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Nekrose

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Bild:Nekrose traumatisch01.jpg
Nekrose nach einer Verbrennung

Unter einer Nekrose (v. griech. νέκρωσις „Tod, Absterben“) versteht man in der Biologie und Medizin den am lebenden Organismus stattfindenden, pathologischen Untergang einzelner oder mehrerer Zellen. Der Begriff der Apoptose wird dagegen als physiologischer Untergang einzelner Zellen oder bestimmter Zellpopulation definiert und wird darum auch als programmierter Zelltod bezeichnet.

Schädigende Einflüsse wie Gifte, Bakterien, Nährstoff- und Sauerstoffmangel, Radioaktivität und vieles mehr können Zellen unter Umständen zum Zelltod führen. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion des umliegenden Gewebes. Je nach Gewebeart heilt die Nekrose durch Nachwachsen der Zellen komplett ab (beispielsweise Darmzellen nach einer Virusinfektion) oder der nekrotische Gewebeteil wird durch eine bindegewebige Narbe ersetzt (beispielsweise Herzmuskel nach einem Herzinfarkt – mit entsprechenden Funktionseinschränkungen).

Inhaltsverzeichnis

Nekroseformen

Koagulationsnekrose

Gerinnungsnekrose in Geweben mit hohem Eiweiß- und geringem Fettanteil, durch Eiweißgerinnung beispielsweise bei Ischämie, Säure-, Salz- oder Hitzeeinwirkung.

  • Hämorrhagische Nekrose (Nekrose und Einblutung): bei Arterien- (Mesenterialinfarkt) oder Venenverschlüssen (Nierenvenenthrombose)
  • Fibrinoide Nekrose: z. B. beim Herzinfarkt
  • Käsige Nekrose: Nekrotisches Gewebe erinnert an Quark (Topfen).
  • Gangränöse Nekrose: Nekrotisches Gewebe ist trocken.

Kolliquationsnekrose

Verflüssigungsnekrose entweder in Geweben mit hohem Fettanteil und geringem Eiweißanteil zum Beispiel im Gehirn bei Sauerstoffminderversorgung oder in Geweben mit hohem Eiweißanteil durch Laugeneinwirkung, z. B. in der Speiseröhre, Selbstverdauung (Autolyse) durch Freisetzen von Verdauungsenzymen (Lipase) z. B. bei der Pankreatitis oder durch lysierende Bakterien (z. B. A-Streptokokken, Staphylococcus aureus)

Fettgewebsnekrose

Durch Frakturen, Fettgewebstraumen mit Ölzysten

Panzernekrose

Absterbendes Panzergewebe bei Schildkröten, beispielsweise durch Nässe, Pilze, Entzündungen

Tumornekrose

Im Zentrum größerer Tumoren oder Metastasen herrscht oft eine Mangelversorgung mit Blut, so dass der Tumor zentral einschmilzt.

Nekrosevorkommen

Im orthopädischen Bereich ist die Hüftkopfnekrose eine Arthrose-Ursache.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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