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Nikolaus Gromann

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Nikolaus Gromann (* um 1500; † 1566 in Gotha) war ein berühmter Baumeister der Renaissance. Er stand über 30 Jahre im Dienste des ernestinischen Zweiges der Wettiner. 1543 wurde er zum landesfürstlichen Baumeister ernannt. Seine Lehrmeister waren Cunz Krebs(† 1540 in Torgau) und Andreas Günter (1542 in Torgau verunglückt). Gromann hat unzählige Baustellen in den ernestinischen Ländern betreut, neben Schlössern der Wettiner hat er auch ein Rathaus, Kirchen, Befestigungsanlagen, Straßen und Brücken gebaut. 1536 bezeichnet er sich als Steinmetz.

Bauten

1536/37 Weida, Schloss; 1543/45 Torgau, Schloss Hartenfels mit Schlosskirche gemeinsam mit Kunz Krebs, von Gromann: der Nordflügel; 1547/52 Wolfersdorf, Jagdschloss "Fröhliche Wiederkunft"; 1549 Roda, Schloss; 1549 Weimar, Cranachhaus; 1554/60 Coburg, Umbauten auf der Veste Coburg; 1552/53 Gotha, Stadtbefestigung und Schloss Grimmenstein; 1554 Coburg, Schloss Ehrenburg; 1554 Weimar, Grünes oder Französisches Schloss (heute: Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, Brand 2004); 1557/59 Jena, Collegii (Universitätswohnheim); 1560 Dornburg, Schloss; 1560/64 Heldburg, Ausbau Veste Heldburg, Neubau Französischer Bau; 1562 Altenburg, Rathaus; 1563 Leuchtenburg (Wiederaufbau)

Von seinen zahlreichen Bauten und Umbauten sind nur vier bedeutende Renaissancebauten bis heute erhalten:

  • das Rathaus in Altenburg
  • die Schlosskirche in Torgau (erster Kirchenneubau der Reformation)
  • Französischer Bau der Veste Heldburg in Heldburg (Bad Colberg-Heldburg); abgebrannt 1983, Wiederaufbau noch im Gange
  • das Torgebäude, sog. Bastille mit Schmuckportal des Weimarer Schlosses
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