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Nordfriesische Sprache

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Die Nordfriesischen Dialekte: In Listland auf Sylt wurde Dänisch, in Eiderstedt und Nordstrand Friesisch bis zur Sturmflut 1643 gesprochen

Die Nordfriesische Sprache oder kurz: Nordfriesisch ist der nördliche Zweig der Friesischen Sprache, der von etwa 10.000 Menschen an der Westküste Schleswig-Holsteins und auf den Inseln Föhr, Amrum, Sylt, Helgoland und auf den Halligen gesprochen wird. Das Nordfriesische gehört zu den nordseegermanischen Sprachen.

Die nordfriesischen Dialekte lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Inselnordfriesisch und Festlandnordfriesisch; der auf den Halligen gesprochene Dialekt gehört zum Festlandnordfriesischen.

Die Dialekte des Festlandes und der Inseln unterscheiden sich deutlich, da sie in unterschiedlichen Jahrhunderten von westfriesischen Einwanderern geprägt wurden. Zwischen 600 und 800 wurden die Inseln Sylt, Amrum, Föhr und Helgoland, ab etwa 1000 das Festland und die Halligen besiedelt. Man unterscheidet üblicherweise folgende Dialekte:

Vor allem das Fering, das Öömrang und das Mooring haben noch eine nennenswerte Anzahl von Sprechern. Die anderen nordfriesischen Dialekte sind teils stark vom Aussterben bedroht, besonders das Karrharder Friesische, das Mittelgoesharder Friesische und das Halligfriesische. Die friesischen Dialekte in Eiderstedt und auf Nordstrand verschwanden vermutlich schon nach der Burchardiflut 1634. Auf Pellworm wurde noch bis ins 18. Jahrhundert Friesisch gesprochen. Auch nördlich der heutigen deutsch-dänischen Grenze wurde Nordfriesisch gesprochen.

Auf Föhr und Amrum spricht noch ein wesentlicher Teil der Inselbewohner Nordfriesisch. Man schätzt die Zahl der Sprecher auf beiden Inseln auf rund 3.500 (von rund 11.000 Einwohnern). Auf Föhr ist das Nordfriesische in den westlichen und auf Amrum in den nördlichen Inseldörfern als Familiensprache noch weit verbreitet. Im Osten Föhrs wurde es bis in die jüngste Zeit vom Plattdeutschen, heute allgemein eher vom Standarddeutschen zurückgedrängt.

Die Amrumer Schule (Grund-, Haupt- und Realschule) nennt sich Öömrang Skuul und widmet sich schwerpunktmäßig dem Lehren des Amrumer Dialektes. Auf dem Festland in Risum existiert eine Friesische Grundschule.

Anders als Westfriesisch ist Nordfriesisch heute akut in seiner Existenz bedroht. Ostfriesisch wird heute nur noch im Saterland gesprochen.

Literatur

V. Tams Jörgensen: Snaak friisk! Interfriisk leksikon. Nordfriisk Institut, Bredstedt 1977, ISBN 3-88007-063-6

Weblinks

Test-Wikipedia auf Nordfriesisch
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