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Neugriechische Sprache

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Neugriechisch
Gesprochen in Griechenland, Zypern, Albanien, Mazedonien, Türkei, Bulgarien, in isolierten Sprachinseln in Süditalien (Kalabrien und Apulien) und überall dort, wohin Griechen und griechische Zyprer ausgewandert sind (USA, Australien, Großbritannien, Deutschland usw.)
Sprecher 12,3 Millionen [1]
Linguistische
Klassifikation
Neugriechisch
Offizieller Status
Amtssprache in Griechenland, Zypern, Europäische Union
Sprachcodes
ISO 639-1: el
ISO 639-2: (B) gre (T) ell
ISO 639-3 (SIL): ell

Neugriechisch (neugr. Néa Elliniká, Νέα Ελληνικά), die heutige Sprache der Griechen, ist die Amtssprache von Griechenland (ca. 10,5 Millionen Muttersprachler) und Zypern (ca. 0,7 Mio.) und somit eine der 20 offiziellen Amtssprachen der EU. Außerdem ist es in einigen südalbanischen und süditalienischen Gemeinden, in denen Angehörige griechischer Minderheiten leben, als lokale Amts- oder Schulsprache zugelassen. Zusammen mit den ausgewanderten Griechen und Zyprioten sprechen weltweit etwa 12,3 Millionen Menschen Griechisch als Muttersprache. Das Neugriechische gehört zu den indogermanischen Sprachen, steht innerhalb dieser Sprachfamilie jedoch isoliert da, ist also mit keiner weiteren Sprache näher verwandt.

Inhaltsverzeichnis

Terminologie

Das Neugriechische wird heute in vielen Wörterbüchern und im aktuellen Kontext (zum Beispiel in der EU) allgemein als Griechisch bezeichnet. Um es sprachlich vom Altgriechischen zu unterscheiden, das im Zusammenhang der humanistischen Bildung und der antiken griechischen Kultur meist ebenfalls nur als Griechisch bezeichnet wird, herrschen in linguistischem Zusammenhang die Begriffe Neu- und Altgriechisch vor.
Um ganz exakt die heutige offizielle Staats- und Umgangssprache Griechenlands zu benennen und auch die Grenze zu den ebenfalls neugriechischen Sprachformen Katharevousa und Dimotiki zu ziehen, wurde der englische Begriff Standard Modern Greek („Standard-Neugriechisch“) geprägt. Oft wird das Standard-Neugriechische mit der Dimotiki gleichgesetzt, was jedoch aus sprachwissenschaftlicher Sicht nicht völlig korrekt ist, da auch die Katharevousa einen bedeutenden Einfluss auf die Standardsprache genommen hat.
Im Neugriechischen selbst wird die Sprache wissenschaftlich korrekt als Neoellinikí Kiní (Νεοελληνική κοινή, „Neugriechische Gemeinsprache“) bezeichnet, weiters finden sich ta (Néa) Elliniká (τα (Νέα) Ελληνικά, „das (Neu-)Griechische“) und i Neoellinikí (η Νεοελληνική) bzw. i Ellinikí (η Ελληνική), „die (neu)griechische [Sprache]“.

Geschichte

Hauptartikel: Griechische Sprache

Bild:Gebiete mit griechischsprachiger Mehrheit um 1900b.png
Gebiete mit griechischsprachiger Mehrheit um 1900

Neugriechisch hat sich aus der Koine des Altgriechischen und damit dem attischen Dialekt entwickelt. Den Beginn der neugriechischen Epoche setzt die Forschung wechselweise im 11. Jahrhundert (erste Epen in weitgehend neugriechischer Sprache), um das Jahr 1453 (Fall Konstantinopels) oder in der Mitte des 17. Jahrhunderts (Kretische Renaissance) an.

Seit 1460 besaß die Sprache keinen offiziellen Status, wurde jedoch in den besetzten Gebieten Griechenlands sowie im gesamten Osmanischen Reich verstreut gesprochen. Nach der Griechischen Revolution wurde es 1830 zur alleinigen Staatssprache des neu gegründeten Staates. In den folgenden hundert Jahren fand ein umfassender Bevölkerungsaustausch mit den Gebieten der übrigen neu gegründeten Nationalstaaten statt, so dass das Griechische aus diesen weitgehend verschwand, im wachsenden griechischen Staat selbst jedoch zur Sprache der überwältigenden Mehrheit wurde. Nur in Zypern, das bis 1960 eine britische Kolonie war, kam es zu keinem derartigen Austausch. Das Griechische verbreitete sich außerdem seit dem 19. Jahrhundert durch Auswanderung in der gesamten Welt, besonders in Nordamerika und Australien. Seit dem Zweiten Weltkrieg spielt auch zunehmend die Auswanderung nach Westeuropa, insbesondere nach Deutschland und Großbritannien, eine Rolle.

Katharevousa und Dimotiki

Hauptartikel: Griechische Sprachfrage

Bis 1976 existierte das Neugriechische in zwei Sprachformen, der Dimotiki (Δημοτική), der traditionellen Volkssprache, und der Katharevousa (Καθαρεύουσα, „die Reine“), einer künstlichen, an das klassische Griechisch angelehnten Hochsprache. Mit der Kunstsprache Katharevousa versuchten national gesinnte, gebildete Kreise des jungen griechischen Staates die Kontinuität zur „großen“ klassischen Vergangenheit zu unterstreichen. Die kompliziertere Grammatik und der veraltete Wortschatz wurden von der Bevölkerung nicht angenommen, trotzdem tobte ein jahrzehntelanger Sprachstreit zwischen den Attizisten (Befürwortern der an den attischen Dialekt des Altgriechischen angelehnten Katharevousa mit Zentrum an der Universität Athen) und den Demotizisten (Anhängern der Volkssprache mit Zentrum an der Aristoteles-Universität Thessaloniki). Nach Ende der Papadopoulos-Diktatur wurde die Katharevousa durch Parlamentsbeschluss als Amtssprache abgeschafft und spielt heute nur noch in Dokumenten der Kirche, in Inschriften oder in anderen schriftlichen Bereichen vereinzelt eine Rolle (z. B. die Zeitung Estia). Die Volkssprache hat sich in den letzten Jahrzehnten endgültig als gesprochene wie auch geschriebene Sprache Griechenlands durchgesetzt. Vielen gelehrten Redewendungen und Wörtern aus der Katharevousa gelang es jedoch, Eingang in die gesprochene Sprache des Volkes zu finden, so dass sich das heutige Neugriechisch als eine Synthese der Dimotiki und der Katharevousa darstellt, mit einem Mischungsverhältnis zugunsten ersterer. Das breite stilistische und lexikalische Spektrum der heutigen Sprache, resultierend aus den erwähnten volkstümlichen wie auch gelehrten Einflüssen, macht einen wichtigen Aspekt des besonderen Reichtums des Neugriechischen aus.[1]

Heutige Sprachformen

Die neugriechische Sprache wird heute in Griechenland vergleichsweise einheitlich gesprochen und ist nur wenig dialektal zergliedert. Ein Besucher Griechenlands muss kaum damit rechnen, auf griechische Menschen zu treffen, mit denen keine Verständigung auf Standardgriechisch möglich ist.

Nach der Befreiung Griechenlands, dessen Territorium zunächst nur die Peloponnes, Attika und Teile Mittel- und Westgriechenlands umfasste, wurde der peloponnesische Dialekt, der lautlich wie morphologisch der geschriebenen Katharevousa am nächsten stand, die Basis der Standardsprache. Nach der Verlegung der griechischen Hauptstadt nach Athen im Jahre 1834 überlagerte er durch den Zuzug vieler Griechen von der Peloponnes allmählich auch die alte Athener Mundart. Die Mundarten der Ionischen Inseln und Konstantinopels, deren Sprecher die Athener Elite ergänzten, sind mit der peloponnesischen ebenfalls eng verwandt. [2]

Indes weichen die in manchen Landesteilen - z. B. in Kreta, im Epiros, in Thrakien (hier vor allem in Nord-Evros) oder auf Zypern - gesprochenen Idiome soweit von der Standardsprache ab, dass man von neugriechischen Dialekten spricht, auch wenn die Unterschiede zwischen ihnen nicht so groß sind, wie es beispielsweise bei einigen deutschen Dialekten der Fall ist.

Dialekte

Der erste Versuch, die neugriechischen Dialekte zu ordnen, stammt von Georgios N. Hatzidakis. Anhand der Entwicklung der unbetonten halboffenen und geschlossenen Vokale teilte er die neugriechischen Dialekte in Nördliche und Südliche ein. Dieser Einteilung zufolge wandeln sich in den nordgriechischen Dialekten alle unbetonte /o/ und /e/ in /u/ bzw. /i/, während alle unbetonten /i/ und /u/ ganz verstummen. In den südgriechischen Dialekten hingegen bleiben diese Vokale unverändert. [3] Beispiele: πεθαίνω ([pɛ'θɛnɔ] > [pi`θɛnu]), κουλούρι ([ku'luri] > [klur]), σκυλί ([skʲi'li] > [skli]).

Bild:Griechisch Isoglossen 1900.png
Wichtige Isoglossen im einheitlichen Sprachgebiet des Griechischen um 1900

Eine mögliche Isoglosse, die neugriechischen Dialekte einzuteilen, ist der Erhalt oder Verlust des [n]-Auslautes bei Nomina. Gemäß dieser Isoglosse werden die südöstlichen Dialekte abgegrenzt, in denen der Auslaut [n] erhalten bleibt ([tiˈrin], τυρίν) oder gar angefügt wird ([ˈstɔman], στόμαν) von den übrigen abgegrenzt, in denen er nicht vorkommt.

Eine andere Isoglosse ergibt sich aus der Entwicklung des sogenannten „irrationalen“ intervokalischen Stützlautes [ɣ]: In vielen Teilen Griechenlands (Kykladen, Lesbos, Ikaria, Kreta) kann man zwischen Vokalen im Auslaut eines Wortes den eingeschobenen Konsonanten [ɣ] vorfinden, so z. B. bei κλαίω > κλαίγω (ˈklɛɔ > ˈklɛγɔ). In manchen Regionen Griechenlands entwickelt sich der Stützlaut [ɣ] (auf Zypern der Laut k) zwischen dem Stammauslaut [v] und der Endung /-ɔ/ im Präsens, z. B. δουλεύω > δουλεύγω ([ðuˈlɛvɔ] > [ðuˈlɛvγɔ] und auf Zypern [ðuˈlɛfkɔ]). Weiterhin wurden als Basis für die Einteilung der neugriechischen Dialekte folgende phonetische, morphologische und syntaktische Phänomene vorgeschlagen: [4]

  1. Die Entnasalierung der Konsonantenkomplexe /mb/, /ng/, /nd/, vgl. κουμπί ([kuˈmbi] > [kuˈbi])
  2. Der Wandel des Lautes [ç] in [ʃ]: χέρι ([ˈçɛri] > [ˈʃɛri])
  3. Der Erhalt oder Wegfall des Augments: εδένατε - δένατε ([εˈδɛnatɛ] - [ˈδɛnatɛ])
  4. Der Verlust des Genitivus Personalis und Ersatz durch den Akkusativ bei den nördlichen neugriechischen Dialekten: σου λέω > σε' λέω ([suˈlεɔ] > [ˈlεɔ])
  5. Die Nachstellung der unbetonten Formen des Personalpronomens: μου λέει > λέει μου ([muˈlɛi] > [ˈlɛimu]), μου δίνει > δίνει μου> ([muˈðini] > [ˈðinimu])

Die Dialekte des Griechischen lassen sich anhand dieser Isoglossen wiefolgt aufteilen: [5]

Bild:Griechenland Zypern Dialekte.png
Dialekte in Griechenland und Zypern
  • Nördliche Dialekte auf dem griechischen Festland etwa nördlich einer Linie Kithairon-Chalkida, in der nördlichen Hälfte Euböas und auf den Nördlichen Sporaden, auf Thasos, Samothraki, Limnos, Lesbos und Samos. Diese Dialekte werden auch von den Minderheiten in den angrenzenden Staaten Albanien, Mazedonien und Bulgarien gesprochen.
    • Der Dialekt der Sarakatsanen (griech. Sarakatsani, Σαρακατσάνοι, bulg. karakatschani, каракачани), die im nördlichen Griechenland ursprünglich transhumante Weidewirtschaft betrieben und heute zu einem kleinen Teil auch in Rumänien und Bulgarien leben, weicht von den umgebenden Dialekten stark ab und hat einige Archaismen erhalten.
  • Südliche Dialekte
    • Peloponnesisch-Ionisch auf der Peloponnes, in Attika und Böotien südlich der Grenze zu den Nördlichen Dialekten, im Süden Euböas sowie auf den Ionischen Inseln
    • Alt-Athenisch und Maniotisch. Der Alt-Athener Dialekt, der z. B. den [i]-Laut vor anderen Vokalen in betonter Stellung erhalten hat, konnte sich nur vereinzelt um die Städte Megara und Kymi sowie auf Ägina halten und steht dem noch existenten Dialekt der Halbinsel Mani nahe, der sich unter den Nachfahren maniotischer Auswanderer in dem korsischen Ort Cargèse bis ins 20. Jahrhundert halten konnte.
    • Kretisch-Kykladisch auf Kreta, den Kykladen und in einigen Exklaven in Syrien und dem Libanon
    • Südöstliche Dialekte: auf Chios, Ikaria und der Dodekanes sowie das Zypriotische Griechisch auf Zypern. Bedingt durch die lange politische und räumliche Isolation im Mittelalter und in der Neuzeit konnten sich bis zur türkischen Invasion 1974 auf der Gesamtinsel und danach im griechischen Teil der Insel Zypern bis heute einige sprachliche Archaismen aus dem Mittelalter halten. Dadurch weicht die Umgangssprache der Zyperngriechen merklich von der griechischen Hochsprache ab. Letztere wird trotzdem in allen formellen Zusammenhängen (Politik, Medien, Schule) und in Schriftform benutzt.

Erloschen ist die Jevanische oder Jüdisch-griechische Sprache (griech. Ρωμανιώτικη διάλεκτος, „Romaniotischer Dialekt“) der Romaniotes, der jüdischen Griechen, die im ganzen Osmanischen Reich verstreut verbereitet war. Sie starb im 20. Jahrhundert durch Assimilation ihrer Sprecher an die Sephardische Sprache, die umgebenden Staatssprachen oder das Hebräische bei der Auswanderung nach Israel und nicht zuletzt durch die Massenvernichtung der Juden im Holocaust. Sie war aus der mittelgriechischen Koine entstanden und wie vergleichbare europäische Sprachen der Juden stark mit hebräischen Begriffen durchsetzt, aber für Sprecher des modernen Griechisch offenbar weitgehend verständlich.

Sprachformen älterer Herkunft

Einige Sprachformen des Neugriechischen haben sich aus älteren Stufen der Sprache gebildet und einige Entwicklungen der Gemeinsprache nicht mitvollzogen. Hinzu kommt bei manchen Dialekten am äußeren Rand des ehemaligen griechischen Sprachraums der Einfluss nicht-attischer griechischer Dialekte oder der Nachbarsprachen, z. B. des Italienischen. Diese Sprachformen, die allesamt im Schwinden begriffen sind, sind für einen Sprecher des Standardgriechischen schwer oder nicht verständlich, womit sie auch als selbständige griechische Sprachen gewertet werden können.

Tsakonisch

Tsakonisch wird noch in zehn Dörfern in der Region Lakonien auf dem Peloponnes aktiv gesprochen, es hat sich aus dorischen Wurzeln entwickelt. Nur rund 70 % des Wortschatzes decken sich mit dem des Standardgriechischen. [6]

Ebenfalls dorisch geprägt ist die Mundart einiger Dörfer auf der Insel Karpathos (bekannt vor allem Olympos).

Pontisch und Kappadokisch

Das außerhalb Griechenlands stark gefährdete Pontische und das inzwischen erloschene Kappadokische dagegen weisen starke ionische Einflüsse auf. Pontisch war der verbreitete Dialekt der griechischen Siedlungen rund um das Schwarze Meer, während Kappadokisch in Zentralanatolien gesprochen wurde. Im Rahmen des Bevölkerungsaustausches mit der Türkei im Jahr 1922 wurden diese Volksgruppen fast vollständig in verschiedene Teile Griechenlands umgesiedelt. Im Gegensatz zum Kappadokischen ist das Pontische noch nicht ausgestorben und wird noch aktiv gesprochen. In von pontischen Umsiedlern besiedelten Gegenden ist es auch heute noch allgemeine Verkehrssprache, und färbt auch auf das hier gesprochene Standardgriechisch ab. Im Raum Thessaloniki gibt es sogar pontischsprachige Radiosender. Allerdings geht die Sprecheranzahl weiter zurück, was auch daran liegt, dass die Hellenische Republik das Pontische - wie auch die Geschichte der Pontier allgemein - offiziell bis vor wenigen Jahren vollkommen ignorierte. Kenntnisse des Standardgriechischen sind nicht ausreichend, um Pontisch zu verstehen. Reste von Sprechern des Pontischen gibt es auch in der heutigen Türkei, in Russland und in der Ukraine (in und bei der ukrainischen Stadt Mariupol, daher Mariupolitisch, griech. Μαριουπολίτικα).

Griko

Das Griko (ital. auch grecanico, griech. meist κατωιταλιώτικα, katoitaliotika, „Unteritalienisch“) wird von weniger als 20.000 Menschen in zwei Varianten, dem griechisch-kalabrischen Dialekt in neun Dörfern um Bova, Kalabrien, und dem Dialekt der Grecìa Salentina in neun Dörfern südlich von Lecce im Salento, der Halbinsel im Süden Apuliens gesprochen. [7][8][9] Das stark vom dorischen Altgriechisch geprägte Griko ist mit großer Wahrscheinlichkeit das linguistische Erbe der „Magna Graecia“, einige Forscher sehen den Ursprung im Mittelgriechischen aus byzantinischer Zeit. Es wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben, das Griko und die umgebenden süditalienischen Dialekte haben sich außerdem gegenseitig beeinflusst.

Phonologie

Der Lautstand des Neugriechischen besteht weitgehend unverändert seit etwa dem Jahr 1000, die entscheidenden Lautwandel haben sich bereits zum Ende der altgriechischen Sprachstufe, in hellenistischer Zeit vollzogen. Kennzeichen sind das in vielen Sprachen bestehende System aus den fünf Vokalphonemen /a/, /o/, /u/, /i/ und /e/, eine Vielzahl von Reibelauten, die die aus dem Indogermanischen stammenden behauchten Verschlusslaute vollständig ersetzt haben und eine deutliche Tendenz zu Sandhi-Verschleifungen, die dem Klang des Neugriechischen einen wesentlich „flüssigeren“ Klang verleihen, als ihn beispielsweise das Deutsche aufweist.

Die wichtigsten Unterschiede zum Altgriechischen:

  • Wandel der stimmlosen aspirierten Verschlusslaute [], [] [] zu den stimmlosen Reibelauten [f], [θ] und [x] bzw. [ç].
  • Wandel der stimmhaften Verschlusslaute [b], [d], [g] zu den stimmhaften Reibelauten [v], [ð] und [ɣ] bzw. [j].
  • Vereinfachung des Vokal- und Diphthong-Systems:
    • Wandel von [ɛː], [y], [] und [oi̯] zu [i]
    • Wandel von [ai̯] zu [ɛ], von [au̯̯] und [eu̯] über []/[] und []/[] zu [av]/[af] und [ɛv]/[ɛf]
    • Verlust der Unterscheidung zwischen langen und kurzen Vokalen.
  • Ersetzung des musikalischen Akzentes durch den dynamischen oder expiratorischen Akzent, wie er im Deutschen gebraucht wird.

Diese phonologischen Entwicklungen haben sich (bis auf den Akzentwandel) nicht in der Orthographie niedergeschlagen.

Vokale

Das Neugriechische besitzt 5 Vokalphoneme:

  vorne Mitte hinten
geschlossen i   u
halboffen ɛ   ɔ
offen   a  

Die Länge des Vokals ist im Griechischen nicht wie im Deutschen bedeutungsunterscheidend. Unbetonte Vokalphoneme werden grundsätzlich kurz ausgesprochen, /e/ und /o/ sind immer offen, /i/ und /u/ stets geschlossen. In betonten Silben kann der Vokal etwas länger ([ˈaˑⁿθrɔpɔs], άνθρωπος, „Mensch“) realisiert werden, an der Wortgrenze können zwei gleich lautende Vokalphoneme als langer Vokal realisiert werden, auch rhetorische Dehnungen (/oooochi/, όοοοχι!, etwa „naaaain!“) kommen vor.

  • Das /e/ klingt wie deutsches „ä“ in „hätte“, nicht wie in „heben“.
  • Das /o/ klingt wie in „offen“, nicht wie in „Ofen“.
  • Das /i/ entspricht der korrekten Aussprache in „Minute“ (kurz, aber geschlossen), nicht wie in „billig“.
  • Das /u/ wie in korrekt „Musik“ (kurz, aber geschlossen), nicht wie in „Kunst“.

Unbetontes /i/ vor einem anderen Vokal wird oft zu einem [j]-ähnlichen Laut abgeschwächt (/mia/ > [mja], μια) oder palatalisiert den vorangehenden Konsonanten (/εlia/ > [εˈlʲa], ελιά).

Diphthonge

Die im Wortschatz seltenen Vokalfolgen αϊ (αη), εϊ (εϋ, εη) oder οϊ tauchen sowohl silbisch als auch unsilbisch gesprochen auf, nur im zweiten Fall liegt ein echter (fallender) Diphthong im Sinne eines Phonems vor.

Beispiele:

  • silbische Aussprache (kein Diphthong): [ðaˈnai] (Δανάη), [axaˈia] (Αχαΐα), [εˈlεisɔn] (ελέησον), [kɔmbɔˈlɔi] (κομπολόι)
  • unsilbische Aussprache (Diphthong): [nεˈrai̯ða] (νεράιδα), [kʲεi̯k] (κέικ), [kɔˈrɔi̯ðɔ] (κορόιδο)

Da aufeinander folgende Wörter nicht getrennt gesprochen werden, entstehen im Neugriechischen an der Wortgrenze aus phonetischer Sicht mitunter steigende Diphthonge, die ebenfalls keine Phoneme sind: [tɔaftɔˈkʲinitɔ] (το αυτοκίνητο), [ˈɔiˑlʲɔs] (ο ήλιος).

Konsonanten

  bilabial labio-
dental
dental alveolar palatal velar
stl. sth. stl. sth. stl. sth. stl. sth. stl. sth. stl. sth.
Plosive p b         t d     k g
Nasale   m   ɱ¹       n       ŋ²
Vibranten               r        
Frikative     f v θ ð s z ç³   x ɣ
Approximanten               l   j³    

¹ [ɱ] ist Allophon von [m] vor den labiodentalen Frikativen [v] und [f].
² [ŋ] ist Allophon von [n] vor velaren und palatalen Konsonanten und wird durch das Graphem <ɣ> bezeichnet.
³ [ç] und [j] sind Allophone von [x] und [ɣ] vor [ɛ] und [i].

Zur Erläuterung der Artikulationsorte siehe die Grafik unter Phonetik. Die Abkürzung „stl.“ steht hier für „stimmlos“ und „sth.“ für „stimmhaft“.

Palatalisierung

Die velaren Plosive /k/ und /g/ werden vor den Vokalen [ɛ] und [i], in Kombination mit [i] generell zu [kʲ] (gelegentlich auch [kç]) und [gʲ] (gelegentlich auch [gj]) palatalisiert.
Ein unbetontes [i] vor Vokal schwächt sich in Wörtern volkssprachlicher Herkunft zu [j] oder [ç] ab. Im Falle von [n] und [l] palatalisiert es als Variante auch den vorangehenden Konsonanten, es entstehen [nj] oder [nʲ] bzw. [lj] oder [lʲ].

Aussprachehinweise

Schreibweise Lautwert Beschreibung Beispiel
MΠ, μπ [b], [mb] oder [mp] Im Anlaut stets als [b],
im Inlaut und Wortende entweder als [mb] oder als [b]; in Fremdwörtern auch [mp]
μπαίνω [ˈbɛnɔ],
έμπορος [ˈɛmbɔrɔs] oder [ˈɛbɔrɔs],
κάμπιγκ [k'ampiŋg]
ΝΤ, ντ [d] oder [nd] Im Anlaut stets als [d],
im Inlaut und Wortende entweder als [nd] oder als [d].
ντύνω [ˈdinɔ], αντί [aˈndi] oder [aˈdi]
ΓΓ, γγ vor [a], [ɔ] und [u] (nur im Wortinneren) [g] oder [ŋg] Im Anlaut stets als [g],
im Inlaut entweder als [ŋg] oder als [g].
[aˈgɔnas], αγγούρι [aˈguri] oder [aˈŋguri]
ΓΓ, γγ vor [i] und [ɛ] (nur im Wortinneren), [], [ŋgʲ] palatalisiertes [g] – Im Anlaut stets als [], im Inlaut entweder als [ŋgʲ] oder als [] γκιώνης [ˈgʲɔnis], αγκινάρα [agʲi'nara] oder [aŋgʲi'nara]
ΓΚ, γκ vor [a], [ɔ] und [u] oder am Wortende [g] oder [ŋg] Im Anlaut stets als [g],
sonst entweder als [ŋg] oder als [g].
γκολ [gɔl], αγκώνας [aˈŋgɔnas]
ΓΚ, γκ vor [i] und [ɛ] (am Wortanfang und im Wortinneren), ΓΓ, γγ vor [i] und [ɛ] (nur im Wortinneren), [], [ŋgʲ] palatalisiertes [g] – Im Anlaut stets als [], im Inlaut entweder als [ŋgʲ] oder als [] γκιώνης [ˈgʲɔnis], αγκινάρα [agʲi'nara]
Π, π [p] im Gegensatz zum Deutschen unbehaucht παπάς [pa'pas]
Τ, τ [t] im Gegensatz zum Deutschen unbehaucht τέτανος [ˈtɛtanɔs]
Κ, κ vor [a], [ɔ] und [u] [k] im Gegensatz zum Deutschen unbehaucht κάτι, ['kati]
Κ, κ vor [i] und [ɛ] [] oder [] palatalisiertes [k] κύμα, ['kʲima], [kçima]
Φ, φ [f] wie das deutsche f φέρνω ['fɛrnɔ],
Υ, υ nach Ε, ε, Α, α und Η, η vor stimmlosem Konsonanten [f] wie das deutsche f ευχαριστώ [efxari'stɔ], αυτός [aft'ɔs]
Θ,θ [θ] wie im englischen thing θύμα ['θima]
Χ, χ vor [a], [ɔ] und [u] [x] wie deutsch ach χαρά [xar'a],
Χ, χ vor [i] und [ɛ] [ç] wie deutsch ich χημεία [çi'mia] ,
Β, β [v] wie das deutsche w βορράς [vɔ'ras]
Υ, υ nach Ε, ε, Α, α und Η, η vor stimmhaftem Konsonanten oder Vokal [v] wie das deutsche w Εύα['ɛva], αυγά [aˈvɣa]
Δ, δ [ð] wie englisch this δουλειά [ðu'lʲa]
Γ, γ vor [a], [ɔ] und [u] [γ] wie ein stimmhaftes [x], berlinisch [ˈvaːɣən] „Wagen“ γάλα [ˈɣala]
Γ, γ vor [i] und [ɛ] [j] wie das deutsche j γυναίκα [ji'nɛka],
ΓΙ, γι vor [a], [ɔ] und [u] [j] wie das deutsche j γιατί [ja'ti],
Μ, μ [m] wie das deutsche m μήτρα ['mitra]
Ν, ν [n] wie das deutsche n Κίνα ['kʲina]
Ν, ν + unbetontes /i/ vor Vokal [], [nj] oder [ni] Palatalisiertes [n] ([]) oder [nj],
bei Wörtern gelehrter Herkunft [ni]
πανιά, [pa'nʲa], [pa'nja]; λεμονιά, [lɛmɔˈnʲa], [lɛmɔˈnja]; παράνοια [pa'rania]
Γ, γ in den Verbindungen ΓΓ γγ, ΓΧ γχ (nur im Wortinnern), ΓΚ γκ (nur im Wortinneren und am Wortende) [ŋ] wie deutsch ng in singen άγχος ['aŋxɔs], siehe auch oben γγ, γκ
Λ, λ [l] wie das deutsche l λίπασμα [ 'lipazma]
Λ, λ + unbetontes /[i]/ vor Vokal [], [lj] oder [li] palatalisiertes [l] ([]) oder [lj],
bei Wörtern gelehrter Herkunft [li]
λιακάδα [lʲa'kaδa], [lja'kaδa]; ελιά [ε'lʲa], [ε'lja]; λειαίνω [li'εnɔ]
Ρ, ρ [r] mit der Zunge gerolltes r ρύζι ['rizi]
Μ, μ vor [v] und [f] ɱ ein m mit den Schneidezähnen auf der Unterlippe αμφιβολία [aɱfivɔ'lia], έμβολο ['ɛɱvɔlɔ]
Σ, σ [s], vor [v, ð, ɣ, b, m, und r]: [z] Der stimmlose griechischen /s/-Laut ist etwas „dunkler“ als der deutsche und tendiert zu [ɕ] bzw. dem deutschem /sch/ ([ʃ]).
Vor [r] ist die Aussprache als [z] von dem Sprecher abhängig, z. B. Χοσρόης [xɔ'srɔis] Chosrau.
σύρμα ['sirma], μήνας ['minas]; σβούρα ['zvura]‚ προσδοκία [prɔzðɔk'ia], σγουρός [ zγu'rɔs], σμπαράλια [zba'ralʲa], σμάρι ['zmari], Ισραήλ [ izra'il]
Ζ, ζ [z] wie deutsch s in Rose καζάνι [ka'zani]
Ψ, ψ [ps͡] wie im deutschen Mops ψυχή [ps͡i'çi]
TΣ, τσ [ts͡] wie das deutsche z ατσάλι [a'ts͡ali],
ΤΖ, τζ [dz͡] stimmhaftes, „weiches“ z τζ άμι ['d͡zami], γάτζος ['ɣadz͡ɔs]
Ξ, ξ [ks͡] wie das deutsche x εν τάξει [εn'daks͡i]

Sandhi-Erscheinungen

Im Neugriechischen gibt es eine Vielzahl von Sandhi-Erscheinungen, wo sich beim Zusammentreffen verschiedener Laute einer von ihnen oder beide verändern. Beispiele[10]:

  • [n] verändert sich vor bilabialen Konsonanten zu [m] oder fällt weg: /tin 'pɔli/ > [timˈbɔli] oder [tiˈbɔli] (τη(ν) πόλη, „die (Akk.) Stadt“)
  • [n] vor dentalen oder alveolaren Konsonanten schwächt sich ab oder schwindet: /'fεrnɔndas/ > ['fεrnɔⁿdas] oder ['fεrnɔdas] (φέρνοντας, „bringend“); /tɔn la'ɔ/ > [tɔlaˈɔ] (το(ν) λαό, „das (Akk.) Volk“)
  • [m] wird vor labiodentalen Konsonanten zu [ɱ]: /'ɛmvɔlɔ/ > ['ɛɱvɔlɔ] (έμβολο, „Zapfen“)
  • die stimmlosen Plosive und Affrikaten werden nach Nasalen sonorisiert, also stimmhaft: /stin psiˈçi/ > [stimbziˈçi] (στην ψυχή, „in der Seele“)
  • [s] wird stimmhaft vor stimmhaften Konsonanten: /ɔ'jɔs mu/ > [ɔ'jɔzmu] (ο γιος μου, „mein Sohn“)
  • Degemination:
    • Zwei gleiche Vokale verschmelzen zu einem: /ta ˈatɔma/ > ['taːtɔma] (τα άτομα, „die Personen“)
    • Zwei gleiche Konsonanten verschmelzen zu einem: /ɔ'jɔs su/ > [ɔ'jɔsu] (ο γιος σου, „dein Sohn“)
  • Diphthongisierung unterschiedlicher Vokale oder Wegfall des ersten: /ɔ 'ilʲɔs/ > ['ɔilʲɔs] (ο ήλιος, „die Sonne“); /tɔ ˈatɔmɔ/ > ['tatɔmɔ] (το άτομο, „die Person“)

Betonung

Wortakzent

Im Neugriechischen wird die Betonung des Wortes auf (genau) einer Silbe durch den Dynamischen Akzent realisiert, das heißt, die den Akzent tragende Silbe erklingt lauter als die übrigen. Wie im Deutschen erhält die betonte Silbe auch meist einen höheren Ton. Im Schriftbild wird der Akzent durch den Akut ausgedrückt, der die betonte Silbe kennzeichnet. Als bedeutungsunterscheidendes Merkmal spielt die korrekte Betonung eines Wortes eine sehr viel größere Bedeutung als in romanischen oder germanischen Sprachen, da sie nicht durch Lautregeln automatisch auf eine bestimmte Silbe des Wortes fällt. Viele unterschiedliche Wörter unterscheiden sich nur durch ihre Betonung, zum Beispiel nómos (νόμος, „Gesetz“) und nomós (νομός, „Bezirk“) oder póte (πότε, „wann“) und poté (ποτέ, „nie“, „je“). Nicht korrekt betonte Wörter werden von Muttersprachlern meist falsch- oder missverstanden, während im Deutschen oder Französischen mit der standardmäßig festen Betonung auf der Stamm- bzw. letzten Silbe ein falsch betontes Wort meist ohne größere Probleme verstanden werden kann.

Der Akzent wechselt auch in der Konjugation zum Ausdruck der Tempora: So verschiebt er sich bei der Bildung des Aorist immer auf die drittletzte Silbe; hat das Verb nur 2 Silben, wird ein sogenanntes Augment („ε“) vor das Verb gesetzt, das dann die Betonung trägt: káno (κάνω , „ich mache“) > ékana (έκανα, „ich machte“). Dieses Phänomen bringt Probleme für viele Grammatiktheorien der 80er Jahre mit sich, die suprasegmentale Merkmale wie Akzentverschiebung nicht berücksichtigen konnten.

Einige Wörter im Griechischen sind grundsätzlich unbetont und stehen direkt neben den Wörtern, auf die sie sich beziehen. Sie werden als Klitika bezeichnet (vorgestellt „Proklitika“, nachgestellt „Enklitika“) und umfassen die unbetonten Formen der Personalpronomina sowie die Possessivpronomina.

Eine phonologische Grundregel für die Betonung ist die sogenannte „Dreisilbenregel“: Keine Silbe, die vor der drittletzten Silbe (Antepaenultima/προπαραλήγουσα) liegt, kann den Akzent tragen, er liegt immer auf einer der drei letzten. Werden an ein auf der zweit- oder drittletzten Silbe betontes Wort ein oder mehrere enklitische, also unbetonte Wörter angehängt, entsteht ein Komplex, den man „phonologisches Wort“ (φωνολογική λέξη) nennt. In Folge der Dreisilbenregel erhält dieses „Wort“ dann die Betonung zwei Silben nach der eigentlichen lexikalischen Betonung des Wortes; auf der eigentlich betonten Silbe des ersten Wortes trägt die Konstruktion einen Nebenakzent: [ˈfɛrnɔⁿdas] (φέρνοντας, „bringend“), aber [ˌfɛrnɔⁿˈdastɔmu] (φέρνοντάς το μου, „es-mir-bringend“). [10]

Satzakzent

Wie das Deutsche ist das Griechische in der Lage, durch den Satzakzent die Aussage des Satzes zu modifizieren und bestimmte Glieder das Satzes als für die Aussage entscheidend hervorzuheben: To grámma íne gia ména vs. To grámma íne gia ména (Το γράμμα είναι για μένα, „Der Brief ist für mich“ vs. „Der Brief ist für mich“), De thelis tipota vs. De thelis tipota (Δε θέλεις τίποτα; wörtlich Nicht willst-du etwas - „Willst du nicht was?“ vs. „Willst du gar nichts?“).

In der Umgangssprache ist auch Silbenlängung (temporaler Akzent) in einzelnen Wörtern ist als Mittel der inhaltlichen Akzentuierung zu beobachten.

Grammatik

Die neugriechische Sprache ist eine synthetische Sprache mit flektierenden und fusionalen Elementen. Dabei wurden gegenüber dem Altgriechischen flektierende Elemente zugunsten von Affix- und periphrastischen Bildungen zurückgedrängt. Sie ist eine der wenigen indogermanischen Sprachen, die eine synthetische, also ohne Hilfsverben konstruierte Diathese (d. h. eigene Verb-Endungen für Aktiv und Passiv) besitzt. Die Unterscheidung der Verb-Aspekte einmalig/abgeschlossen („perfektiv“) und dauernd/wiederholt („imperfektiv“) wurde systematisiert und auf alle Tempora außer dem Indikativ Präsens ausgedehnt.

Morphologie

Das Neugriechische kommt mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Morphemen zur Kennzeichnung der grammatischen Kategorien aus, die aber häufig nicht eindeutig sind und mehrere Formen bezeichnen. Die Endung -i beispielsweise kann beim Verb die 3. Person Singular (pín-i, „er trinkt“), beim Substantiv den Nominativ Plural masku