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Noiraigue

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Wappen
Bild:Noiraigue.gif
Basisdaten
Kanton: Neuenburg
Bezirk: Val-de-Travers
BFS-Nr.: 6508Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 2103
Koordinaten: Koordinaten: [http://tools.wikimedia.de/~magnus/geo/geohack.php?language=de&params=46.955562
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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Noiraigue, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

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Höhe: 729 m ü. M.
Fläche: 6.38 km²
Einwohner: 505 (31. Dezember 2006)
Website: ?
Karte
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Noiraigue ist eine politische Gemeinde im Distrikt Val-de-Travers des Kantons Neuenburg in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Noiraigue liegt auf 729 m ü. M., 16 km westsüdwestlich der Kantonshauptstadt Neuenburg (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich an der Karstquelle Noiraigue in einem Talkessel der Areuse vor dem Eintritt in die Talenge von Clusette, im östlichen Val de Travers, umgeben von den Höhen des Neuenburger Juras.

Die Fläche des 6.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst den östlichsten Teil des Val de Travers. Die Areuse bildet hier einen Talkessel zwischen den steilen Hängen der Côte de Rosières im Norden und der Côte de Rortier im Süden und weist einen flachen Talgrund von rund 600 m Breite auf. Die Nordgrenze verläuft über die Höhe der Combe Varin (1'075 m ü. M.) und Clusette (1'119 m ü. M.) und reicht bis an den Südrand des Hochtals Vallée des Ponts. Die südliche Grenze liegt auf dem Dos d'Ane, der nördlichen Krete des Felskessels Creux du Van. Am Nordhang des Soliat wird mit 1'360 m ü. M. der höchste Punkt von Noiraigue erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 70 % auf Wald und Gehölze, 21 % auf Landwirtschaft und rund 2 % war unproduktives Land.

Zu Noiraigue gehören einige Einzelhöfe im Tal und auf den Höhen des Juras. Nachbargemeinden von Noiraigue sind Travers, Brot-Plamboz, Brot-Dessous, Boudry und Gorgier.

Bevölkerung

Mit 505 Einwohnern (Ende 2006) gehört Noiraigue zu den kleinen Gemeinden des Kantons Neuenburg. Von den Bewohnern sind 88.4 % französischsprachig, 4.1 % deutschsprachig und 3.2 % sprechen Albanisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Noiraigue stieg von 1850 (241 Einwohner) bis 1900 (954 Einwohner) stark an, seither hat sie sich aber durch Abwanderung wieder halbiert.

Wirtschaft

Noiraigue war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Entlang der Areuse befanden sich bereits im 17. Jahrhundert einige Hochöfen, Mühlen, eine Sägerei und Schmieden. Danach setzte eine rasche Industrialisierung ein, wobei die Haupterwerbszweige zunächst in der Spitzenklöppelei und der Uhrenindustrie lagen, später kamen eine Kalk- und Zementfabrik sowie eine Fabrik, in der Skis hergestellt wurden, hinzu. Heute gibt es einige Unternehmen im Baugewerbe und ein Wasserkraftwerk. Die Landwirtschaft konzentriert sich auf die Viehzucht und Milchwirtschaft.

Verkehr

Die Gemeinde ist verkehrsmässig gut erschlossen. Sie liegt unterhalb der Hauptstrasse von Neuenburg über den Grenzübergang Les Verrières nach Pontarlier in Frankreich. Diese umfährt die Engstelle der Clusette in einem rund 1 km langen Tunnel. Am 25. Juli 1860 wurde die Eisenbahnlinie von Auvernier nach Les Verrières mit einem Bahnhof in Noiraigue eröffnet.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 998 unter dem Namen Nigra aqua. Dieses lateinische Wort mit der Bedeutung schwarzes Wasser bezeichnet das durch die moorigen Böden im Vallée des Ponts, dem Einzugsgebiet der Karstquelle, oft dunkel getrübte Wasser der Noiraigue. Die Gegend um Noiraigue war aber schon im Neolithikum begangen, was durch den Fund eines Beils aus dieser Zeit bezeugt wird.

Noiraigue gehörte bis zum 14. Jahrhundert zum Priorat Saint-Pierre in Môtiers, danach unterstand es bis 1848 der Kastlanei Val-de-Travers. Während dieser Zeit hatte die Grafschaft Neuenburg die Oberhoheit über das Gebiet inne. Seit 1648 war Neuenburg Fürstentum und ab 1707 durch Personalunion mit dem Königreich Preussen verbunden. 1806 wurde das Gebiet an Napoleon I. abgetreten und kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft, wobei die Könige von Preussen bis zum Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben. 1719 wurden zahlreiche Häuser Opfer eines Dorfbrandes.

Sehenswürdigkeiten

Der heutige Bau der Kirche stammt aus dem Jahr 1894, vorher gab es an dieser Stelle eine Kapelle. Noiraigue gehörte bis 1879 zur Pfarrei Travers, seither bildet es eine eigene Kirchgemeinde. Die katholische Kapelle wurde 1889 erbaut.

Weblinks

Wikipedia
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