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Frankfurt-Nordweststadt
Aus Kefk.
Nordweststadt
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|---|---|---|
| Bild:Nordweststadt, Frankfurt.jpg | ||
| Basisdaten | ||
| Entstehungszeit: | 1962–1968 | |
| Lage | ||
| Ortsbezirk: | 8 – Nord-West | |
| Stadtteil: | Niederursel Praunheim | |
| Stadtbezirk: | 481, 482, 426 | |
| Zentrum/Hauptstraße: | Nordwestzentrum | |
| Architektur | ||
| Baustil: | Moderne | |
| Stadtplaner: | Hans Kampffmeyer | |
| Architekten: | Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann | |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Frankfurt-Nordweststadt, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Die Nordweststadt ist eine Großsiedlung in Frankfurt am Main, die 1962 bis 1968 zwischen den bestehenden Stadtteilen Niederursel, Heddernheim und Praunheim entstand.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Beim städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung der neuen Siedlung gewannen 1959 die Architekten Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann nur einen dritten Preis, wurden aber, nach Überarbeitung des Entwurfs, von Planungsdezernent Hans Kampffmeyer schließlich mit der Planung beauftragt.
1968 wurde die Trabantensiedlung an die erste Linie der neuen U-Bahn angeschlossen. So konnten die Einwohner in kürzester Zeit die Innenstadt erreichen. Gleichzeitig wurden auch mehrere Bildungseinrichtungen gebaut. Bis 1968 dauerte der Bau der Großsiedlung. Alle Gebäude sind exakt in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung ausgerichtet. Die Fußwege verlaufen getrennt vom Fahrverkehr. Die Siedlung ist durch große Grünflächen in Nachbarschaften gegliedert.
In den siebziger Jahren war die Nordweststadt stets Zielscheibe einer Skandalisierungspolitik der CDU. Sei es die „seelenlose Architektur“, sei es die „linke Kaderschmiede Ernst-Reuter-Schule“, sei es die „Zentralisierung des Einkaufsangebots“, sei es die „unverträgliche Mischung unterschiedlicher sozialer Schichten auf engem Raum“ – alles wurde im Klima des kalten Krieges als sozialistisches Experiment diffamiert. Im Gegensatz zu Großsiedlungen der 60er und 70er Jahre in anderen Städten ist die Nordweststadt heute in deutlich geringerem Maße von sozialen Problemen betroffen und zählt aufgrund der inzwischen ausgewachsenen, früher nur in Ansätzen erkennbaren, umfangreichen Stadtteilbegrünung nicht mehr zu den schlechtesten Gebieten Frankfurts.
Trotz der Kritik gehört die Nordweststadt zu den lebenswertesten Trabantenstädten Deutschlands, was auf einige städtebauliche Grundgedanken zurückzuführen ist, wie etwa genügend Raum zwischen den Häusern für Licht und Sichtachsen, verschiedenste Größen der Häuser, eine vernünftige Verkehrsführung und gerade die soziale Mischung der Bewohner und Benutzer.
Bildung
Die am zentralen Grünzug gelegene Ernst-Reuter-Schule war eine der ersten integrierten Gesamtschulen in Hessen. In unmittelbarer Nähe, auf dem Gelände der ehemaligen Ernst-Reuter-Schule II am Praunheimner Weg, ist auch die neu errichtete Europäische Schule Frankfurt zu finden: eine kostenpflichtige Grundschule mit anschließendem Gymnasium. Dies ist eine jener offiziellen Schulen, die gemeinsam von den Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union gegründet wurden. Sie wird zwar hauptsächlich von den Kindern von Angestellten der EU genutzt, steht aber auch Schülern der übrigen Frankfurter Wohnbevölkerung offen, soweit es die Kapazität zulässt. Die Europäische Schule Frankfurt befindet sich in privater Trägerschaft.
Leben und Einkaufen
Geschäftlicher Mittelpunkt ist das 1965-68 errichtete und mehrfach umgebaute Nordwestzentrum, das Einkaufen auf mehreren Ebenen ermöglicht. Daneben existiert noch ein „Kleines Einkaufszentrum“ in der Thomas-Mann-Straße. Ein zweites im Hammarskjöldring wurde 2006 abgerissen. Ursprünglich waren sie architektonisch als bürgernahes Alternativangebot zum "Großen Zentrum" gedacht. Insbesondere das "Kleine Zentrum" in der Thomas-Mann-Straße hat jedoch unter dem enormen Erfolg des Nordwestzentrums stark gelitten und seine Geschäftsräume stehen heute überwiegend leer. Durch Initiative des Vereins "Brücke 71 e.V." soll es jedoch wieder zu neuem Leben erweckt werden. In unmittelbarer Nähe des Nordwestzentrums befindet sich seit den 70er Jahren ein großer alternativer Abenteuerspielplatz, auf dem sich Kinder unter Anleitung von Sozialarbeitern auf dem großen Gelände ein eigenes Holzhaus zimmern und nutzen können.
Interessantes
Entgegen häufiger Behauptungen ist die Nordweststadt administrativ kein eigenständiger Stadtteil, sondern steht auf den Gemarkungen der Stadtteile Heddernheim und Niederursel.
Hip Hop in der Nordweststadt
Seit in den 80ern die Gewalt gestiegen und der Reichtum gesunken ist, klammern sich die "Kinder des Blocks" immer mehr an die damals aufstrebende Hip Hop-Kultur. So stammt nicht nur Rapper Azad aus der Nordweststadt, sondern auch A-bomb, Combad und D-Flame. Diese damals unbekannten Rapper gründeten die Gruppe Asiatic Warriors, die von den Biographien ausgehend viel Ähnlichkeit mit NWA hat. Des weiteren stammen auch Jonesmann, Chaker, Jeyz, Sezai, der Rapper Tone und Senna Guemmour, ein Mitglied der Band Monrose, welche aus der fünften Staffel der Castingshow Popstars hervorging, aus der Nordweststadt.
Weblinks
<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Category:Frankfurt-Nordweststadt – Bilder, Videos und/oder Audiodateien Koordinaten: 50° 9' 33" N, 8° 37' 45" O
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