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Neubau (Wien)
Aus Kefk.
| VII. Wiener Gemeindebezirk | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte | |
| Bild:Kartewien7.png | |
| Name: | Neubau | |
| Fläche: | 1,61 km² | |
| Einwohner: | 30.282 (31.12.2005)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 18.809 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | A-1070 | |
| Adresse des Bezirksamtes: | Hermanngasse 24-26 A-1070 Wien | |
| Offizielle Website: | http://www.wien.gv.at/neubau | |
| Politik | ||
| Bezirksvorsteher: | Thomas Blimlinger (Die Grünen) | |
| Bezirksvertretung </br> (40 Bezirksräte) | Grüne 18, SPÖ 12, ÖVP 7, </br>FPÖ 3 | |
Neubau ist der 7. Wiener Gemeindebezirk und liegt innerhalb des ehemaligen Linienwalls (= heutiger Gürtel).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Der 7. Bezirk wird im Norden von der Lerchenfelder Straße, im Osten von der Museumstraße, im Süden von der Mariahilfer Straße und im Westen vom Gürtel begrenzt. Er grenzt im Norden an die Josefstadt, im Osten an die Innere Stadt, im Süden an Mariahilf und im Westen an Rudolfsheim-Fünfhaus und an Ottakring .
Geschichte
Die älteste Siedlung im Bereich des heutigen Bezirks war das Dorf Zeismannsbrunn. Seit 1302 heißt die Siedlung aber nach dem Patron der Kirche St. Ulrich. St. Ulrich war die wichtigste Hochburg des Protestantismus in Wien. 1693 wurde der westliche Teil von St. Ulrich abgetrennt und die selbständige Gemeinde Neubau. Etwas außerhalb befand sich eine Siedlung im Besitz des Schottenstiftes, die Neustift genannt wurde. Ebenfalls etwas außerhalb befand sich das Schottenfeld, das wegen seiner Industrie und des daraus folgenden Reichtums auch als Brillantengrund bzw. Seidengrund bezeichnet wurde.
Dagegen hatte der Spittelberg (früher: Spitalberg) einen denkbar schlechten Ruf. Die enge Bebauung war der Gesundheit nicht förderlich, außerdem war er eine Hochburg der Prostitution. Heute ist dieser Stadtteil ein Beispiel für eine Luxussanierung.
1850 wurden diese Vorstädte als 6. Bezirk Neubau eingemeindet. Nach der Teilung Wiedens im Jahr 1861 wurde Neubau zum 7. Bezirk, ein Jahr später wurden die Bezirksgrenzen neu gezogen, wodurch kleine Teile der ehemaligen Vorstädte Mariahilf, Laimgrube und Altlerchenfeld an den 7. Bezirk gingen.
Die Bebauung des Bezirkes stammt hauptsächlich aus der Zeit zwischen 1880 und 1910. Zu dieser Zeit gab es auch sehr viele Industriebetriebe, die später verschwanden oder wegsiedelten.
Der 7. Bezirk war 2001 der erste Bezirk Wiens und bis 2004 (Europawahl 2004) das einzige Gebiet Österreichs, in dem die Grünen bei Wahlen die relative Mehrheit erzielten.
Bevölkerung
Daten lt. Statistik Austria [5] <timeline>
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Bevölkerungsentwicklung
Neubau war bereits nach seiner Gründung 1850 sehr dicht besiedelt, weshalb im Bezirksgebiet 1869 80.043 Einwohner lebten, ein Wert, der nie wieder übertroffen wurde. Bis vor Beginn des Ersten Weltkriegs blieb die Bevölkerungszahl relativ stabil, danach begann ein sukzessiver Rückgang. Bedingt durch die steigenden Ansprüche auf Wohnraum verbunden mit Wohnungszusammenlegungen nahm die Einwohnerzahl in Neubau nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute um rund die Hälfte ab. Seit der letzten Volkszählung 2001 hat sich die Bevölkerungszahl stabilisiert und lag 2005 bei 30.282 Einwohnern.
Bevölkerungsstruktur
Die Altersstruktur der Neubauer Bevölkerung wich 2001 in mehreren Teilbereichen vom Wiener Durchschnitt ab. So lag der Anteil der Bewohner unter 15 Jahren bei 12,5 %, während dieser Wert in Wien mit 14,7 % deutlich höher war. Dem gegenüber lag der Anteil der Bevölkerung im Alter von 20 bis 39 Jahren in Neubau mit 36,2 % stark über dem Wien-Durchschnitt von 30,9 %, ein Beleg für den Ruf von Neubau als Anziehungspunkt für junge Wirtschaftstreibende, Künstler und Kreative. Der Anteil der Bevölkerung im Alter von 60 oder mehr Jahren lag mit 18,3 % unter dem Wiener Wert von 21,7 %. Die Geschlechterverteilung im Bezirksgebiet entsprach mit einem Anteil von 46,8 % Männern und 53,2 % Frauen dem Wiener Durchschnitt, während die Neubauer mit 35,7 % gegenüber 41,2 % weniger oft verheiratet waren als die Durchschnittswiener.[2]
Herkunft und Sprache
Der Anteil der ausländischen Bezirkseinwohner lag 2005 bei 23,6 % (Wien: 18,7 %), und weist eine steigende Tendenz auf (2001: 20,2 %). Den höchsten Anteil der Ausländer stellten 2005 mit rund 4,7 % Anteil an der Bezirksbevölkerung Staatsbürger aus Serbien und Montenegro. Weitere 2,7 % waren deutsche, 1,6 % türkische, 1,2 % polnische und je 0,9 % kroatische oder bosnische Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 27,5 % der Neubauer Bevölkerung nicht in Österreich geboren worden. 7,0 % sprachen daher als Umgangssprache Serbisch, 3,8 % Türkisch und 2,7 % Kroatisch.[2] [3]
Religion
Das Religionsbekenntnis der Bevölkerung von Neubau wich bei der Volkszählung 2001 gegenüber dem Durchschnitt Wiens vor allem im Bereich der Menschen mit römisch-katholischer Konfession ab. So gaben 2001 45,4 % der Bewohner an, der römisch-katholischen Kirche anzugehören (Wien: 49,2 %). 7,8 % der Bewohner waren islamischen Glaubens, 7,0 % gehörten der Orthodoxen Kirche an und 5,0 % waren evangelisch. 23,8 % der Bezirksbevölkerung gehörter keiner Religionsgemeinschaft an, 8,7 % hatten kein oder ein anderes Religionsbekenntnis angegeben.[2]
Politik
Bezirksvorstehung
| Bezirksvorsteher/innen seit 1945 | |
|---|---|
| Josef Matz (KPÖ) | 4/1945-7/1945 |
| Wilhelm Dürnbacher (ÖVP) | 1945-1950 |
| Ferdinand König (ÖVP) | 1950-1954 |
| Franz Glamm (ÖVP) | 1954-1959 |
| Peter Platzer (ÖVP) | 1959-1964 |
| Franz Pospisil (ÖVP) | 1964-1965 |
| Otto Limanovsky (ÖVP) | 1965-1978 |
| Josef Karrer (ÖVP) | 1978-1991 |
| Herbert Tamchina (SPÖ) | 1991-1998 |
| Gabriele Zimmermann (SPÖ) | 1998-2001 |
| Thomas Blimlinger (Grüne) | 2001- |
Wappen
Das Bezirkswappen von Neubau setzt sich aus fünf Teilen zusammen, die für die fünf Bezirksteile stehen. Das Herzschild in der Mitte symbolisiert den Bezirksteil Neubau. Es zeigt einen liegenden Mond und ein goldenes Kreuz. Vermutlich symbolisiert das Wappen die Abwehr der Wiener Türkenbelagerung. Der linke, obere Teil des Bezirkswappens steht für den Bezirksteil Altlerchenfeld als sprechendes Wappen. Es zeigt vier goldene Lerchen und ein silbernes Kreuz. Die Lerchen stellen neben den Bäumen eine Möglichkeit für die Entstehung des Namens dar. Rechts daneben befindet sich das Wappen des Bezirksteils Sankt Ulrich. Es zeigt den Heiligen Ulrich von Augsburg, den Kirchenpatron der Siedlung, auf blauem Hintergrund mit einer grünen Wiese. Er trägt Bischofskleidung und Insignien. In der linken hält er einen silbernen Fisch. Dieser symbolisiert eine Legende, in der erzählt wird, dass Ulrich einem Boten ein Stück Gänsebraten schenkte, das sich in einen Fisch verwandelte. Der linke, untere Wappenteil repräsentiert den Bezirksteil Schottenfeld. Es zeigt einen Schottenpriester (Benediktiner) vor silbernem Grund auf einer Wiese wandern und symbolisiert damit die frühere Zugehörigkeit des Gebietes zum Schottenstift. Der rechte, untere Wappenteil symbolisiert als sprechendes Wappen den Bezirksteil Spittelberg ("Spitalsberg"). Auf einem roten Hintergrund ist ein Felsenberg mit einem blauen Reichsapfel abgebildet, darüber schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer silbernen Taube. Teile des Wappens sind dem Siegel des dortigen Bürgerspitals entnommen.
Persönlichkeiten
- Johann Christoph Voigtländer (1732-1797)
- Josef Lanner (1801-1843)
- Johann Strauß (Sohn) (1825-1899)
- Carl Michael Ziehrer (1843-1922)
- Gustav Klimt (1862-1918)
- Karl Farkas (1893-1971)
- Fritz Hochwälder (1911-1986)
- Fritz Muliar (* 1919)
- Theodor Graf Latour
Sehenswürdigkeiten
- Museumsquartier (ehemalige k.u.k. Hofstallungen)
- Ulrichskirche (Maria Trost)
- Volkstheater
- Palais Trautson
- Justizpalast
- Spittelberg (Weihnachtsmarkt)
- Altlerchenfelder Pfarrkirche
- Stiftskirche (Wien)
Siehe auch
Fußnoten
- ↑ Statistik Austria [1]
- . a b c Statistik Austria (Volkszählung 2001)[2] [3]
- ↑ MA 5 Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Bezirken 2001-2005 [4]
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I. Innere Stadt | II. Leopoldstadt | III. Landstraße | IV. Wieden | V. Margareten | VI. Mariahilf | VII. Neubau | VIII. Josefstadt | IX. Alsergrund | X. Favoriten | XI. Simmering | XII. Meidling | XIII. Hietzing | XIV. Penzing | XV. Rudolfsheim-Fünfhaus | XVI. Ottakring | XVII. Hernals | XVIII. Währing | XIX. Döbling | XX. Brigittenau | XXI. Floridsdorf | XXII. Donaustadt | XXIII. Liesing
Koordinaten: 48° 12' 9" N, 16° 20' 53" O
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