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Nitropenta

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Strukturformel
Bild:PETN.svg
Allgemeines
Name Nitropenta
Andere Namen PETN, Pentaerythrittetranitrat
Summenformel C5H8N4O12
CAS-Nummer 78-11-5
Kurzbeschreibung Farblose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 316,15 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,77 kg/l
Schmelzpunkt 141 °C
Siedepunkt ? °C
Dampfdruck ? Pa (? °C)
Löslichkeit unlöslich in Wasser
löslich in Aceton, Methylacetat
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard E.svg
E
Explosions-
gefährlich
R- und S-Sätze

R:
S:

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Nitropenta, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Bild:Plastic explosive PETN 500g.JPG
Formbarer Sprengstoff aus Nitropenta, 500 g.

Nitropenta (PETN, Pentrit, Pentaerythrittetranitrat) ist ein Sprengstoff. Nitropenta tritt in farblosen Kristallen auf, die bei 141,3°C schmelzen. Es ist unlöslich in Wasser, wenig löslich in Ethanol und Benzol, aber gut löslich in Aceton. Es ist von allen festen Sprengstoffen am leichtesten zur Detonation zu bringen.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Nitropenta wurde erstmals 1891 von Tollens und Wiegand durch Nitrierung des aus Acetaldehyd und Formaldehyd erhaltenen Pentaerythrit synthetisiert. 1894 wurde die Substanz als Zusatz zu rauchschwachen Pulvern von Thieme vorgeschlagen. Die Entdeckung der hochbrisanten Eigenschaften erfolgte erst 1912 und wurde in einem Deutschen Reichspatent geschützt, ohne dass eine Produktion mit Anwendung im Ersten Weltkrieg erfolgte

Verwendung

Etwa ab 1926 war eine technische Anwendung durch großtechnische Produktion des Ausgangsstoffes Pentaerythrit möglich. Es begann die Verwendung als Bestandteil von Sprengkapseln, -schnüren und als hochbrisante Geschossfüllungen in Kombination mit TNT in kleineren Kalibern. Heute werden Nitropenta-Sprengschnüre im gewerblichen Bereich eingesetzt. In Verbindung mit Plastifizierungsmitteln wird Nitropenta als "Plastiksprengstoff" eingesetzt. Die Detonationsgeschwindigkeit beträgt 8400 m/s. Außerdem wird Nitropenta ähnlich wie Glycerintrinitrat als gefäßerweiterndes Medikament bei Angina Pectoris eingesetzt.

Eigenschaften

PETN ist relativ schlagempfindlich (3 Nm). Bleiblockausbauchung: 523 cm3/10g

Sicherheitshinweise

Herstellung, Besitz und Verbreitung fallen unter das Sprengstoffgesetz.

Literatur

  • T. Urbanski: Chemistry and technology of explosives. 1961
  • Dr.R. Haas, Dipl.Ing J. Thieme : Synonymverzeichnis der Explosivstoffe
  • J.Gartz : "Kulturgeschichte der Explosivstoffe " E.S.Mittler & Sohn.Hamburg.2006.

Links

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Nitropenta – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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