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Nordseegarnele

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Nordseegarnele
Bild:Crangon crangon.jpg
Nordseegarnelen
Systematik
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Krebstiere (Crustaceae)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Caridea
Überfamilie: Crangonoidea
Familie: Crangonidae
Gattung: Crangon
Art: Nordseegarnele
Wissenschaftlicher Name
Crangon crangon
(Linnaeus, 1758)

Die Nordseegarnele (Crangon crangon), auch Sand- oder Strandgarnele, Granat, Porre, Knat, Graue Krabbe, in der Mehrzahl Porren oder (Nordsee-)Krabben genannt, ist ein kleiner Zehnfußkrebs.

Inhaltsverzeichnis

Anatomie

Garnelen können ausgewachsen eine Länge von bis zu 9,5 Zentimeter erreichen. Sie haben lange Fühler und zwei scherenähnliche Gliedmaßen.

Verhalten

Die größeren Tiere halten sich bevorzugt im tieferen Wasser auf. Der Nachwuchs der Nordseegarnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit, um sich vor Räubern zu schützen. Im Herbst zieht es sie ins Tiefwasser. Mit der Flut kommen sie auf das Watt, mit der Ebbe sammeln sie sich in Prielen.

Sie vergraben sich meist flach im Sand um Schutz vor Vögeln, Fischen und jungen Robben zu suchen. Pigmentzellen ermöglichen der Garnele, dass sich der Krebspanzer farblich perfekt an den Wattboden anpassen kann. Nordseegarnelen werden erst mit eintretender Dunkelheit zum Fressen aktiv.

Die Garnele ist ein Räuber, der allerlei Kleingetier frisst. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer machen Jagd auf die Garnelen.

Fang und Verarbeitung

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Krabbenkutter vor der deutschen Nordseeküste
Bild:Nordseegarnelen.jpg
Ein Fang Krabben

Garnelen werden mittlerweile ganzjährig gefischt. Früher erfolgte der Fang von Mai bis in den Herbst mit Körben und Netzen. Üblicherweise wird jetzt auf ertragreichere Weise Krabbenkuttern mit der sogenannten Baumkurre gefischt. Der Beifang (Gammel) wird wieder zurück ins Meer geworfen.

Die Garnelen werden sofort nach dem Fang an Bord in Seewasser gekocht. Sie verfärben sich dadurch rosa bis rotbraun. Die verschiedenen Zubereitungen gelten als norddeutsche Delikatesse.

Der Umfang der Fänge beträg beim Stand 2005 etwa 25.000 Tonnen jährlich in der Nordsee, davon etwa 10.000 Tonnen in Deutschland. Der Krabbenfang wird daneben hauptsächlich von den Niederlanden und Dänemark betrieben. [1]

Nach dem „Granat“ wird die ostfriesische Nordseeküste scherzhaft auch Costa Granata genannt.

Einzelnachweise

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Nordseegarnele – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikipedia
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