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Neofunktionalismus
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Unter Neofunktionalismus versteht man eine Theorie innerhalb der Politikwissenschaft, die die internationale Politik erklären will. Dabei sind Funktionalistische Ansätze innerhalb der Großtheorien des Liberalismus in den internationalen Beziehungen zuzuordnen. Dabei ist vor allem die neofunktionalistische Theorie regionaler Integration von Ernst B. Haas zu nennen, die besagt, dass Staaten in der Zusammenarbeit von Staaten basiert, die jedoch nicht von klassischer Machtpolitik ähnlich wie im Realismus, sondern durch die gesellschaftlichen Gruppen innerhalb der Staaten getragen werden.
In den weiteren Jahren und gerade im Bezug auf die europäische Integration, entwickelte sich die Theorie des Neofunktionalismus dahin weiter, dass die Handlungsautonomie der Regierungen eingeschränkt wurde. Dies rührt daher, dass ein unilaterales Handeln alleine negative Folgewirkungen zeigt oder weil den nationalstaatlichen Akteuren, durch eine Vernetzung gesellschaftlicher Akteure wie Gewerkschaften und anderen NGOs, allmählich entgleitet. Dies wird unter anderem von Alec Stone Sweet und Wayne Sandholz vertreten.
Siehe auch
Literatur:
- Thomas Conzelmann: Neofunktionalismus in: Siegfried Schiedler/Manuela Spindler (Hrsg.): Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen 2003, S.141-161
- Ernst B. Haas: The Uniting of Europe, Stanford 1968
- Ben Rosamond: Theories of European Integration, Houndmills/London 2000
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