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Neersen

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem Stadtteil Neersen von Willich; für den gleichnamigen Stadtteil von Bad Pyrmont siehe dort.

Neersen ist ein Teil der Stadt Willich im Kreis Viersen Er liegt am linken Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. Im September 2005 hatte Neersen 7.019 Einwohner. Bekannt ist Neersen vor allem durch das gleichnamige Autobahnkreuz südöstlich des Ortes, das die Bundesautobahn 44 und die Bundesautobahn 52 verbindet. Als in Düsseldorf die Flughafenbrücke noch nicht existierte, staute sich hier der Verkehr, infolgedessen Neersen nahezu an jedem Morgen im Verkehrsfunk erwähnt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Herleitung des Namens

Die Herkunft des Namens Neersens ist nicht restlos geklärt.

Der Name soll sich von dem "Vait van der Nersin", genannt in einem Brief des Kölner Erzbischofs, datiert vom 16. Dezember 1263, herleiten, der in Neersen geherrscht hat. Vielfach wird dieser Vogt auch als "Vogt von der Neers" bezeichnet. Hier soll sich dann der Name von Nersin zu Neersen entwickelt haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Vogt nach dem Ort benannt wurde und nicht umgekehrt.

Als Neersen noch eine kleine Ansammlung von Häusern war, wurde Neersen noch als "Nersträß", also Straße an der Niers bezeichnet. Man geht davon aus, dass sich aus dieser Bezeichnung der Name Neersen herleitet. Namensgeber wäre dieser Theorie zufolge der Fluss Niers, welcher damals eine hohe Bedeutung für Neersen hatte, denn die Niers speiste eine Wassermühle und diente dem Burggraben als Wasserzulauf.

Wappen

Bild:Struktur-Wappen-Neersen.svg


Die Felder haben folgende Bedeutung:

  1. die Herrschaft Neersen
  2. Das Geschlecht derer von Virmond (auch von Virmont)
  3. Kurköln, dazu gehörte Neersen einst.
  4. die Herrschaft Nordenbeck

Geschichte

Neersen wurde 1263 erstmalig als Standort einer Wasserburg im Bereich der Niers erwähnt, dem Fluss, der der späteren Gemeinde zu ihrem Namen verhalf.

Die Burg wurde im 17. Jahrhundert durch die Grafen von Virmond zu einem Schloss umgebaut. Später folgte auch die Ansiedlung eines Minoritenklosters.
Auch Neersen blieb nicht von Einwirkungen durch Kriegshandlungen im Dreißigjährigen Krieg verschont. 1642 wurde Neersen durch den katholischen Reitergeneral Johann von Werth besetzt und von protestantischen Truppen befreit. Dabei mag der Neersener Gerhard Vynhoven keine unbedeutende Rolle gespielt haben, denn dieser war als katholischer Priester Militärseelsorger in von Werths Einheit. Nur 18 Jahre später, im Jahre 1660, errichtete Vynhoven nördlich des Ortes die Kapelle Klein-Jerusalem.

Auch Neersen wurde 1794 durch die napoleonischen Heere besetzt. Neersen wurde wie alle anderen Orte am Niederrhein 1798 in das Département de la Roer eingegliedert. Der Ort wurde Teil des Arrondissement Krefeld und wurde Hauptort eines eigenen Kantons, dem Kanton Neersen. Dem Kanton unterstanden 11 Bürgermeistereien (französisch Mairie) .
Zum Kanton gehörten:


In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Begeisterung für die NS-Ideologie auf die Spitze getrieben. Der Minoritenplatz wurde in "Adolf-Hitler-Platz" umbenannt und, dieses geschah überobligatorisch, die Malteserstraße in "Straße der SA". Auch waren die Ratsmitglieder dieser Zeit ziemlich feige, sie nannten sich in den Ratsprotokollen nur mit Pseudonymen, wie Efmann, Pemann usw.

Nach dem Inkrafttreten des "Gesetz zur Neugliederung des Kreises Kempen-Krefeld und der kreisfreien Stadt Viersen" am 1. Januar 1970 wurde die Gemeinde Neersen der Stadt Willich eingegliedert.

Das Schloss Neersen dient seit 1971 als Rathaus der Stadt Willich.

Sehenswürdigkeiten

Kultur

  • Schlossfestspiele: Freiluft-Theaterfestival im Innenhof des Schlosses
  • Badewannenrennen an der Niers, unweit der Siedlung Grenzweg
  • Schützenfeste
Schützenfest Grenzweg
Schützenfest Neersen
Schützenfest Kapelle Klein-Jerusalem

Impressionen aus Neersen

Weblinks

Wikipedia
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Koordinaten: 51° 15' 06" N, 06° 28' 38' E

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