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Nomoi (Platon)
Aus Kefk.
Der Titel Nomoi (griechisch Νόμοι), (in etwa) Gesetze, bezeichnet das letzte Werk Platons. Es enthält den - fiktiven - ausführlichen Entwurf eines Gesetzesbuches für eine neu zu gründende Stadt, die in Kreta lokalisiert wird. Dieser Entwurf ist dabei wesentlich weniger radikal und totalitär als der – allerdings nach Ansicht vieler nie zur Verwirklichung oder auch nur als Modell gedachte – in Platons früherem, bekannteren Werk "Politeia" (auch "Der Staat" oder "Republik" genannt). Die Nomoi sind der einzige Dialog Platons, in dem Sokrates nicht namentlich vorkommt; es wird allerdings immer wieder die Meinung vertreten, der fast monologisierende Hauptteilnehmer, genannt "der Athener", sei eine Sokrates-Figur (der quasi doch nicht Selbstmord begangen und seinen Feinden in Athen entkommen wäre), z. B. von Leo Strauss.
Aufgrund des Fehlens der Person Sokrates' und der radikalen Thesen, die seinen in vorherigen Büchern vertretenen Ansichten stark widersprechen, vertreten verschiedene Wissenschaftler die These, die Nomoi seien nicht von Platon selbst geschrieben, sondern nur unter seinem Namen der Bekanntheit wegen veröffentlicht worden.
Es gilt als das älteste überlieferte rechtsvergleichende Werk.
Weblinks
- Platon - Nomoi (Die Gesetze) in der Übersetzung von Franz Susemihl
