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Nocturne (Musik)
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Das Nocturne ist eine im 19. Jahrhundert entwickelte musikalische Form der Klaviermusik. Der französische Begriff steht sinngemäß für "Nachtstück". Der erste Komponist, der diese Form eines Solostücks populär machte, war der irische Komponist John Field.
Vom musikalischen Charakter her sind Nocturnes eher schlicht und ruhig gehalten, gleichwohl anspruchsvoll, sowohl in Bezug auf die notwendige Fingerfertigkeit als auch hinsichtlich der Ausdrucksfähigkeit des Pianisten. Nocturnes wurden u.a. von Frédéric Chopin, Alexander Skrjabin, Franz Liszt, Gabriel Fauré, Erik Satie, Claude Debussy und Sergei Rachmaninow komponiert.
Debussy veröffentlichte 1900 ein Orchesterwerk mit dem Titel Nocturnes, kommentierte es in einer Einführung aber folgendermaßen:
- „Der Titel Nocturnes will hier in allgemeiner und vor allem in mehr dekorativer Bedeutung verstanden werden. Es handelt sich also nicht um die übliche Form des Nocturno, sondern um alle Eindrücke und speziellen Beleuchtungen, die in diesem Wort enthalten sein können. (…)“
Literatur
- Ulrich Michels: dtv-Atlas Musik 2. Musikgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart. Bärenreiter, 2003, ISBN 3423030232
