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Nikolaus Krell

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Nikolaus Krell, zeitgenössisch auch Nicolaus Crell, (* um 1550 in Leipzig, † (hingerichtet) 9. Oktober 1601 in Dresden) war ab 1589 Kanzler des Kurfürsten Christian I. von Sachsen.

Nach der Ausbildung an der Fürstenschule in Grimma studierte er in Leipzig.

Auf Reisen in die Schweiz begann er sich dem Kalvinismus zuzuwenden. 1580 wurde er von Kurfürst August von Sachsen zum Hofrat ernannt. Nach der Regierungsübernahme des Kurfürsten Christian I. von Sachsen, den er schon vorher beraten hatte, wurde er zum Kanzler des Kurfürstentums bestellt. Seine Reformbemühungen galten dem Zurückdrängen der Lutherischen Orthodoxie sowie einer Abwendung vom habsburgischen Einfluss. Er suchte eine Annäherung an Heinrich IV. von Frankreich, Königin Elisabeth I. von England und protestantische Fürsten.

Er war verheiratet mit Margarethe Krell geb. Backofen, einer Leipziger Bürgerstochter.

Nach dem Tod Christians I. 1591 wurde er auf Betreiben der Lutherischen Orthodoxie und des Adels von dessen Witwe Sophie von Sachsen, einer orthodoxen Lutheranerin, verhaftet und auf der Festung Königstein in der später nach ihm benannten Krellburg eingekerkert. Nach zehnjährigem Prozess wurde er 1601 nach Dresden gebracht und als Anhänger des Kryptocalvinismus am 9. Oktober hingerichtet.

An der Stelle seines Todes vor dem Dresdener Stallhof erinnert ein Pflasterstein mit der Aufschrift „Kr.“ an den großen europäischen Politiker.

Krell war nicht der Einzige, dem Kryptokalvinismus vorgeworfen wurde. Dieser Vorwurf erging auch an Caspar Peucer.

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