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Neokeynesianismus

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Neokeynesianismus ist eine Theorie der Wirtschaftswissenschaften, die zum Teil auf Ideen von John Maynard Keynes, vor allem aber auf neoklassischer Theorie beruht.

Als Antwort auf die Kritik am Keynesianismus und als Reaktion auf die Erfahrungen der Wirtschaftskrise der 1970er Jahre entwickelte sich in den 1980er Jahren der Neokeynesianismus oder Neue Keynesianismus, der deutlich von der ursprünglichen Theorie zu trennen ist. Dessen Theorien akzeptieren, dass langfristig angebotsseitige Faktoren entscheidend sind, die mit neoklassischen Theorien erklärt werden können. Kurzfristige Schwankungen werden jedoch von der Nachfrageseite bestimmt und können mit der keynesianischen Theorie erklärt werden.

Eng damit verbunden ist John Richard Hicks, der mit dem von ihm entwickelten IS/LM-Modell dazu beitrug, die Theorien von Keynes populär zu machen. Dabei wird die keynesianische Theorie auf eine kurzfristige Theorie zur Bestimmung des Gleichgewichtseinkommen reduziert. Ganz entscheidende Erkenntnisse, wie der Einfluss schwankender und unsicherer Erwartungen verschwinden aus Keynes' Theorie. Hicks: „So the General Theory of Employment is the Economics of Depression“. („Somit ist die General Theory der Beschäftigung eine Ökonomie der Depression“.)

Neukeynesianische Ansätze sind im angelsächsischen Raum weitgehend akzeptiert. Entsprechend sind auch in der aktuellen Wirtschaftspolitik dieser Länder vermehrt keynesianische Handlungsweisen zu erkennen, beispielsweise durch staatliches deficit spending oder sehr niedrige Zinsen.

Inhaltsverzeichnis

Beispiel für staatl. Mittel

  • Förderungsprogramme wie zum Beispiel Steuersenkungen und Sparprämien
  • Erhöhte Staatsausgaben durch aktive Verschuldung (deficit spending)
  • Zinssenkungen

Gewünschte Primäreffekte

Einkommen, Produktion und Beschäftigtenzahlen in den jeweiligen Bereichen sollen steigen. Häufig sind hiervon öffentliche Großprojekte (z.B. der Straßenbau) betroffen.

Gewünschte Folgeeffekte

Die allgemeine Kaufkraft soll steigen. Die Industrie für Konsumgüter soll wachsen. Neue Branchen sollen erfasst werden. Generell soll also die Produktion und die Zahl der Beschäftigten wachsen.

Kritik

Staatliche Schulden für Förderprogramme und erhöhte Ausgaben müssen bei anspringender Konjunktur über Überschüsse wieder abgebaut werden. Dies wird bekanntermaßen in der Praxis nicht eingehalten. Folgeprobleme sind u.A. steigende, investitionshemmende Zinsen und der crowding-out effect.

Weblink

Einführung in den Neokeynesianismus (Script der Universität Hannover)

Wikipedia
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