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Nonoxynol-9
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Nonoxynol-9 ist ein Wirkstoff, der wegen seiner spermiziden Wirkung in vielen Verhütungsmitteln eingesetzt wird.
Inhaltsverzeichnis |
Spermizide Wirkung
Nonoxynol greift die Membran des Spermiums an. Ist die Membran zerstört, sind die Spermien bewegungsunfähig. Nonoxynol ist in vielen Cremes, Gelen, Verhütungszäpfchen und -schäumen enthalten. Leider ist es nicht ganz unproblematisch, denn Nonoxynol-9 kann die Vaginal-Schleimhaut reizen und verletzen. Teilweise wurde bei Frauen, die regelmäßig Nonoxynol-9-haltige Mittel benutzten, Entzündungen, Wunden und sogar Geschwüre festgestellt. In einer amerikanischen Studie von 1993 zeigten Frauen, die zwei Wochen lang einmal am Tag ein Vaginalzäpfchen mit Nonoxynol-9 benutzten, bereits deutliche Störungen der Schleimhaut. Reizungen wurden vor allem an der Scheide und am Gebärmutterhals festgestellt.
Kondom
Bei einigen Kondomen ist auch in der Gleitbeschichtung Nonoxynol-9 enthalten.
Diaphragma
In fast allen Diaphragma-Gelen ist Nonoxynol-9 enthalten. Es gibt jedoch auch sogenannte "Milchsäuregels", die auf natürlicher Basis hergestellt sind und kein Nonoxynol-9 enthalten und damit nicht so schädigend für die Scheidenflora sind (siehe Links).
Nonoxynol-9 und HIV
Labortests ergaben, dass Nonoxynol-9 auch die Membran des HI-Virus angreift; andererseits ist eine durch Nonoxynol-9 angegriffene Scheidenwand auch viel durchlässiger für alle Art von Viren, wodurch praktisch kein Schutz vor Viren gegeben ist.
Nebenwirkungen
Nonoxynol-9 kann die Ansteckbarkeit für sexuellübertragbare Krankheiten erhöhen, wenn es häufig angewendet wird. Statistisch sind auch Zusammenhänge zwischen Nonoxynol-9-Anwendung und Harnwegsinfekten belegt. Selten treten auch allergische Reaktionen auf.
Alternativen
- Ähnliche Chemikalien sind:
- Oxtoxynol-9: In den USA sind einige wenige Gels mit Oxtoxynol-9 verfügbar.
- Benzalkoniumchlorid: Benzalkoniumchlorid ist in Spermiziden Gels enthalten die in Canada und Europa (Ungarn und Frankreich) auf dem Markt sind.
- Zur Anwendung mit dem Diaphragma, Portiokappe oder LEA contraceptivum wird auch auf Gels zurückgegriffen, deren Wirkstoff Milchsäure oder Zitronensäure ist.
Nach den bisherigen Erkenntnissen machen auch diese Säuren Spermien bewegungsunfähig. Umfassendere Studien liegen dazu nicht vor.
Weblinks
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