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Nikolai Nikolajewitsch Murawjow

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen siehe unter Nikolai Murawjow.

Nikolai Nikolajewitsch Murawjow(-Karski) (russisch Николай Николаевич Муравьёв-Карский, wiss. Transliteration Nikolaj Nikolaevič Murav'ёv-Karskij; * 14. Juli 1794 in Sankt Petersburg; † 18. Oktober/4. November 1866 in Skornjakowo, Gouvernement Woronesch) war ein russischer General im Krimkrieg.

Werdegang

Murawjew trat 1810 in die russische Armee ein. Er wurde Kapitän im Generalstab und diente im Kaukasus. 1819 wurde er nach China gesandt. Im Persischen Krieg zeichnete er sich aus und wurde zum Generalmajor befördert. Im polnischen Feldzug von 1830 führte er die litauische Grenadierbrigade und entschied mit dieser den Sieg bei Kasimiersh wofür er zum Generalleutnant befördert wurde. Im September 1831 kommandierte er beim Sturm auf Warschau den rechten Flügel. Ende 1832 ging er als außerordentlicher Bevollmächtigter Russlands nach Ägypten und kommandierte im Anschluss die am Bosporus gelandeten Truppen. 1835 wurde er Kommandierender General des V. Korps und 1855 Oberbefehlshaber der kaukasischen Armee im Krimkrieg.

In dieser Funktion marschierte er in den osmanischen Teil Armeniens ein und wurde dort von der Bevölkerung freundlich begrüßt. Von Anfang Juni bis Ende November 1855 belagerte Murawjew die wichtige Festung Kars, im Nordosten Anatoliens. Omar Pascha, der in den Donau-Fürstentümern so erfolgreich war, wurde entsandt, um Kars zu entsetzten. Sein Ablenkungsangriff auf Kutaissi wurde aber vereitelt und am 29. November konnte Murawjew Kars einnehmen. Dieser Erfolg gestattete Russland, trotz des Verlustes von Sewastopol den Frieden anzunehmen. Murawjew wurde dafür in den Fürstenstand erhoben und zum Generaladjutanten Zar Alexanders II. und Mitglied des Reichsrats ernannt. Er war im Anschluss Mitglied der Kommission, welche die Missstände während des Krimkriegs untersuchen sollte, lebte aber die nächsten Jahre teils zurückgezogen in Russland, teils auf Reisen im südlichen Europa.

Literatur

Weblinks

Anmerkung: Bei doppelten Datumsangaben führt der Tag gemäß julianischem Kalender, das folgende Datum gibt den Tag gemäß gregorianischem Kalender an. Der Wechsel des Kalenders fand, je nach Staat, zwischen 1582 und 1812 statt, in einigen Staaten Osteuropas erst Anfang des 20. Jahrhunderts (beispielsweise in Russland zur Oktoberrevolution 1917).
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