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Nordbrücke (Wien)
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Die Nordbrücke ist die nördlichste Brücke über die Donau in Wien und verbindet die Bezirke Brigittenau und Floridsdorf. In Floridsdorf ist sie angebunden an die Donauuferautobahn A22, die Prager Straße (B 3), Brünner Straße (B 7) und die Lundenburger Gasse (B 229). In der Brigittenau hat sie stadteinwärts über die Nußdorfer Brücke einen Anschluss zur Donaulände sowie einen zum Handelskai, stadtauswärts hat sie eine Verbindung Richtung Nußdorf.
Inhaltsverzeichnis |
Nordwestbahnbrücke (Eisenbahn)
Der Bau der eingleisigen und 810 Meter langen Brücke der Nordwestbahn war abhängig von den endgültigen Plänen für die Regulierung der Donau. Errichtet wurde sie zwischen 1870 und 1872 nach Plänen von Baudirektor Wilhelm Hellwag und Oberinspektor Eduard Gerlich.
Ein Eisstoß nach Baubeginn war dann so stark, dass einer der Brückenpfeiler der eingleisigen Brücke so schwer beschädigt wurde, dass er neu errichtet werden musste.
Wegen des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens wurde sie später umgebaut und ging am 24. November 1909 zweigleisig in Betrieb. Das ältere der beiden Gleise wurde 1924, nachdem die Personenabfertigung im Nordwestbahnhof eingestellt worden war, stillgelegt. 1930 wurde es, nachdem ein Schnellbahnprojekt nicht zustande gekommen war, abgetragen.
Von den durch die deutsche Wehrmacht bei ihrem Rückzug aus Wien gesprengten Brücken war sie am leichtesten wieder herzustellen, so dass sie am 25. August 1945 wieder in Betrieb genommen werden konnte. Sie nahm auch den Verkehr der Nordbahn und der Kaiser-Franz-Josefs-Bahn auf.
Nach der Wiederinbetriebnahme der Nordbahnbrücke und der endgültigen Einstellung der Personenabfertigung am Nordwestbahnhof wurde der Betrieb der Nordwestbahnbrücke stillgelegt.
Nordbrücke (Straßenbrücke)
In den Jahren 1962 bis 1964 wurde unter Verwendung der bestehenden Brückenträger die Eisenbahnbrücke in eine 935 Meter lange Straßenbrücke mit einem Kostenaufwand von 140 Millionen Schilling (ungefähr 10.175.000 Euro) umgebaut.
Am 5. Februar 1964 erhielt die neue Brücke vom zuständigen Gemeinderatsausschuss den Namen „Nordbrücke“.
Am 1. Dezember 1964 fand unter Zuhilfenahme von 60 Lastkraftwagen (Gesamtgewicht 600 Tonnen) des Fuhrparks der Stadt Wien die Belastungsprobe durchgeführt. Die Eröffnung erfolgte am 19. Dezember 1964.
Zwischen 1995 und 1997 wurde die mit etwa 100.000 Fahrzeugen pro Tag wahrscheinlich meist befahrene Straßenbrücke Mitteleuropas generalsaniert.
Um während dieser Arbeiten ein Verkehrschaos zu verhindern, wurde als Umleitungsstrecke der Nordsteg errichtet. Dieser dient seit Abschluss der Bauarbeiten als Geh- und Radweg.
Rechtliche Wandlung
Im Zuge der generellen Abschaffung der bisherigen österreichischen Bundesstraßen wurde 2002 die Nordbrücke als ehemalige Bundesstraße B (B227) nicht an die Stadt Wien übergeben, sondern als Teilstück der A22 in das Autobahnnetz der ASFINAG integriert. Möglich machte dies eine neue Bundesgesetzgebung in diesem Bereich. Zur legalen Überfahrt ist man seitdem nur mit einer kostenpflichtige Autobahn-Vignette berechtigt - wer diese nicht vorweisen kann, muss Strafe zahlen[1]. Dies stieß bei vielen Wiener Kraftfahrern auf Unverständnis, die sich als Opfer einer Geldbeschaffungsaktion wähnten. Sie argumentierten, sie wären aufgrund ihrer Arbeitsplatzsituation dazu gezwungen, die Nordbrücke zu passieren, würden ansonsten aber keinen Meter Autobahn fahren. wodurch ihnen unverhältnismäßig hohe Kosten entstünden[2]. Der Gesetzgeber berief sich hingegen darauf, die Anpassung wäre notwendig gewesen, um Vorschriften der europäischen Wegekostenrichtlinie zu entsprechen. Diese existierte zu jener Zeit allerdings lediglich als - nicht rechtskräftiger - Entwurf.
Verlängerung
Die in Floridsdorf an die Nordbrücke anschließende Hochstraße wird meist ebenfalls als Nordbrücke bezeichnet. Da es an deren bisherigem Ende (Kreuzungsplateu B 3 / B 7) regelmäßig zu längerem Rückstau kam, erhoffte man sich durch eine Verlängerung um ca. 1 km und eine zusätzliche Einbindung in die B 7 (Brünner Straße) weiter nördlich (Kreuzungsplateu B 7 / B 229) eine Entflechtung und Entschärfung der Verkehrssituation. Die Bauarbeiten begannen nach längeren Vorplanungen im Dezember 2004, im September 2006 wurde die Verlängerung als Teilstück der A 22 eröffnet.
Einzelnachweise
- ↑ vignette.at (ASFINAG): FAQ zum Vignettensystem, 8. 9. 2006
- ↑ donaukurier.at: Online-Artikel Verrückt! Maut auf Brücken! - Kein Aprilscherz!, 8. 9. 2006
Weblinks
Koordinaten: 48° 15′ 18″ N, 16° 22′ 48″ O
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Rohrbrücke Mannswörth |
Barbara-Rohrbrücke
nur über Neue Donau:
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Wehr 2
