Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Netzbrummen
Aus Kefk.
Als Netzbrummen wird die Auswirkung auf z.B. elektronische Geräte von Einstrahlungen elektromagnetischer Wellen von 50 Hz (Grundton etwa G1), beziehungsweise 60 Hz in den USA (Grundton etwa B1) bezeichnet, die von stromführenden elektrischen Leitungen des häuslichen Stromnetzes oder öffentlichen Stromleitungen herrühren. Das Netzbrummen ist für die Messtechnik eine Störquelle, die mit geeigneten Mitteln minimiert werden muss, wenn ein Nutzsignal von geringer Spannung oder Stromstärke gemessen werden soll.
Das Netzbrummen kann mit einem Oszilloskop auch mess- und sichtbar gemacht werden.
Mechanisch bedingtes Netzbrummen kann auch bei Transformatoren durch den sie durchfließenden Strom erzeugt werden. Die dabei entstehenden magnetischen Feldstärken wirken auf den Eisenkern des Transformators ein, sodass dieser bei schlechter mechanischer Fixierung entsprechend vibrieren kann und so auch ein akustisches Netzbrummen aussenden kann.
Ein weiterer Grund für Netzbrummen in der Tontechnik kann in unzureichend geglätteter Versorgungsspannung liegen.
Praxisrelevanz
Den Einstrahlungen elektromagnetischer Wellen sind aber nicht nur elektronische Geräte sondern jedwede Objekte (insbesondere Metalle oder Flüssigkeiten mit Ionen oder Moleküle mit Dipolcharakter z. B. Wasser) ausgesetzt, die sich im Strahlungsfeld der stromführenden Leitungen befinden. Daher wird das Netzbrummen auch verstärkt hörbar, wenn ein hochohmiger Eingang eines Verstärkers mit Lautsprecherausgang mit einem Finger berührt wird. Besonders störend wirkt sich das Netzbrummen auf einen Messvorgang daher auch aus, wenn schwache Signale direkt am Körper gemessen werden sollen, wie dieses z.B. bei EKG- oder EEG-Messungen der Fall ist. Zur Eliminierung dieses Störsignals sind daher besonderer schaltungstechnische Vorkehrungen (z.B. Verwendung von Differenzverstärkern mit hoher Gleichtaktunterdrückung) nötig.
Siehe auch
Faradayscher Käfig | Brummspannung | Mantelstromfilter | Brummschleife
Weblinks
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Netzbrummen, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
