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Nordische Kriege
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Unter dem Begriff Nordische Kriege fasst man im Allgemeinen drei große kriegerische Auseinandersetzungen vom 16. bis 18. Jahrhundert um die Vorherrschaft im baltischen Raum zusammen, an deren Ende sich jeweils mehr als zwei Staaten im Kriegszustand gegeneinander befanden.
In einzelnen waren dies der Erste Nordische Krieg von 1558-83, auch Livländischer Krieg genannt, dessen Nebenkriegsschauplatz der Dreikronenkrieg von 1563–70 war. Ihm folgte der Zweite Nordische Krieg von 1655–61 und der Dritte Nordische Krieg von 1700–21, auch der Große Nordische Krieg genannt.
Mit dem Ausscheiden Schwedens aus der Kalmarer Union und der Wahl von Gustav Eriksson zum schwedischen König endete die Vorherrschaft Dänemarks in Skandinavien. Damit begann der Kampf um das „Dominium maris baltici“, um die Vorherrschaft im Ostseeraum.
Die Reformation führte in den skandinavischen Staaten zu tiefgreifenden Veränderungen. Durch die Enteignung von Kirchengütern, sowie den wirtschaftlichen Aufschwung wurde die Krongewalt gestärkt. Die Expansionsbestrebungen nahmen zu. Von Westen drängten niederländische Kaufleute in die Ostsee und versuchten den Einfluss der hansischen Städte zurückzudrängen. Und im Osten kämpfte Russland ab 1558 um einen Zugang zur Ostsee.
Ein weiterer Krieg im nordischen Raum war die Grafenfehde von 1534–36.
Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten
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