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Noradrenalin

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Bezeichnungen
Freiname Norepinephrine
IUPAC-Name 4-(2-Amino-1-hydroxyethyl)benzen-1,2-diol
Summenformel C8H11NO3
CAS-Nummer 51-41-2
Strukturformel
Bild:Noradrenalin - Noradrenaline.svg
Chemisch-physikalische Daten
Molmasse 169,18 g/mol
Schmelzpunkt 216,5-218 °C (Zersetzung)
Siedepunkt


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Noradrenalin, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Noradrenalin (auch Norepinephrin (INN) genannt) ist einerseits ein Neurotransmitter des sympathischen Nervensystems und andererseits ein Hormon des Nebennierenmarkes. Es wirkt vorwiegend an den Arterien (Schlagadern) des großen Kreislaufes und führt über Aktivierung von Adrenozeptoren zu einer Engstellung dieser Gefäße und infolgedessen zu einer Blutdrucksteigerung. Noradrenalin wird im Peripheren Nervensystem von Sympathischen Nervenfasern ausgeschüttet.

Noradrenalin ist eng verwandt mit dem Adrenalin (Nor = enthält eine Methylgruppe weniger) und gehört wie dieses zu den Katecholaminen. Es ist die Überträgersubstanz (Neurotransmitter) der postganglionären Synapsen des sympathischen Nervensystems. Die Eliminierung des Noradrenalins aus dem synaptischen Spalt erfolgt hauptsächlich durch Wiederaufnahme über den Transporter. Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer führen zu einer Erhöhung der Noradrenalin-Konzentration und somit zu einer Erhöhung des Sympathikotonus.

Im Locus coeruleus, einer relativ kleinen, dunkelfarbigen Zellgruppe im Mittelhirn, wird ein Großteil des Noradrenalins des ZNS produziert. Benzodiazepine vermindern die Aktivität des Locus coeruleus und reduzieren damit den Transport von Noradrenalin zum Vorderhirn.

Erhöhte Spiegel des Noradrenalins im Blut finden sich bei der Herzinsuffizienz und beim Phäochromozytom.

Noradrenalin zählt chemisch zur Gruppe der Phenylalkylamine. Das natürliche Stereoisomer von Noradrenalin ist das L-(−)-(R)-Isomer.

Noradrenalin als Arzneistoff

Noradrenalin kommt unter dem Handelsnamen Arterenol auch als Arzneimittel in der Intensivmedizin zum Einsatz. Es leistet dabei gute Dienste bei der Behandlung von folgenden Krankheitsbildern:

Es wird dabei intravenös meistens mittels Spritzenpumpe verabreicht. Noradrenalin sollte so niedrig wie möglich dosiert werden, da es dem Herzen die Pumparbeit erschwert. Hauptzielparameter der Dosierung ist eine ausreichende Nierenausscheidung. Meist wird Noradrenalin mit einer relativ hohen Flüssigkeitsgabe kombiniert, um das intravasale Volumen aufzufüllen.

Lokal wird das Medikament zur Verhinderung von Blutungen bei Operation meist zusammen mit einem Lokalanästhetikum eingesesetzt.

Als Alternative kann man Adrenalin verwenden, insbesondere dann wenn auch die Herzfrequenz niedrig ist.

Gegenanzeigen

Noradrenalin darf nicht oder nur sehr vorsichtig bei folgenden Zuständen angewandt werden:

Weblinks

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