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Nitrotriazolon

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Strukturformel
Bild:Nitrotriazolone.svg
Allgemeines
Name Nitrotriazolon
Andere Namen NTO, 3-Nitro-1,2,4-triazol-5-on, 5-Nitro-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-one, Oxynitrotriazol (ONTA)
Summenformel C2H2N4O3
CAS-Nummer 932-64-9
Kurzbeschreibung farblose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 130,06 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,92 g·cm-3
Schmelzpunkt >280 °C (Zersetzung)
Siedepunkt ?--
Dampfdruck ? Pa (? °C)
Löslichkeit gut in Wasser, Alkohol, Ethansäure, schwer in Aceton, Ethylethanat, nicht in Ether, Chloroform, Benzen
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard E.svg
E
Explosions-
gefährlich
R- und S-Sätze

R: ?
S:

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Nitrotriazolon, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Nitrotriazolon (kurz NTO) ist eine energetische, heterozyklische Verbindung, die als Komponente in vielen modernen Sicherheitssprengstoffen verwendet wird. Durch Zusatz von Nitrotriazolon kann die Empfindlichkeit von Sprengstoffen beträchtlich reduziert werden, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Nitrotriazolon kann preisgünstig in zwei Schritten hergestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

NTO wurde erstmals 1905 hergestellt durch Manchot und Noll (siehe Justus Liebigs Annalen der Chemie 343, 1, 1905).

Gewinnung und Darstellung

NTO lässt sich durch Nitrierung von 1,2,4-Triazol-5-on (TO) mit 65%iger Salpetersäure bei 65–70°C herstellen. Die Umkristallisation aus Wasser mit Tensiden ergibt die geeignete runde Kornform.

Eigenschaften

NTO bildet farblose Kristalle, die leicht löslich in Wasser, Ethanol, Methanol und Essigsäure sind. In Aceton sowie Ethylacetat ist es schwer löslich. In unpolaren Lösungsmitteln wie Ether, Chloroform und Benzol löst es sich nicht. Die Verbindung kann aus Dimethylsulfoxid oder Methylenchlorid umkristallisiert werden.

NTO ist eine einbasige schwache Säure. Es bildet mit Silber-Ionen ein hellgelbes Silbersalz, das beim Erhitzen verpufft. Der Wert für die Bildungsenthalpie liegt bei ΔHf = −996 kJ/kg; NTO ist also eine exotherme Verbindung. Die Detonationsgeschwindigkeit bei maximaler Dichte liegt bei 8560 m/s.

Verwendung

NTO ergibt mit TNT gießbare Mischungen, die deutlich unempfindlicher sind als vergleichbare RDX-TNT-Mischungen. Im Gemisch mit Thermoplast-Binder wird NTO in Pressladungen für unempfindliche Munition verwendet. Mit NTO können gießbare Sprengstoffe mit günstigen Sicherheitseigenschaften und guten Leistungswerten hergestellt werden.

Rechtliche Bestimmungen

Die Herstellung und Verarbeitung von NTO ist in Deutschland ohne Genehmigung nach dem Sprengstoffgesetz verboten.

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