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Nikon F4
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Die Nikon F4 war die erste echte Profikamera von Nikon mit einem integrierten Autofocus-System. Sie löste die Nikon F3 ab. Im Gegensatz zur Nikon F801 konnte die Autofocus-Geschwindigkeit noch einmal gesteigert werden. Auch in Sachen Ausstattung hatte die F4 der F801 einige Ausstattungsmerkmale voraus, dazu zählen vor allem der Wechselsucher und die Spotmessung.
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Technische Daten
- Kameratyp: Einäugige Spiegelreflexkamera
- Produktionszeitraum: 1988 - 1996
- Bajonetttyp: Nikon F-Bajonett
- Aufnahmeformat: 24 x 36 mm (35-mm-Filmformat)
- Rückspulung: manuell über Kurbel, motorisch
- Verschlusszeit: 1/8000 - 30s in den Modi P, PH, und A, 1/8000 bis 4s in den Modi S und M, X, B, T
- Synchronzeit: 1/250
- Scharfstellung: 2 Autofokusmöglichkeiten (continous (C) und single (S)) und manuell mit elektronischer Einstellhilfe
- Einstellscheibe: austauschbar
- Sucherinformation: über 2 Flüssigkristallanzeigen (Zeit, Blende, Belichtungsmodus, Belichtungskorrektur, Bildnummer) sowie über LED (Blitzbereitschaft und Focusindikator)
- Sucherbeleuchtung: ja, aktivierbar über den Schalter am Verschlusszeitenrad
- AF-Modul: AM 200
- AF-Meßbereich: EV -1 bis +18
- Belichtungsmessung: Matrixmessung, mittenbetonte und Spotmessung
- Serienbildgeschwindigkeit: 4 bzw 5,6 Bilder pro Sekunde
- Belichtungsmodi: Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, manuelle Einstellung
- Meßbereich: EV 0 bis EV +21
- ISO-Bereich: 6 - 6400 ISO
- Belichtungskorrektur: +2 EV / -2 EV
- Suchertyp: Wechselsucher, mitgeliefert wurde Prismensucher DP 20
- Dioptrieneinstellung: -3 dpt. bis +1 dpt.
- Abmessungen: 117 x 168.5 x 76 mm
- Gewicht: 1090g
Varianten
Die F4 wurde in drei verschiedenen Varianten angeboten, die Basisversion jeder F4 lässt sich jedoch zu einer F4s oder F4E umrüsten. Zusätzlich zu den drei genannten Batterieansätzen gibt es noch den MB 22. Dieser ist jedoch nur für die externe Stromversorgung eingerichtet.
- F4: Diese Kameravariante wurde ohne Batteriehandgriff ausgeliefert, dafür bot der Handgriff 4 Batterien oder Akkus des Formates AA Platz, Bezeichnung MB-20. Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 4 Bilder pro Sekunde.
- F4s: Das ist die beliebteste F4 Version. Der Batteriehandgriff mit Hochformatauslöser (Bezeichnung MB-21) wurde mit der Kamera ausgeliefert, er bietet insgesamt 6 AA Batterien oder Akkus Platz. Die Serienbildgeschwindigkeit steigt auf 5,7 Bilder pro Sekunde.
- F4E: Diese Variante wurde vorerst nur in Japan ausgeliefert, später kam die Variante auch in Europa in die Läden. Es ist ebenso, wie bei F4s ein Batteriepack mit Hochformatauslöser bei der Kamera angesetzt, jedoch in anderer Form, Bezeichnung MB-23. Dieser nimmt spezielle Akkus auf, welche eine Serienbildgeschwindigkeit von 5,7 Bilder pro Sekunde herauskitzeln.
Wechselsucher
Wie bereits seit der Nikon F bekannt, bietet auch diese Kamera die Möglichkeit, den Sucher zu wechseln. Insgesamt wurden vier Wechselsucher von Nikon angeboten, wobei der Prismensucher DP-20 mit der Kamera ausgeliefert wurde.
- Prismensucher DP-20: Serienausstattung der F4, unterstützt alle 3 Belichtungsmessethoden. Des Weiteren hat er eine eingebaute Dioptrienkorrektur (von -3 bis +1 Dioprie) sowie einen eingebauten Okularverschluss. Ein ISO-Mittenkontakt gehört ebenso zur Ausstattung.
- Sportsucher DA-20: unterstützt nur Mittenbetonte - und Spotmessung. Dieser Sucher wurde ebenso wie der DP-20 mit einem ISO-Mittenkontakt ausgestattet.
- Lichtschachtsucher DW-20: unterstützt nur Spotmessung. Der Sucher zeigt das Bild seitenverkehrt. Eine Fünffachlupe wurde eingebaut.
- 6 fach Lupensucher DW-21: hat eine eingebaute Lupe, Suchereinblick von oben, nur Spotmessung. Er ist ideal für die Mikroskopfotografie, um eine Anpassung an das Auge gewährleisten zu können, besitzt der Sucher eine Okularverstellung von -5 bis +3 Dioptrien.
Belichtungssteuerung
An Belichtungssteuereungsmodi bietet die Nikon F4:
- Programmautomatik P (nicht shiftbar)
- Highspeedprogrammautomatik Ph (nicht shiftbar)
- Zeitautomatik A
- Blendenautomatik S
- Manuelle, kreuzgekuppelte Nachführmessung M
Die einzelnen Modi werden über einen Schiebeschalter unter dem Belichtungskorrekturrad eingestellt.
Im Gegensatz zu modernen Kameras muss die Blende noch am Objektiv verstellt werden, die Zeit wird wie bei einer klassischen SLR am Verschlusszeitenrad (links neben dem Sucher) eingestellt. Will man Programmautomatik oder Blendenautomatik fotografieren, so muss man den Blendenring am Objektiv auf den kleisten Wert (höchste Zahl) einstellen, sonst meldet die Kamera einen Fehler (im Sucher LCD erscheint Fee) und der Auslöser ist blockiert. Da an der Kamera keine Möglichkeit besteht, die Blende einzustellen, können G Nikkore nur im den Modi Programm- oder Blendenautomatik verwendet werden.
Belichtungsmessung
In Sachen Belichtungsmessung stehen eine 5 Feld Matrixmessung, mittenbetonte Integralmessung und Spotmessung zur Verfügung. Der Messcharakteristikwechsel erfolgt an einem Schalter auf der rechten Seite des Suchers. Das Suchersystem ist außerdem austauschbar gegen einen Sportsucher, Lichtschacht- und Vergrößerungssucher. Neben den Suchern ist auch die Rückwand gegen 2 Datenrückwände und Langfilmmagazine wechselbar.
Literatur
- Bedienungsanleitung zur F4 von Nikon
- Peter Braczko: Das neue große Nikon Handbuch. Kameras, Objektive, Zubehör. 368 Seiten. Hück: Wittig Fachbuch 1999, ISBN 3889841112
- Rudolf Hillebrand und Hans-Joachim Hauschild: Nikon Kompendium. Das Handbuch der Nikon-Fototechnik. 208 Seiten. Gilch Verlag Photographie 1991, ISBN 3933131332
Weblinks
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