der Erich-Ollenhauer-Ring um das Zentrum mit Zufahrten zum Parkhaus und zum Omnibusbahnhof. In die benachbarten Quartiere führen fünf Fußgängerstege darüber hinweg: Der Nordweststadt-Steg, der Niederurseler Steg, der Heddernheimer Steg, der Römerstadt-Steg und der Praunheimer Steg.
Geschichte
Konzept, Bau und Eröffnung
Das Nordwestzentrum wurde in den Jahren 1965 bis 1968 nach den Plänen der Architekten Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann erbaut und befand sich zunächst im Eigentum der Neuen Heimat.
Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Zentrums war von typischem 70er-Jahre-Flair geprägt. Es wurde als kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Nordweststadt konzipiert. Von Anfang an und bis heute fast unverändert befinden sich dort das Bürgerhaus und die Bücherei des Stadtteils, das 14. Polizeirevier, die Feuer- und Rettungswache 21, ein Hallenbad, eine Kindertagesstätte und zahlreiche Arztpraxen.
Am 4. Oktober 1968 wurde das Nordwestzentrum als erstes Einkaufszentrum Frankfurts eröffnet. Mit der am gleichen Tag eröffneten Frankfurter U-Bahn strömten Zehntausende Menschen in das Zentrum.
Aufgrund der sehr kurzen Bauzeit wurde die Bausubstanz in den späten 80er Jahren schnell renovierungsbedürftig. Das Nordwestzentrum galt als architektonische Entgleisung, wie zahlreiche weitere in den 60er Jahren geplante Gebäude. Die Besucherzahlen sanken daraufhin stark. Investoren für die notwendige Sanierung wurden zunächst nicht gefunden und es wurde sogar über den Abriss des Zentrums diskutiert.
Neuanfang
1986 wurde das Zentrum an den Unternehmensberater Georg Faktor veräußert, der es komplett sanierte und nach dem Vorbild amerikanischer Shopping Malls umgestaltete. Für seine Sanierung 1986/87, bei dem den beiden Ladenpassagen riesige geschwungene Glasdächer aufgesetzt wurden, erhielt das NWZ vom International Council of Shopping Centers (ICSC, eine Vereinigung von Einkaufszentren) einen Architekturpreis für die „weltweit beste Umgestaltung eines Einkaufszentrums“.
Die Besucherzahlen entwickelten sich nun wieder stetig nach oben. Bereits 1992 wurde das Zentrum um einen neuen Gebäudekomplex bestehend aus einem Hotel, einem Restaurant, einem großen Fitness-Center und Erlebnisbad, die Titus-Thermen, an der Stelle des alten Hallenbads erweitert. Das Bürgerhaus heißt nun Titus-Forum und wird von der Saalbau GmbH betrieben.
Ende der 90er Jahre wurde jedoch das Hertie-Kaufhaus, das damals größte Geschäft des Zentrums, geschlossen und nach einem Umbau in fünf kleine Geschäfte aufgeteilt und erweitert. Bis 2004 verfügte das Nordwestzentrum somit über kein Kaufhaus mehr.
Erweiterung
Nach der umfassenden Revitalisierung des Centers in den achtziger Jahren beauftragten die Investoren das Architekturbüro JSK mit der Erweiterung des Centers um rund die Hälfte der vermietbaren Handelsfläche. Im Dezember 2001 begannen die Arbeiten am Erweiterungsbau.
Das Nordwestzentrum wurde durch das ca. 180 Millionen Euro teure Vorhaben wie folgt erweitert:
Durch den Bau einer zusätzlichen 3.000 m² großen Ladenstraße werden weitere 37.000 m² vermietbare Handels - und Gastronomiefläche geschaffen.
Durch hochwertige Natursteinböden und Fassaden, Glasüberdachungen und eine Vielzahl von grünen „Ruheoasen“ wurde die Attraktivität des Einkaufszentrums erhöht, um möglichst viele Besucher in das Center zu locken. Dabei sollte der tägliche Kundenverkehr von ca. 30.000 bis 40.000 während der Umbaumaßnahmen erhalten bleiben.
Zur damaligen Zeit war die Erweiterung des Einkaufzentrums die größte Baustelle in Frankfurt und eine der größten im gesamten hessischen Raum. Laut dem Bauunternehmen ED Züblin Stuttgart wurden rund 10.000 Tonnen Stahl verbaut. Um einen reibungslosen Ablauf auf der Baustelle zu gewährleisten, waren neben den ca. 180 Arbeitskräften noch weitere 50 Ingenieure, Architekten und Planer vor Ort.
Im Herbst 2004 wurde die dritte Passage, das sogenannte Modeboulevard, eröffnet. Das Nordwestzentrum gilt seither als eines der größten Einkaufszentren Deutschlands. Neben einer Vielzahl von Textilanbietern wie z. B. Esprit und S. Oliver sowie das Schuhhaus Humanic entfallen jedoch auch rund 1.200 m² auf den Bereich Erlebnisgastronomie. Größter Ankermieter des Neubaus mit einer Grundfläche von rund 15.000 m² auf drei Etagen ist das Kaufhaus Galeria Kaufhof. Mit 30 neuen Geschäften ist die Zahl der Anbieter auf über 150 gewachsen und wurden ca. 1.000 neue Arbeitsplätze (unter Berücksichtigung der Teilzeitkräfte) geschaffen.
Neben dem Neubau der Einzelhandelsflächen ist an der Stelle des ehemaligen Studentenwohnheims ein 13-geschossiges Hochhaus entstanden, in dessen drei oberen Etagen sich 36 Wohnungen befinden. Von den rund 6.300 m² Mietfläche des Hochhauses entfallen rund 1.300 m² auf „attraktives Wohnen“ im Nordwestzentrum, der Rest soll als Bürofläche genutzt werden.
Nach Fertigstellung des Umbaus stehen den Kunden rund 3.500 Parkplätze zur Verfügung. Die ca. 1.300 neuen Stellplätze befinden sich über den neuen Geschäften in drei Parkdecks, deren Erschließung mit Hilfe einer Art Spindel über die bereits existierende Tiefgarage erfolgt. Gleichzeitig wurde der Parkraum mit einem Parkleitsystem ausgestattet; analog zum Frankfurter Flughafen oder anderen großen Parkhäusern.
Weblinks
FrankfurtHochVier (im Bau) – Hessen-Center – Isenburg-Zentrum – Main-Taunus-Zentrum – Nordwestzentrum
Koordinaten: 50° 09' 28" N, 08° 37' 59" O
