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Nomenklator
Aus Kefk.
Technisch gesehen handelt es sich um ein frühes kombiniertes Verschlüsselungssystem, wenngleichen noch ohne Schlüssel selbst und unter Verwendung ähnlicher Bausteine:
- ein Codealphabet, im einfachsten Falle etwa Cäsar, komplexer etwa mit Homophonen, bei denen ein Klartextbuchstabe in mehrere Geheimtextbuchstaben übersetzt werden kann.
- häufig ein ähnliches "Alphabet" für Zahlen
- einige Codewörter, in Listen zusammengefasst, für häufig gebrauchte oder besonders wichtige bzw. verräterische Textbestandteile, wie etwa Personen, Orte, Wochentage (...)
- häufig einige Nullen oder Blender, Worte und einzelne Zeichen ohne Bedeutung zur Verwirrung eines unbefugten Entzifferers
Die Zusammenstellung eines Nomenklators umfasste vom Umfang her zunächst nur eine Blattseite. Die Anwendung erfolgte durchaus nicht immer durchgehend, zum Teil wurden in Klartext abgefasste Textteile mit verschlüsselten, "geheimen" Teilen kombiniert. Diese arbeitssparende Herangehensweise ersparte natürlich auch unbefugten Entschlüsselern einiges an Mühe.
Auf Anfangs auch verwendete gemalte "Sonderzeichen" wurde im Laufe der Entwicklung aus Gründen der Lesbarkeit verzichtet. Aus den frühen Nomenklatoren entwickelten sich später die bekannten, früher häufig etwa im diplomatischen Dienst eingesetzten ein- und zweiteiligen Codebüchern. Der Umfang der Codewortlisten dieser "Wörterbücher" stieg entsprechend auf mehrere tausend Elemente an.
