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Nikolaus Joseph von Jacquin
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Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin (* 16. Februar 1727 in Leiden; † 24. Oktober 1817 in Wien) war ein Botaniker und praktizierte ab 1752 in Wien als Arzt.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Er bereiste von 1754 bis 1759 Westindien, um dort neue Pflanzen für die kaiserlichen Gärten zu Wien und Schloss Schönbrunn zu sammeln. Nach seiner Rückkehr war er von 1763 bis 1768 Professor der Chemie, Mineralogie und Botanik zuerst an der Bergakademie in Schemnitz, ab 1769 Professor für Chemie und Botanik an der Universität Wien, zudem auch Direktor des Botanischen Gartens der Universität und später der Kaiserlichen Gärten von Schloss Schönbrunn. Er führte experimentelle Methoden in die Chemie ein und war maßgeblich an der Einführung des Ordnungssystems von Linné im Gebiet der Habsburger Monarchie beteiligt. Er trat 1797 in den Ruhestand und wurde 1806 in den Freiherrenstand erhoben. Sein Sohn Joseph Franz Jacquin wurde ebenfalls ein Professor der Botanik.
Zu Ehren von Jacquin wurde nach seinem Tode von der Wiener Universität ein Gemälde in Auftrag gegeben. Der Wiener Blumenmaler Johann Knapp schuf die Huldigung an Jacquin (1821/22), ein außergewöhnliches Bild, auf dem in botanisch exakter Weise Pflanzen dargestellt sind, die von Jacquin beschrieben wurden (Wien, Österreichische Galerie).
Leistung
Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin ist Erstbeschreiber vieler Pflanzen, Pilze und Tiere. In der Botanik und Mykologie wird sein Name mit Jacq., in der Zoologie mit Jacquin abgekürzt.
Ehrentaxa
Eine Gattung der Theophrastaceae ist nach ihm Jacquinia benannt. Außerdem trägt der Berg-Spitzkiel Oxytropis jacquinii Bunge seinen Namen.
Schriften
Seine Hauptwerke sind:
- Flora austriaca (Wien 1773-78, mehrere Bände, mit 450 kolorierten Tafeln)
- Selectarum stirpium americanum historia (Wien, 1763 u. 1780, mit 264 kolorierten Tafeln)
- Observationes botanicae (Wien, 1764, 4 Bände mit 100 Tafeln)
- Icones plantarum rariorum (Wien, 1781–1793, 3 Bände mit 648 kolorierten Tafeln)
- Collectanea ad botanicam, chemiam et historiam naturalem spectantia (Wien, 1786 -96)
- Hortus botanicus Vindobonensis (1770–1776, 5 Bände, 300 Bildtafeln)
- Plantarum rariorum Horti caesarei Schoenbrunnensis descriptiones et icones (1797–1804, 4 Bände mit 500 Tafeln)
Weblinks
| PND: Datensatz zu Nikolaus Joseph von Jacquin bei der DNB |
| Keine Treffer im DDB-OPAC, 19.04.2006 |
Jacq.
ist die offizielle botanische Abkürzung von Nikolaus Joseph von Jacquin.
Autorenkürzel von Botanikern und Mykologen
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jacquin, Nikolaus Joseph Freiherr von |
| KURZBESCHREIBUNG | Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 16. Februar 1727 |
| GEBURTSORT | Leiden |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 1817 |
| STERBEORT | Wien |
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