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Nordwest-Zeitung
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Die Nordwest-Zeitung (NWZ) ist eine 1946 von Fritz Bock gegründete Regionalzeitung für das nordwestliche Niedersachsen, die täglich außer sonntags in Oldenburg erscheint. Sie wird herausgegeben von der Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. Die Auflage im Jahr 2004 beträgt 126.107 Exemplare. Die NWZ hat das so genannte Berliner Format. Das Blatt gilt als konservativ und tritt am Markt monopolbewusst auf.
Inhaltsverzeichnis |
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der NWZ umfasst im wesentlichen die niedersächsischen Kreise des Oldenburger Landes: die Stadt Oldenburg sowie die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Oldenburg, Ammerland, Wesermarsch und den Landkreis Friesland. Mehrere verschiedene Lokalausgaben berichten über die Regionen: Die "Oldenburger Nachrichten", die "Oldenburger Kreiszeitung" (mit "Zeitung für Ganderkesee"), die "Ammerländer Nachrichten", die "Wesermarsch-Zeitung", "Der Münsterländer" und die "Kreiszeitung Friesland" (als "Jeverlandbote" oder als "Der Gemeinnützige").
Monopolist ist die NWZ in Oldenburg (Stadt) und dem Kreis Ammerland. In den anderen Gebieten tritt sie gegen örtliche Blätter an. Nach eigenen Angaben hat die Zeitung im Kerngebiet um Oldenburg einen Marktanteil von etwa 70 Prozent, im gesamten Verbreitungsgebiet von etwa 50 Prozent.
Beteiligungen und Kooperationen
Neben seinem eigenen Zeitungsgeschäft hält der Verlag Beteiligungen an Rundfunk- und Fernsehsendern, aber auch an kleineren Lokalzeitungen. In den letzten Jahren expandierte die Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft massiv über das Verbreitungsgebiet der Nordwest-Zeitung hinaus. U.a. erwarb sie Beteiligungen an der in Leer (Ostfriesland) ansässigen Zeitungsgruppe Ostfriesland, an der Emder Zeitung und am Ostfriesischen Kurier. Bei mehreren solcher Zukäufe geriet die NWZ ins Visier des Bundeskartellamtes, da die Beteiligungen dem Kartellamt hätten gemeldet werden müssen. Nach einer Durchsuchung des NWZ-Verlagshauses wurden mehrere Dutzend Aktenordner beschlagnahmt, außerdem wurde die NWZ abgemahnt und ein Entflechtungsverfahren eingeleitet.
Mantelseiten
Die NWZ ist eine Vollzeitung und beliefert auch andere Blätter mit den eigenen überregionalen Mantelseiten: Die Ostfriesen-Zeitung in Leer, die Wilhelmshavener Zeitung, die Borkumer Zeitung, den General-Anzeiger in Rhauderfehn, die Norderneyer Badezeitung, den Ostfriesischen Kurier in Norden sowie das Jeversche Wochenblatt und den Anzeiger für Harlingerland in Jever und Wittmund.
Das Delmenhorster Kreisblatt in der kreisfreien Stadt Delmenhorst hat hingegen diese Zusammenarbeit 2005 gekündigt und sich dem Bremer Weser-Kurier als Mantelgeber zugewendet. Ähnlich verfuhren die Rheiderland-Zeitung in Weener und die Ostfriesischen Nachrichten in Aurich. Beide wechselten 2005 von der NWZ zur Neuen Osnabrücker Zeitung. Auch die Grafschafter Nachrichten sind aus der Kooperarion mit der NWZ ausgeschert.
Rüge des Presserats
Im März 2007 wurde die Nordwest-Zeitung wegen Schleichwerbung vom Deutschen Presserat öffentlich gerügt. Der Presserat beanstandete einen Artikel der NWZ, in dem ausführlich und im Stile eines PR-Textes über den Verkauf von Autos in einer regionalen Verbrauchermarktkette berichtet wurde. Die öffentliche Rüge ist die höchste Sanktionsform des Presserats. Sie wird in besonders schweren Verstößen gegen den Pressekodex gewählt. Die öffentliche Rüge sollte gemäß Ziffer 16 Pressekodex von der gerügten Zeitung abgedruckt werden. Dies hat die NWZ allerdings nicht getan.
Weblinks
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