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Nennstrom
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Nennstrom ist bei elektrischen Geräten der aufgenommene Strom, wenn das Gerät mit der Nennspannung versorgt wird und seine sogenannte Nennleistung abgibt.
Z.B. nimmt eine 60 W-Glühlampe bei 230 V (Nennspannung) einen Nennstrom von 0,261 A auf. Im Einschaltmoment kann der Strom wesentlich höher sein, da der Glühfaden noch kalt ist. Sinkt die Spannung, so sinkt auch der tatsächlich aufgenommene Strom.
Bei Glühlampen und Heizgeräten kann die Stromaufnahme aus Spannung und spezifizierter Leistung (Nennleistung) berechnet werden, es sind sogenannte ohmsche Verbraucher.
Motoren verbrauchen den Nennstrom nur bei voller abgegebener mechanischer Leistung. Bei Überlastung kann der Strom und somit die Leistung ein Mehrfaches betragen (kurzzeitig möglich, jedoch Gefahr der Überhitzung). Wird der Motor nicht belastet, so verbraucht er nur den sogenannten Leerlaufstrom.
Auch Motoren haben einen hohen Einschaltstrom.
Wechselstrom-Motoren, Leuchten mit Gasentladungslampen und Transformatoren sind induktive Verbraucher, bei ihnen besteht der aufgenommene Strom aus einem Wirk- und einem Blindstromanteil, die sich geometrisch zum Scheinstrom addieren.
Der Nennstrom von Wechselstrom- und Drehstrommotoren ist der Scheinstrom pro Phase, er ist größer als der Wirkstrom und kann nur mit Hilfe des Leistungsfaktors aus der Abgabeleistung und der Spannung berechnet werden.
Kapazitive elektrische Verbraucher, wie z.B. Schaltnetzteile und Frequenzumrichter haben aufgrund ihres kleinen Stromflusswinkels ebenfalls eine größere Nennstromaufnahme als es die aufgenommene Leistung ergeben würde.
Siehe auch: Nennleistung
